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 Betreff des Beitrags: Warum soll ich ein Buch rezensieren?
BeitragVerfasst: 04.06.2018, 13:05 
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Böhme, Dorothea - Ein Dorf zum Verlieben
In letzter Zeit gab es auf Facebook die ein oder andere Autorin, der ich folge, die gepostet hat, wie wichtig Rezensionen sind. Den Post von Sofie Cramer stelle ich hier mal ein:

Sofie Cramer hat geschrieben:
Eine kleine Bitte für ein großes Anliegen

Ihr Lieben, wie viele von euch wissen oder sich vielleicht denken, empfinde ich es als großes Geschenk, vom Schreiben leben zu können. Mir ist sehr bewusst, dass dies ein Privileg ist, gleichwohl ich mir den Status der freischaffenden Autorin hart erarbeitet habe. Auch nach 15 Jahren erfüllt mich mein Beruf mit großer Freude und liefert mir immer aufs Neue diese magische Inspiration, die ich in meinen Coachings und Workshops von Herzen gerne weitergebe.

Schreiben ist und bleibt meine Berufung und Leidenschaft, was allerdings auch impliziert, dass es dabei, wie überall sonst, Schattenseiten gibt. Dazu gehört der Buchmarkt, dem es von Jahr zu Jahr schlechter geht, weil es immer mehr Alternativen gibt, Texte zu konsumieren oder Lebenszeit mit anderen Beschäftigungen zu verbringen, allen voran vor Handydisplays.

Um nur ein anschauliches Beispiel zu nennen: Als ich meinen Roman SMS FÜR DICH vor fast zehn Jahren veröffentlicht habe, galten als magische Marke für einen so genannten Bestseller 100.000 verkaufte Exemplare, die ich - auch wegen der gelungenen Verfilmung fürs Kino - sogar überschritten habe. Dafür bin ich sehr dankbar. Doch ohne ein ständiges „Sich-neu-Erfinden“ und sich trotzdem treu bleiben, hätte auch ich wie so viele andere den Traum vom Bücher machen längst wieder aufgeben müssen. Nur wer international gefragte Megaseller schreibt, kann sich das Klischee vom Schreibdomizil in der Toskana oder einen Luxusurlaub auf den Malediven leisten. Die allermeisten Autoren aber, die üblicherweise in keiner Festanstellung sind, leben von der Hand in den Mund und in der latenten Angst und Ungewissheit, ob und wie es in den nächsten ein, zwei Jahren und darüber hinaus weitergehen kann.

Sogar wenn es einer von uns auf die begehrte Spiegel-Liste schafft, heißt das in absoluten Zahlen meist noch lange nicht, dass alle Rechnungen entspannt bezahlt werden können. Einen Bestseller landet man heute schon mit etwa einem Viertel, also ab „nur“ noch 25.000 Exemplaren. Wenn man bedenkt, dass Autoren – ganz grob gesagt – 50 Cent pro Buch vor Steuern einnehmen, kann sich jeder ausrechnen, wie viele Bücher man pro Jahr schreiben und verkaufen muss, um gut oder überhaupt über die Runden zu kommen. Nicht nur deswegen ist das Veröffentlichen ohne Verlag eine attraktive Alternative. Zwar genießt man im Selfpublishing nicht das Privileg eines Honorarvorschusses und auch der Weg in den stationären Buchhandel ist ungleich schwieriger, wenn nicht sogar leider oft unmöglich. Aber der Autor erhält wenigstens den Löwenanteil all seiner verkauften Bücher. Für beide Wege gilt jedoch gleichermaßen: Nur wer gesehen wird, wird auch gelesen!

Daher die Bitte: Wer von euch ein bestimmtes Buch oder einen bestimmten Autor wertschätzt, sollte dies auch öffentlich kundtun. Rezensionen wie auf Amazon, Bücher.de, Weltbild, Thalia und in den unzähligen Buchforen sind unsere Währung, auf die wir angewiesen sind. Leider wurden bei Amazon vor allem in jüngster Zeit Algorithmen so eng gefasst, dass ich immer wieder Meldungen mir fremder oder auch bekannter Leser erhalte, ihre Rezensionen würden nicht veröffentlicht, ganz unabhängig davon, ob der Kauf verifiziert wurde oder nicht. Umso wichtiger ist jede einzelne Stimme. Selbst eine durchschnittliche, aber dafür authentische Bewertung ist allemal besser als gar keine.

Meine Kollegen und ich danken euch von Herzen für jede einzelne eurer Likes, Feedbacks, Postings und Rezensionen! <3

Quelle: https://www.facebook.com/permalink.php? ... 3312696921


Dieser Aufruf war für mich tatsächlich mal wieder der Anstoß mehr zu rezensieren. Ja, es ist Arbeit und ich muss die Bücher, die ich gelesen habe, nochmal Revue passieren lassen. Aber gerade unser Forum ist für mich eine große Quelle für Bücher, die ich lesen möchte und ich freue mich immer, wenn ich hier bei uns zu einem Buch etwas finde, dass ich gern lesen würde. Deshalb ist es für mich auch wichtig, nicht nur über Bücher zu stolpern, die toll waren und denen man 4 oder 5 Sterne gibt, sondern durchaus auch mal kritische Worte zu vernehmen und so für mich zu hinterfragen, ist dieser Kritikpunkt für mich nicht vielleicht etwas, dass mich reizt, das Buch zu lesen?

_________________
Bild Kwaheri ya kuonana Rabea Bild
Das Problem an einem guten Buch ist, dass man es zu Ende lesen will, es aber nicht zu Ende lesen will. Bild


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BeitragVerfasst: 04.06.2018, 19:23 
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Beiträge: 6177
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Ich lese gerade: Carmen Korn "Zeitenwende"
Da hast aber gleich ganze Arbeit geleistet, Rabea :super.
Aber zurecht, denn Sofie Cramer hat mit ihrem Post völlig recht.
Also ran an die Tasten, Mädels, erzählt uns warum euch ein Buch gefallen hat, oder vielleicht auch nicht.
Denn wir brauchen doch alle Autoren und ihre Bücher, die uns aus dem Alltag entführen.

_________________
Bild Liebe Grüße Ulrike
Man kann die Dinge immer von zwei Seiten betrachten - es spricht nichts dagegen, es von der positiven zu tun.


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