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BeitragVerfasst: 02.06.2020, 23:16 
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treue Thomsongazelle
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Wenn ich mir die Buchvorschläge in den Lehrplänen so anschaue, bestehen die zu mindestens 90 Prozent aus Büchern alter, toter weißer Männer. Deswegen sind die Bücher natürlich nicht per se schlecht, aber wenn ich denke, dass manche Schüler*innen 2020 noch die Schule verlassen können, ohne im Unterricht überhaupt ein Buch einer Autorin gelesen zu haben... geschweige denn andere Diversitätskriterien.... dann finde ich das einfach null zeitgemäß und auch einfach hochproblematisch.

Ich möchte das gerne zumindest in meinem Unterricht ändern und suche daher nach Empfehlungen zu Kinder- und Jugendbüchern
1) gezielt von Autorinnen (gerne auch mit Heldinnen, aber nicht nur) - und zwar jetzt nicht die klassischen, die hier im Forum vorgestellt werden und die man "eh" kennt, da finde ich natürlich hier auch viele Anregungen :)
2) Autor*innen, die schwarz, indigen oder of Color sind
3) Autor*innen, Buchfiguren oder Büchern zum Thema Queer, Inter/A/Transsexualität
4) Bücher zum Thema BeHinderung
am liebsten jeweils original deutschsprachig und nicht übersetzt;)

Also, wenn euch dazu irgendwas einfällt, bin ich für eure Vorschläge wirklich sehr dankbar. Vielleicht könnt ihr ja sogar eure Kinder fragen, wenn im entsprechenden Alter :)

Herzliche Grüße
Inka

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LG
Inka


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BeitragVerfasst: 03.06.2020, 05:00 
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eifrigster Elefant
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Vielleicht wäre Die Stille zwischen den Sekunden von Tania Witte etwas.


Nur knapp ist Mara einem Bombenattentat in der U-Bahn entgangen. Ihre Mitschüler nennen sie seither „Das Mädchen, das überlebt hat“ und erwarten Betroffenheit von ihr. Aber Mara hat ganz andere Sorgen. Ihre Freundin Sirîn meldet sich immer seltener und scheint plötzlich komplett unerreichbar. Je mehr Mara ihr zu helfen versucht, desto mehr Unverständnis und Ablehnung erntet sie. Was verheimlichen alle vor ihr? Erst als sich ihr Schwarm Chriso in die Suche einschaltet, kommt die erschütternde Wahrheit ans Licht.

Ich habe das Hörbuch gehört und fand es sehr bewegend.

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Liebe Grüße,
Julia

“Books are the plane, and the train, and the road. They are the destination, and the journey. They are home.”
Anna Quindlen in "How Reading Changed My Life"


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BeitragVerfasst: 03.06.2020, 05:50 
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gebildeter Gepard
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Mir fällt spontan "Mit einem Bein im Leben" ein, die Autorin weiß ich leider nicht mehr, da geht es um ein beinanputiertes Mädchen.

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BeitragVerfasst: 03.06.2020, 05:57 
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eifrigster Elefant
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Ich lese gerade: **
Ich habe schon viel gutes gehört über die Bücher von Ava Reed und Anne Freytag. Das neueste von Anne Freytag beschäftigt sich mit dem Thema Mobbing.





oder . Ist aber eine Übersetzung.

Sehr gut fand ich letztes Jahr von Meredith Russo, da gibt es wohl aber keine deutsch Übersetzung bisher. Eines Ihrer Bücher gibt es aber auf Deutsch das Beschäftigt sich auch mit dem Thema .

Das sind jetzt die Bücher die mir spontan einfallen.

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BeitragVerfasst: 03.06.2020, 06:58 
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muntere Moderatorin
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Ela hat geschrieben:
Mir fällt spontan "Mit einem Bein im Leben" ein, die Autorin weiß ich leider nicht mehr, da geht es um ein beinanputiertes Mädchen.


Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich dieses Buch von Cordula Zickgraf auch vor 30 Jahren gelesen habe. Durch Dich weiß ich jetzt den Titel, ich hatte nur seit vielen Jahren die Erinnerung an ein Buch mit einem nach einem Unfall beinamputierten Mädchen.

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Liebe Grüße von Christiane
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"Wenn Du ein Buch auf eine Reise mitnimmst, dann geschieht etwas Seltsames. Das Buch wird anfangen, Deine Erinnerungen zu sammeln. Du wirst es später nur aufschlagen müssen und schon wirst Du wieder dort sein, wo Du zuerst darin gelesen hast. Schon mit den ersten Worten wird alles zurückkommen - die Bilder, die Gerüche, das Eis, das Du beim Lesen gegessen hast." Mortimer Folchart


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BeitragVerfasst: 03.06.2020, 07:47 
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Reiseführer Ostfriesland
von Martina Dierks. In diesem Buch geht es um ein behindertes Mädchen (durch einen Unfall).

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BeitragVerfasst: 03.06.2020, 07:51 
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gebildeter Gepard
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Jetzt, wo du es sagst, Christiane, klingelt es bei mir. Ich wusste den Titel, aber nicht die Autorin. Ist ja bei mir zwar nicht 30, aber doch 25 Jahre her (wann bin ich so alt geworden?). Perfekt ergänzt haben wir uns da.
Mir fällt dann noch eines ein, aber da weiß ich weder Name der Autorin noch Titel. Ein Mädchen, Billa, (an den Namen erinnere ich mich so gut, weil das hier eine Supermarktkette ist) wird Diabetes diagnostiziert.
Und "Jenseits der Stille" evtl noch.

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BeitragVerfasst: 03.06.2020, 08:06 
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eifrigster Elefant
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Ich lese gerade: nur Schrott, der ungefähr 1 Gehirnzelle erfordert
Mit Unübersetzten wird es bei mir schwer, aber ich muss einfach nochmal Kristina Ohlsson "Roberta und das Herzwunschwunder" empfehlen!
Es geht um Robertas sterbende Freundin, und ein Junge mit nur einem Arm kommt auch vor.

Kein Übersetztes:
Susanne Hornfeck "Ina aus China"
Der Roman erzählt von den Eingewöhnungsschwierigkeiten und dem Alltag einer jungen Ausländerin in einer nazideutschen Kleinstadt zwischen 1937 und 1944, blendet aber auch zurück in die Schanghaier Kindheit und in das Peking der Jahrhundertwende. Im Verlauf ihres wechselvollen Lebensweges beginnt Ina zu begreifen, dass Begriffe wie »Freund«, »Feind«, »Heimat« im persönlichen Leben etwas ganz anderes bedeuten können als in der großen Politik

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~ Das Paradies habe ich mir immer als eine Art Bibliothek vorgestellt. - J.L.Borges ~


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BeitragVerfasst: 03.06.2020, 22:43 
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tiefsinniger Tiger
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Spontan fällt mir Marie Luise Kaschnitz und Judith Kerr ein. Das sind jedoch Geschichten zum zweiten Weltkrieg.

Und dann gab es früher bei DTV Junior eine Reihe mit Büchern über schwierige Themen für Jugendliche, wie z.B. "Damals war es Fiedrich". Ob es die jedoch noch gibt, weiß ich nicht.

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BeitragVerfasst: 03.06.2020, 23:11 
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tiefsinniger Tiger
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Ich habe gerade noch ein bisschen gestöbert und bin über "The Hate U Give" von Angie Thomas gestolpert. Das hört sich sehr gut an, okay, das hatten wir schon.

Und "Schattenkinder" von der Autorin Margaret Peterson Haddix scheint auch sehr gut zu sein.

Beides allerdings keine deutschen Autorinnen.

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BeitragVerfasst: 04.06.2020, 06:10 
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eifrigster Elefant
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Ich lese gerade: **
Gar nicht so einfach. :kopfkratz

Hier hätte ich vielleicht noch 2





Ich hatte früher einige von den Rowohlt Büchern. Rotfuchs Reihe? Da kann ich mich auch an Themen wie Alkoholismus etc. erinnern.

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BeitragVerfasst: 04.06.2020, 06:28 
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gebildeter Gepard
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Zum Thema Magersucht "Meine schöne Schwester", ich glaube von Brigitte Blobel.

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BeitragVerfasst: 04.06.2020, 07:49 
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Brigitte Blobel hat eh sehr viele Bücher in dieser Schiene geschrieben. Ich habe eins von ihr zu Hause zum Thema MS - Traumschritte heißt es. Das finde ich sehr gut. Ich weiß nur nicht, ob die Bücher von Brigitte Blobel für die heutigen Schüler noch zeitgemäß sind oder das Drumherum nicht mehr passt.

@Inka: Wie ist das, werden Bücher aus den 80er/90ern im Unterricht gelesen?

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BeitragVerfasst: 04.06.2020, 10:43 
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gebildeter Gepard
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Ist "Bitterschokolade" nicht auch von ihr?

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BeitragVerfasst: 04.06.2020, 11:09 
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treue Thomsongazelle
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Erstmal schon vielen Dank für eure ganzen Tipps - die werde ich mir alle mal in Ruhe anschauen! (Ihr dürft natürlich trotzdem sehr gerne weitere Vorschläge posten :) )

Um "Problembücher" im eigentlichen Sinne geht es mir eigentlich gerade nicht, sondern eher darum, dass Diversität in jeglicher Hinsicht einfach als normal portraitiert wird. Also eine queere Liebesgeschichte oder ein Schwarzer Protagonist oder ein Mädchen im Rollstuhl als Hauptperson, ohne, dass das explizit zum Thema oder gar Problem gemacht wird.

@Ela: Bitterschokolade ist von Mirjiam Pressler.

@Schussel: Ina aus China haben wir in Shanghai (natürlich) auch gelesen sowie den Nachfolger Torte mit Stäbchen (erzählt die - allerdings erdachte - Geschichte Inges, der Freundin Inas, die als Jüdin mit ihrer Familie nach Shanghai auswandert)- hat mir persönlich sogar etwas besser gefallen, erstens weil es in Shanghai spielt, aber es hatte auch einen stärkeren Spannungsbogen. Meine (6.) Klasse hat Ina aber auch sehr gerne gelesen - wobei sie auch unheimlich viel Wissensbedarf zum zweiten Weltkrieg hatten (was eigentlich erst viel später behandelt wird) - aber natürlich das ganze Thema Identität/Heimat bietet unheimlich viel Potential

@Rabea: Zu deiner Frage, Was gelesen wird, liegt ein bisschen am Bundesland (manche BL haben feste Vorgaben, manche machen nur Vorschläge) und natürlich ganz viel an der Lehrkraft. Persönlich finde ich, dass Bücher aus den 80er/90ern durchaus passen können - schwierig finde ich es nur, wenn die Sprache so gewollt zeitgemäß ist und die verwendeten Ausdrücke etc. wirken dann einfach schon ein paar Jahre später eher merkwürdig. Ansonsten kann/muss man halt ggf. bestimmte Dinge thematisieren ("warum haben die keine Handys?" :ggg ). Gerade in den von mir angesprochenen Bereichen hat sich allerdings in den letzten Jahren echt einiges getan, was den sprachlichen Umgang, aber auch die Darstellung insgesamt betrifft. Ich habe das letztes Jahr gemerkt, als ich mit meinen Schülerinnen und Schülern "Die Mitte der Welt" von Andreas Steinhöfel gelesen habe (in Shanghai hatten wir zwangsläufig einen sehr engen Kanon von 4 Büchern pro Jahrgang, aus dem wir auswählen mussten, da es fast ein halbes Jahr dauert, die Bücher zu bekommen) - als Jugendlich habe ich das Buch geliebt und mag auch nach wie vor Andreas Steinhöfel sehr gerne: Aus heutiger Sicht fand ich es aber durchaus nicht ganz einfach, denn zum einen kommt das N***-Word vor (der Protagonist hat eine schwarze Puppe, die als N***püppchen bezeichnet wird), was aus meiner Sicht einfach gar nicht geht (ich habe es dann mit der Klasse thematisiert), zum anderen ist der Protagonist ja schwul (und auch sonst werden unterschiedliche queere Lebensmodelle abgebildet, was ich gut finde), allerdings führen seine Mutter und deren gute Freundin mit ihm wirklich merkwürdige "Tests" als Kind durch, ob er wirklich schwul ist (legen ihm einen Fußball vor und schauen, wie er reagiert), was natürlich Stereotype reproduziert. Auch das haben wir thematisiert und, wie gesagt, ansonsten finde ich das Buch auch einfach sprachlich schön, aber mit mehr Auswahl hätte ich es wahrscheinlich nicht unbedingt mehr ausgewählt.

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Inka


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BeitragVerfasst: 04.06.2020, 11:50 
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gebildeter Gepard
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Aaaah genau, Mirjam Pressler.

Du meinst also so in die Richtung wie Anja in Hanni und Nanni. Es spielt keine Rolle, dass sie im Rollstuhl sitzt?

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BeitragVerfasst: 04.06.2020, 16:55 
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geniale Giraffe
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Ich lese gerade: Weiß noch nicht so recht
Hm. Bei Anja ist das aber doch zumindest in einem Band schon großes Thema.

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"Es gibt so viele Bücher, dass es keinen Sinn hat, welche zu lesen, die einen langweilen."

(Gabriel García Márquez)


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BeitragVerfasst: 04.06.2020, 17:21 
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gebildeter Gepard
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Huch, dann muss ich glatt mal wieder Hanni und Nanni lesen, das hab ich komplett verdrängt.

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Schian's Tagl! Ela

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BeitragVerfasst: 05.06.2020, 11:32 
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sonnige Serengeti
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Als Mutter, deren Kinder sich durch Schullektüren alter toter weißer Männer quälen müssen, würde ich auch gerne eine Anregung geben :chen

Mir spukt die ganze Zeit schon das Buch "Dieses bescheuerte Herz" im Kopf herum.

Daniel ist erst 15. Er weiß, dass er bald sterben wird -
und er hat noch so viele Wünsche:

Mal ohne Aufpasser zu sein
In einem tollen 5-Sterne-Hotel übernachten und beim Zimmerservice so viel Schnitzel mit Pommes und Cola bestellen, wie man möchte
Ein fremdes Mädchen küssen
Einen Liebesbrief schreiben und abschicken
Mit einem coolen Sportwagen durch die Gegend fahren
Mama endlich wieder von Herzen glücklich sehen

Und über alles ein Buch schreiben.

Dann trifft Daniel auf einen, mit dem er sich seine Herzenswünsche erfüllt, und gemeinsam erleben sie, was wirklich zählt im Leben.


Das Buch selbst habe ich noch nicht gelesen, aber den Film gesehen - mit Elyas M`Barek, der ging total unter die Haut.

Ich könnte mir vorstellen, dass den Jugendlichen dieses Buch (mit der Aussicht, sich den Film gemeinsam anzuschauen, um dann vielleicht auch die Unterschiede herauszuarbeiten) eher interessiert, als die anderen alten Schinken, die sonst in der Schule angeboten werden.

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Bild LG Iris

Life ist better at the beach :) :sonne


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BeitragVerfasst: 08.06.2020, 11:44 
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gesprächiges Gnu
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Wohnort: Hamburg
Zum Thema Behinderung:

Brigitte Werner & Birte Müller:
Denni, Klara und das Haus Nr. 5

In Klaras Haus ziehen neue Mieter ein. Denni, Dennis Papa und Rübe. Klara weiß erst nicht, ob sie Denni mag - denn er ist anders, spricht komisch und hat besondere Augen. Doch dann stellt sie fest, dass sie viel Spaß zusammen haben. Thema ist Down Syndrom.

_________________
Viele Grüsse

Wibke :lesen


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BeitragVerfasst: 21.06.2020, 17:27 
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lesender Löwe
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Beiträge: 1167
Wohnort: Essen
Ich lese gerade: Dorothy Sayers, Diskrete Zeugen
@Inka: Das Buch Wunder von R. Palacio passt auch hierhin. (Thema Behinderung), und es gibt sogar Schulmaterial dazu.

https://www.dtv.de/_files_media/downloa ... 89-145.pdf

_________________
LG Kerstin


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BeitragVerfasst: 21.06.2020, 20:01 
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treue Thomsongazelle
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Wohnort: München
Danke euch allen.

Wunder ist superschön, das kenne ich auch - grundsätzlich ist es bei übersetzen Büchern nur immer ein bisschen schwierig in der Schule, da regen sich manche Englischkollegen dann gerne mal auf, man nehme ihnen die Bücher weg...

Ich habe bis jetzt folgende eurer Empfehlungen gelesen:
* The Hate U Give: Gut zu lesen, sehr aktuelles Thema (ein Schwarzer Jugendlicher wird bei einer Polizeikontrolle völlig unnötig erschossen und das Buch ist aus der Perspektive seiner Sandkastenfreundin Starr, die mit ihm im Auto war, und ihren Prozess, ihre Stimme zu finden, geschrieben) - so was in der Art hätte ich jetzt noch gerne auf Deutschland bezogen (als mit Thema Rassismus und für Jugendliche) :genau
* Anne Freytag: Den Mund voll ungesagter Dinge: Geht um ein Mädchen, dass sich in ein anderes Mädchen verliebt. Fand es gut geschrieben, die Liebesgeschichte schön, aber ein paar kleinere Dinge haben mich gestört (z.B. dass sie mit ihrem Vater ca. 4-6 Wochen vor dem Abi von Hamburg nach München umzieht, das ist einfach quatsch, da würde sie keine Schule nehmen so kurz vor dem Abi bzw. es macht einfach auch keinen Sinn. So was stört mich einfach.... Und in diesen 6 Wochen im Frühling hat sie gefühlt mehr schlechtes Wetter in München als ich in 5 Jahren :ggg )
* Die Empfehlung von Iris habe ich auch da liegen, aber noch nicht gelesen

_________________
LG
Inka


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BeitragVerfasst: 25.06.2020, 10:21 
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gebildeter Gepard
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Ich bin gerade über www.gender-mediathek.de gestolpert. Da wirst du sicher auch fündig.

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:pianist
Liebe Grüße,
Sandra


I believe a Fireside & a Book, the best things in the World for my Age & Disposition
David Hume 1765


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BeitragVerfasst: 30.06.2020, 13:50 
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muntere Moderatorin
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Ich lese gerade: Astrid Ruppert; Leuchtende Tage
@Inka, vielleicht für Dich von Interesse
Thema ist gerade im Börsenblatt-Newsletter:

Zitat:
Die erste wissenschaftliche Studie zur Diversität im britischen Buchmarkt ruft dazu auf, Vorstellungen über das Lesepublikum „radikal neuzudenken“ und People of Colour zu integrieren.





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Liebe Grüße von Christiane
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BeitragVerfasst: 23.09.2020, 07:39 
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muntere Moderatorin
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Beiträge: 2746
Wohnort: Hannover
Ich lese gerade: Astrid Ruppert; Leuchtende Tage
Vielleicht ist ein Buch von Elisabeth Etz geeignet?
Zitat:
Besonders spannend finde ich alle Themen, die mit dem Zusammenleben unterschiedlicher Jugendlicher zu tun haben. Zudem beschäftigt mich auch Diversität im Schulalltag in meinen Büchern.


Ich glaube, ihren Erstling "Vorurteile, oder was?" hat meine Mutter in Regal stehen, ich hab ihn nicht gelesen.
Unsere Großväter haben vor dem 2. WK in Hannover Freundschaft geschlossen und haben beide Ehefrauen in Mühlheim/ Ruhr gefunden. Er war eine lebenslange Freundschaft und meine Mutter hat den Kontakt weitergepflegt mit Elisabeths Vater.

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BeitragVerfasst: 23.09.2020, 14:47 
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Hallo Inka,

mir fällt noch zum Thema Autorin Anne C. Voorhoeve ein.

Die schreibt über zeitgeschichtliche Themen:

1.) Lilly unter den Linden - ein elternloses Mädchen möchte 1988 zur Tante in die DDR ziehen

2.) Liverpool Street - Kindertransport 1939 aus Deutschland nach England

3.) Nanking Road - jüdische Familie, die 1938 in Shanghai landet

4.) Einundzwanzigster Juli - Attentat auf Hitler im Juli '44 und die anschließende Sippenhaft der Familie Stauffenberg und weiterer Familien, aus Sicht einer Vierzehnjährigen geschildert

5.) Unterland - Hamburg 1945/ 1946 - Alice wird mit ihrer Mutter, Großmutter und Bruder nach Hamburg evakuiert und möchte doch so gerne nach Helgoland zurück

6.) Kascha Nord-Nordost (Kascha und der große Schnee) - eine Sinti Familie in einem Dorf in Norddeutschland / Schneekatastrophe 1978

7.) Gefährten für immer - Die vierzehnjährige Lotte flieht gemeinsam mit Gräfin Doberschütz auf zwei Trakehnern aus Ostpreußen vor der heranrückenden Front in den Westen (angelehnt an die Geschichte von Gräfin Dönhoff)

8.) Wir 7 vom Reuterkiez - Die Idee mit der Kinderwohnung ist absolut super, finden Pia und Jonas! Sollen ihre zerstrittenen Eltern sich doch jeder eine neue Wohnung suchen, wenn sie sich schon trennen müssen – die Geschwister bleiben jedenfalls, wo sie sind. Ab jetzt wohnt eine Woche ihre Mutter Juliane bei ihnen, in der nächsten Woche Vater Linus – immer abwechselnd. Eine Zeitlang geht das tatsächlich auch richtig gut, aber seitdem Juliane einen neuen Freund und Linus sogar eine neue Familie hat, klappt so gar nichts mehr! Es hakt an allen Ecken und Enden in der Kinderwohnung. Dabei hat Pia doch echt Wichtigeres zu tun, denn zusammen mit ihren Freunden bietet sie ahnungslosen Touristen Stadtführungen an. Und ›Berlin für starke Nerven‹ ist gerade ein richtig großer Renner!
Als plötzlich eine neue Vermieterin samt Rechtsanwalt im Reuterkiez 7 auftaucht und die Geschwister zu allem Übel auch noch Fred, den Neuen ihrer Mutter, kennen lernen sollen, gibt es richtig Ärger. Das kann kein gutes Ende nehmen, fürchten Pia und Jonas. Oder etwa doch?



Bis auf das letzte Buch habe ich alle gelesen und finde sie sehr gut und spannend. Eher für etwas ältere Klassen geeignet. Ich könnte Dir nicht mal sagen, welches ich jetzt am besten finde - jedes steht für sich und packt einen durch das jeweilige Thema. Sehr spannend fand ich Unterland, in dem es ja nicht nur um Hamburg, sondern auch um die Besetzung Helgolands (und die drohende Sprengung) geht - und auch der Roman Kascha hatte mich sehr gefesselt, da ich als Kind ja auch die Schneekastastrophe in Husum erlebt habe.

Und Rasmus, der ja jahrgangsübergreifend (5., 6. und 7. Klasse in einer Lerngruppe) unterrichtet wird, hat folgendes gelesen:

4. Klasse: Die rote Zora (Kurt Held)
5. Klasse: Löcher (Louis Sachar)
6. Klasse: Der gelbe Vogel (Myron Levoy) - (da haben allerdings einige Fünft- und Sechstklässler ein Buch von Cornelia Funke gelesen)
7. Klasse: Emil und die Detektive (Erich Kästner) -
und alle Siebtklässler parallel dazu: Friedrich der große Detektiv von Philipp Kerr (Friedrich wohnt in derselben Straße wie Erich Kästner, und »Emil und die Detektive« ist sein Lieblingsbuch. Seine signierte Ausgabe hütet er wie einen Schatz. Er träumt davon, selbst einmal ein großer Detektiv zu werden, deshalb hilft er gemeinsam mit seinen Freunden Albert und Viktoria der Berliner Polizei, im Tiergarten verlorene Gegenstände aufzuspüren. Friedrichs älterer Bruder hingegen schließt sich den Nazis an. Als dieser sich an der Bücherverbrennung 1933 beteiligt, muss Friedrich mit ansehen, wie auch die Bücher seines Freundes Erich Kästner verbrannt werden. Bald darauf setzt die Polizei die Kinder darauf an, den Autor auszuspionieren. Friedrich gerät in große Gewissenskonflikte und versucht, seinen Freund zu warnen. Als dann auch noch ein Mord geschieht, nimmt Friedrichs Kindheit ein jähes Ende.

Rasmus liest ja viel und gerne - und er fand keines der Bücher doof, sondern alle spannend. Emil kannte er natürlich schon, aber die Idee mit dem Buch dazu für die Siebtklässler war prima.
Bei uns geht es in der Reihenfolge - Klassiker (deutschsprachiger Autor), zeitgenössisch und Nationalsozialismus (Unterthema Freundschaft - für die, die Cornelia Funke gelesen haben)

_________________
Viele Grüsse

Wibke :lesen


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