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 Betreff des Beitrags: Peter Prange
BeitragVerfasst: 17.02.2007, 16:43 
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Peter Prange - Das Bernsteinamulett

Vor einiger Zeit habe ich den 2-Teiler im Fernsehen gesehen. Zum Glück habe ich erst nach diesem Film das Buch gelesen. Da - wie üblich - die Verfilmung vom Buch abweicht.

Barbara Reichenbach und ihre Familie haben ein Schicksal, wie es nirgends sonst auf der Welt zu finden ist - außer in Deutschland.
Die Geschichte beginnt im Oktober 1944 und endet im Oktober 1990 und sie spiegelt den Weg des geteilten Landes wider. Barbaras Familie wird nach dem Krieg auseinandergerissen und kann erst ein halbes Jahrhundert später wieder richtig zusammenfinden. Für Barbara geht es um die Entscheidung zwischen Vernunft und Verlangen: zwischen ihrem Ehemann Alex, einem ehemaligen Leutnant, der im Ruhrgebiet ein erfolgreicher Manager wird, und Mischa, dem geheimnisvollen Offizier, der in die Machtzentren der Sowjetunion aufsteigt.


Ich finde das Buch flüssig und spannend zu lesen. Barbara und ihre Familie sind der Willkür des DDR-Regimes ausgesetzt. Ich denke, gerade für uns aus dem Westen, zeigt dieses Buch, was es bedeutet hat in der DDR zu leben und sich mit dem Regime auseinanderzusetzen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Peter Prange
BeitragVerfasst: 03.06.2018, 21:29 
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Unsere wunderbaren Jahre: Ein deutsches Märchen

Wie wir wurden, was wir sind: Der große Roman der D-Mark und der Bundesrepublik - eine bewegende Familiengeschichte von Bestseller-Autor Peter Prange, in der sich die gesamte Nachkriegszeit bis zur Gegenwart lebendig wird.

Es ist der 20. Juni 1948. Das neue Geld ist da – die D-Mark. 40 DM „Kopfgeld“ gibt es für jeden. Für die drei so verschiedenen Schwestern Ruth, Ulla und Gundel, Töchter des geachteten Fabrikanten Wolf in Altena. Für Tommy, den charmanten Improvisateur, für den ehrgeizigen Jung-Kaufmann Benno, für Bernd, dem Sicherheit das Wichtigste ist. Was werden die sechs Freunde mit ihrem Geld beginnen? Welche Träume und Hoffnungen wollen sie damit verwirklichen? Schicksalhaft sind sie alle verbunden - vom Wirtschaftswunder über die Geschäfte zwischen den beiden deutschen Staaten bis zum Begrüßungsgeld nach dem Mauerfall. Sechs Freunde und ihre Familien machen ihren Weg, erleben über drei Generationen die Bundesrepublik der D-Mark – und den Beginn der neuen, europäischen Währung. Authentisch, spannend und detailreich ist der Roman ›Unsere wunderbaren Jahre‹ von Bestseller-Autor Peter Prange ein Spiegel unserer Biographien.

Als die D-Mark unsere Währung war: noch nie wurde so von Deutschland erzählt. Es ist der Roman der Bundesrepublik. Es ist unsere Geschichte.


„Träume geben dem Leben Richtung und Sinn.“ (S. 733)

Von Sehnsucht, von Wünschen, Hoffnungen und Träumen erzählt das Buch. Von den Träumen der Menschen als sie zum ersten Mal die D-Mark in Händen halten. Wem wird es gelingen seine Träume zu verwirklichen und wem wird das Leben einen Strich durch die Rechnung machen.

Dieser Roman ist eine Familiengeschichte, eine Geschichte über die Freundschaft, die Geschichte einer Stadt, die Geschichte unserer Gesellschaft und unseres Landes. Als Leser tauchen wir ein in die junge Bundesrepublik und die DDR, lernen die wirtschaftlichen Verwicklungen zwischen den beiden deutschen Staaten kennen. Dabei wird auch immer wieder klar, wir schwer das Erbe des 2. Weltkrieges und des Nationalsozialismus für die damaligen Generationen war. Es wird geliebt und geheiratet, es wird gehasst und es wird gestorben, es werden Intrigen gesponnen und es wird um Gerechtigkeit gekämpft, der Roman bietet die gesamte Vielfalt des Lebens. Er zeigt das wahre Leben, er erzählt vom wirtschaftlichen Aufstieg aber auch von Bankrott.


Ich habe im April auch endlich das Buch gelesen und fand es goßartig erzählt. Schon lang lag der Roman bei mir, die Seitenanzahl (976) liess mich den Lesebeginn immer wieder aufschieben. Es ist gut, dass Peter Prange uns 55 Jahre intensiv im Leben der Protagonisten miterleben lässt. Die Geschichte wird chronologisch aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Was bei dem Umfang des Buches sehr angenehm ist, ist der Aufbau des Buch, drei Teile, welche wiederum in verschiedene Bücher unterteilt sind. Auch die Kapitel sind sehr kurz gehalten, was michl verleitete aufgrund der kurzen nummerierten Abschnitte noch schnell einen weiteren oder noch mehr zu lesen, obwohl ich eigentlich das Lesen unterbrechen wollte. Wie gut, dass das Buch so ausführlich ist, schon während des Lesens störte mich der Seitenumfang nicht mehr, nein, er beruhigte, weil man noch so viel der Geschichte nicht kannte und viele Seiten lange Zeit man noch vor sich hatte. Ich kann mir auch gut vorstellen, dieses Buch erneut eines Tages zu lesen und habe dies nun auch schon einige Male anderen weiterempfohlen. Ich hab den Roman sehr gern gelesen und denke gern an die Lesezeit zurück. Für mich war es das richtige Buch zu einer guten Zeit.

Ich hatte zuvor vom Autoren noch kein Solobuch gelesen, erinnerte mich auch nur noch vage an die Verfilmung vom "Bernsteinamulett". Da die Vorbereitung der Verfilmung des "Bernsteinamulettes" aber geschickt in "Unsere wunderbaren Jahre" erwähnt wird, wurde ich auch neugierig den Roman zu lesen. Ich hatte ihn mal, muss ihn weitergegeben haben. Allerdings kam der Zweiteiler vor drei Wochen im Fernsehen und so habe ich dadurch die Handlung mitbekommen.

Eine Verfilmung von "Unsere wunderbaren Jahre" wird es hoffentlich nicht geben, denn gerecht würde den 950 Seiten nur eine Serie mit 10 Teilen? Mir reichen meine eigenen Bilder, die ich recht intensiv habe, durch so viele gemeinsame Leseerlebnisstunden.

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"Wenn Du ein Buch auf eine Reise mitnimmst, dann geschieht etwas Seltsames. Das Buch wird anfangen, Deine Erinnerungen zu sammeln. Du wirst es später nur aufschlagen müssen und schon wirst Du wieder dort sein, wo Du zuerst darin gelesen hast. Schon mit den ersten Worten wird alles zurückkommen - die Bilder, die Gerüche, das Eis, das Du beim Lesen gegessen hast." Mortimer Folchart


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 Betreff des Beitrags: Re: Peter Prange
BeitragVerfasst: 24.02.2019, 20:34 
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Eine Familie in Deutschland

Teil 1: Zeit zu hoffen, Zeit zu leben

Die große Familiengeschichte in Zeiten der Entscheidung - berührend, lebensnah, historisch genau.
Seit Generationen leben die Isings im Wolfsburger Land, fernab der Welt und doch mitten in Deutschland. Alles verändert sich für die Familie, als auf Hitlers Befehl eine gigantische Automobilfabrik entstehen soll, um den „Volkswagen“ zu bauen. Kinderärztin Charly und Filmproduzentin Edda, Autoingenieur Georg und Parteisoldaten Horst – sie alle müssen sich entscheiden: Mache ich mit? Beuge ich mich? Oder widersetze ich mich? Mut, Verzweiflung, Verrat und Liebe im Zeichen des Nazi-Regimes: bewegend schildert Bestseller-Autor Peter Prange die deutsche Jahrhundert-Tragödie und den Weg einer Familie, deren Mitglieder so unterschiedlich sind, wie Menschen nur sein können.
Der Auftakt des großen Zweiteilers „Eine Familie in Deutschland“: „Zeit zu hoffen, Zeit zu leben“.
Wenn Prange deutsche Geschichte erzählt, wird sie für uns gegenwärtig. Klug und wahrhaftig beschreibt er Menschen, die sich in schweren Zeiten bewähren müssen und die doch einfach so sind wie wir.


Die Protagonisten:


Georg Ising, 28
in Frauenheld, der zur Enttäuschung seines Vaters statt Zuckerrübensaft Benzin im Blut hat. Freund und rechte Hand des Autokonstrukteurs Josef Ganz, der vom Bau eines 'Volkswagens' träumt und deshalb, obwohl Jude, den 'Auto-Kanzler' Hitler als Geschenk des Himmels preist. Als Ferdinand Porsche ins Spiel tritt, muss Georg sich entscheiden: Was zählt mehr – seine Freundschaft oder seine Autoleidenschaft?

Edda Ising, 27
Ihr Studium ist ein Chaos, und ihren Verlobten kann sie nicht lieben, wie dieser es verdient. Doch dann begegnet sie der berühmten Leni Riefenstahl. An der Seite der Filmregisseurin scheint sie endlich zu ihrer wahren Bestimmung zu gelangen.

Horst Ising, 26
Weniger begabt als seine Geschwister, hofft er, als Parteisoldat die Anerkennung zu finden, die ihm in der Familie versagt bleibt. Doch auf dem Weg nach oben ist die Familie sein größtes Hindernis, vor allem sein Schwager – der 'Jude Jungblut'.

Charlotte ‘Charly‘ Ising, 24
Für ihre große Liebe Benny würde sie alles opfern, auch ihre Karriere als Medizinerin. Wäre da nicht ihr kleiner Bruder Willy, Nachzügler und Nesthäkchen der Familie, ein Sorgenkind, das nur sie als Ärztin schützen kann.


Und es wird eine Fortsetzung geben:

Teil 2: Am Ende der Hoffnung (25.09.2019)

Die Fortsetzung der großen deutschen Familiengeschichte "Eine Familie in Deutschland" von Bestseller-Autor Peter Prange - historisch genau, wahrhaftig, bewegend.
Groß war die Hoffnung im Wolfsburger Land, als auf Hitlers Befehl das Volkswagenwerk aus dem Boden gestampft wurde. War dies der Anfang einer neuen Zeit? Aufbruch in eine wunderbare Zukunft? Während die Welt der Familie Ising sich von Grund auf verwandelt, geht die Saat der falschen Verheißungen auf. Der Krieg bricht aus, und nun muss ein jeder sich zu erkennen geben, im Guten wie im Bösen ...
Während Horst in der Partei Karriere macht, begleitet Edda mit dem Sonderfilmtrupp Riefenstahl den Polen-Feldzug der Wehrmacht. Georg bricht mit seinem VW zu einer Testfahrt auf, die ihn kreuz und quer durch das umkämpfte Europa bis nach Afghanistan führt. Zu Hause bangen die Eltern um ihr Sorgenkind, den kleinen Willy. Und Charly wartet auf Nachricht von Benny, der Liebe ihres Lebens. Doch er scheint in den Wirren von Krieg und Zerstörung verschollen.
Was wird für sie alle in den Zeiten der Bewährung am Ende übrig bleiben - von ihren Träumen, von ihrer Hoffnung?
Peter Prange bringt uns mit "Am Ende die Hoffnung", der Fortsetzung seines Bestsellers “Eine Familie in Deutschland. Zeit zu hoffen, Zeit zu leben”, unsere Geschichte nah - in den Zeiten des Zweiten Weltkriegs 1939-1945.


Ich habe den ersten Teil gerade erst angefangen. Aber es liest sich sehr gut und ich schätze mal, dass es eines der Bücher sein wird, die ich nur schwer aus der hand legen kann.

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 Betreff des Beitrags: Re: Peter Prange
BeitragVerfasst: 25.02.2019, 14:53 
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Diese beiden Bände stehen natürlich auch noch auf meiner zu-Lesen-Liste.

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 Betreff des Beitrags: Re: Peter Prange
BeitragVerfasst: 30.04.2019, 08:53 
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Deutschland in der Nachkriegszeit


Die ARD arbeitet unter dem Titel "Unsere wunderbaren Jahre" an einem neuen Dreiteiler, nun haben die Dreharbeiten begonnen. Inhaltlich geht es um eine Familie, die in Nachkriegsdeutschland nach einer Perspektive sucht.

von Timo Niemeier
28.04.2019 - 11:49 Uhr

WDR und ARD Degeto machen den Roman "Unsere wunderbaren Jahren" von Peter Prange zu einem Mehrteiler, jetzt haben in Tschechien und Nordrhein-Westfalen die Dreharbeiten für die drei Filme begonnen. Erzählt wird die Geschichte einer Familie, die im Nachkriegsdeutschland und in Zeiten des Wirtschaftswunders im beschaulichen Altena im Sauerland nach sich und ihrer möglichen Perspektive in Deutschland sucht.

Ausgangspunkt der Geschichte ist die Währungsreform 1948. Katja Riemann, Anna Maria Mühe, Elisa Schlott, Vanessa Loibl, Ludwig Trepte, David Schütter, Franz Hartwig, Hans-Jochen Wagner und Thomas Sarbacher spielen die Hauptrollen. Peter Prange sagt zur Verfilmung seines Romans: "Endlich geht's los! Am Set sind mir die Augen übergelaufen. Das ist wie Spazierengehen in den eigenen Träumen." Produziert wird der Dreiteiler von UFA Fiction. Regie führt Elmar Fischer nach dem Drehbuch von Robert Krause und Florian Puchert.

Gedreht wird noch bis Ende Juli dieses Jahres. Einen Ausstrahlungstermin gibt es dementsprechend noch nicht, irgendwann 2020 soll der Dreiteiler aber im Ersten zu sehen sein.



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 Betreff des Beitrags: Re: Peter Prange
BeitragVerfasst: 08.06.2019, 11:35 
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Ich teile deine Begeisterung zu "Unsere wunderbaren Jahre" leider nicht, Christiane.
Bis etwas über die Hälfte fand ich es richtig gut. Danach wurde es nur noch peinlich und langatmig. Meiner Meinung nach hätte mit der Währungsunion Schluss sein müssen.
Die Art und Weise, wie der Autor sich selbst mit seinem Realnamen ständig in die Handlung eingebaut hat, fand ich nicht besonders gelungen. Im Vorwort hat er noch behauptet, dass alle Personen, einschließlich des in einer winzigen Nebenrolle auftauchenden Peter Prange, fiktional seien. So wie die Figur Peter Prange im Buch dann aber als Auto erscheint, der an einem großen Deutschland-Roman namens "Unsere wunderbaren Jahre" schreibt, ist das dann einfach nur lachhaft. Selbst den Namen seiner Ehefrau hat er übernommen, zumindest geht das so aus den Danksagungen am Ende des Buches hervor. Reichlich selbstverliebt erscheint er mir da.

Auch auf die Darstellung der erwachsenen Angelika hätte ich lieber verzichtet. In jedem zweiten Satz erinnert die Figur an unsere Bundeskanzlerin. Völlig überflüssig die ostdeutsche Physikerin Angelika (ihr erster Ehemann nennt sie übrigens Angie) eine politische Karriere, mit der Hoffnung, dass sie mal die erste Bundeskanzlerin des wiedervereinigten Deutschlands wird, machen zu lassen. Und sie zum guten Schluss auch noch ausgerechnet am 11. September 2001 nach New York fliegen zu lassen, brachte für mich dann das Fass zum überlaufen. Wozu man das für die Handlung brauchte, hat sich mir nicht erschlossen.

Ebenso wäre es sinnvoll gewesen, das Leben des Bösewichts Walter Böcker mal irgendwann zu beenden. Wie alt ist der am Ende des Buches, um die 100? Muss ja wohl, wenn er während des Krieges schon Karriere gemacht hat. Diese Figur, die anfangs als der Bösewicht der Stadt noch Pfeffer in die Geschichte gebracht hat, war später dann nur noch albern und peinlich.

Schlecht lektoriert ist das Buch am Ende auch noch. Im letzten Drittel haben wohl alle übersehen, dass die jüdische Familie, die ursprünglich das Textilgeschäft betrieben hat und zu deren Ehren es ein Museum gab, Rosen hieß und nicht Kohn.

Ich habe viel von diesem Buch erwartet, war aber am Ende enttäuscht. Abgebrochen habe ich es nur deshalb nicht, weil ich schon zu weit gelesen hatte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Peter Prange
BeitragVerfasst: 08.06.2019, 22:50 
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Die Parallele Physikerin Angelika/ Kanzlerin/ Angie habe ich natürlich auch festgestellt und dass Peter Prange selbstverliebt ist, wusste ich vorher schon und mich hat es auch bei diesem Buch erneut gestört. Bei dem vor Jahren unter Psaeudonym veröff. Buch war das nämlich ganz peinlich und der Autor war danach quasi "Rote Liste" für mich. Da wurde ich richtig aggressiv beim Lesen.

Hier gab es nun eine zweite Chance für Peter Prange und so hat mir trotzdem die über Jahrzehnte erzählte Familiengeschichte gut gefallen. Seine Selbstverliebtheit ist mir gelungen auszublenden. Es ist aber schade (peinlich), dass er dies einsetzt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Peter Prange
BeitragVerfasst: 10.06.2019, 16:49 
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geniale Giraffe
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Christiane hat geschrieben:
dass Peter Prange selbstverliebt ist, wusste ich vorher schon und mich hat es auch bei diesem Buch erneut gestört. Bei dem vor Jahren unter Psaeudonym veröff. Buch war das nämlich ganz peinlich und der Autor war danach quasi "Rote Liste" für mich.

Welches war das denn?

Ich habe nämlich auch grade Unsere wunderbaren Jahre gelesen, und am Schluss hat mich das schon gestört, wie er da quasi auf der Hochzeitsfeier diesen Roman geplant hat... hätte ich tatsächlich gut drauf verzichten können.

Nichtsdestotrotz werde ich jetzt mal Das Bernsteinzimmer lesen (nachdem ich es in der Bücherei auf der Wunschliste hatte, haben sie es tatsächlich angeschafft, obwohl es schon so alt ist), und Eine Familie in Deutschland ist vorbestellt. Das Bernsteinzimmer wird ja in Unsere wunderbaren Jahre am Ende ständig erwähnt.

Ansonsten hat Prange ja offenbar eher Romane geschrieben, die sehr, sehr historisch sind, das interessiert mich weniger.

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 Betreff des Beitrags: Re: Peter Prange
BeitragVerfasst: 11.06.2019, 11:26 
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Nadja hat geschrieben:
Ansonsten hat Prange ja offenbar eher Romane geschrieben, die sehr, sehr historisch sind, das interessiert mich weniger.

Das geht mir bei meinem Lesegeschmack auch so. Auf dem SUB habe ich noch: Die Rebellin/ Miss Emily Paxton , was ich irgendwann lesen will. "Himmelsdiebe" ist auch mehr meine Lesezeit. "Die Philosophin" habe ich mal geschenkt bekommen, aber ob ich diese mal lese? Spielt 1747 - andererseits Gründungsjahr meines Arbeitgebers...


Nadja hat geschrieben:
Welches war das denn?

Auch wenn der Roman schon vor Jahren erschienen ist, das Pseudonym ist noch immer geschlossen. Daher werde ich es nicht nachlesbar verraten. Ich hab das Buch damals in einer Leserunde zerpflückt und urplötzlich war mir klar, wer es geschrieben hat und weil doch recht autobiographisch erzählt, war man gelinde gesagt sehr empfindlich bei Kritik. Die bezog man doch sehr auf sich und sein Handeln. Es brodelte!

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 Betreff des Beitrags: Re: Peter Prange
BeitragVerfasst: 12.03.2020, 09:11 
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eifrigster Elefant
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kommt als Mehrteiler in der ARD. Beginn 18.03.

Da werde ich bestimmt mal reinschauen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Peter Prange
BeitragVerfasst: 12.03.2020, 09:38 
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Ich lese gerade: Gabriella Engelmann "Zauberblütenzeit"
Ich habe gestern den ersten Teil in der Mediathek gesehen.
Mir hat es gut gefallen, allerdings ist es doch ziemlich weit weg vom Buch. In dem Fall würde ich aber sagen gut so, denn das Buch war mir am Ende dann doch zu langatmig.

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