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BeitragVerfasst: 20.09.2008, 22:04 
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zitierender Zwergbilch
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Registriert: 07.07.2008, 20:11
Beiträge: 10
Wohnort: Köln
Heute möchte ich euch mal 2 Krimis von Susannge Goga vorstellen, die im Berlin der 20er Jahre spielen. Zum einen liebe ich Berlin, auch wenn ich immer nur kurz da war und zum anderen finde ich es spannend, mal einen Krimi in dieser Zeit anzusiedeln. Bislang sind 2 Bände erschienen, es hängt vermutlich vom Verkauf ab, ob noch ein 3. erscheint. Zumindest habe ich das in einem Forum gelesen, in dem die Autorin auch selbst mitgeschrieben hat.

Der erste Band heißt Leo Berlin

Inhaltsangabe (von amazon)
Berlin 1922. Die Inflation läuft sich warm. Deutschland ist politisch zerrissen, die Menschen finden nach dem verlorenen Krieg keine Ruhe. Kriminalkommissar Leo Wechsler, verwitweter Vater von zwei Kindern, bekommt es mit einem mysteriösen Mord zu tun: Ein Wunderheiler, der Patienten und vor allem Patientinnen aus den besten Kreisen behandelte, wurde mit einer Buddhafigur aus Jade erschlagen. Es gibt keine Zeugen, keine Spuren. Doch der Heiler war kein unbeschriebenes Blatt: Er hat, wie sich herausstellt, viele seiner Patienten mit Kokain versorgt. Wenig später wird im Scheunenviertel eine Prostituierte ermordet. Leo vermutet eine Verbindung zum Tod des Heilers.

Seine Ermittlungen führen ihn in elegante Villen, ärmliche Hinterhöfe, Kokainhöhlen und Rotlichtbezirke, doch erneut drohen alle Spuren im Sande zu verlaufen. Dazu kommt noch, daß Leos Kollege von Malchow, der aggressiv seine adlige Herkunft und seine rechtsnationalen Ansichten zur Schau trägt, ihm Steine in den Weg legt, wo er nur kann. Aber Leos Hartnäckigkeit ist berüchtigt …


der 2. Band heißt Tod in Blau
Im Berlin des Jahres 1922 hat die Inflation die Republik fest im Griff und die Bevlkerung versucht ihen Hunger nach Brot und besseren Zeiten zu stillen. Armut breitet sich aus, in den unterprivilegierten Bezirken sind immer mehr hohlwangige und hoffnungslose Menschen zu sehen, während die Oberschicht den Verfall ihres Reichtums mit extravaganten Abendveranstaltungen zu kompensieren versucht. Die allgemeine Unzufriedenheit ist der ideale Nährboden für deutschnationale Gesinnungen, deren Befürworter sich in eigenen Gesellschaften und Vereinen zu organisieren beginnen. Im Polizeikommissariat geht alles seinen gewohnten Gang, Kommissar Leo Wechsler hat den Tod eines Mannes aufzuklären, den man aus dem Landwehrkanal gezogen hat und den mysteriösen Tod eines umstrittenen Malers, dessen provokante Bilder vor allem in politisch konservativen Kreisen auf heftige Ablhenung stoßen. Doch reicht dies als Motiv für einen Mord oder ist der Täter ganz woanders zu suchen? Kommissar Wechsler beginnt zu ermitteln und muss zwischen Glamour und Luxus auf der einen Seite und Hunger und bitterer Armut auf der anderen Seite die richtigen Spuren finden und zu deuten wissen.


Der Zeitgeist ist sehr gut gezeichnet, grade im 2. Band schon mit den Einflüssen der Nationalsozialisten, man ahnt (und weiß) natürlich, wie das weitergehen wird.... Es ist ein eher unblutiger Krimi, trotzdem spannend und das Milieu und eben Berlin hat mich doch sehr gefesselt.

Liebe Grüße

Moni

_________________
Bücher sind fliegende Teppiche ins Reich der Phantasie.
(James Daniel)


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BeitragVerfasst: 04.10.2008, 10:59 
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eifrigster Elefant
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Registriert: 19.02.2007, 22:15
Beiträge: 1574
Ich lese gerade: nur Schrott, der ungefähr 1 Gehirnzelle erfordert
Habe jetzt beide gelesen, und kann sie auch nur wärmstens empfehlen!

Ich war erst ein bisschen skeptisch, weil ich irgendwie mehr Beschreibungen "von oben herab" der gesellschftlichen und sozialen Misstände erwartet hatte, aber das kommt so theoretisch gar nicht vor. Wenn es mit dabei ist, ist es so an das Erleben einer handelnden Person und den Plot gebunden, dass es nicht nervt.

Manchmal war ich am überlegen, ob es etwas zu der damaligen Zeit schon gegebn haben kann, aber da die Krimis super recherchiert sind, habe ich mich damit auch nicht weiter aufgehalten.
Auch immer ein Knackpunkt für mich bei Berlin-Romanen ist die Sprache, aber hier: Hut ab! Gut transkribiertes Berlinerisch, und falsche Vokabeln waren m.E. auch nicht dabei.

Alles in allem würde ich als Kurzbeschreibung sagen:
ein bisschen wie ein später Else-Ury-Roman mit Mord!

Ich hoffe auf weitere Fortsetzungen!

_________________
LG ~ Schussel X Griffindor by birth, Slytherin at heart!
~ Das Paradies habe ich mir immer als eine Art Bibliothek vorgestellt. - J.L.Borges ~


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