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 Betreff des Beitrags: Beate Sauer
BeitragVerfasst: 24.01.2018, 12:45 
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sonnige Serengeti
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Friederike Matthée Reihe

Echo der Toten


Friederike Matthée steht bei der Weiblichen Polizei in Köln kurz vor dem Rauswurf, weil ihre Vorgesetzte sie für zu zart besaitet hält. Allerdings kann Friederike gut mit Kindern und Jugendlichen umgehen. Das und ihre sehr guten Englischkenntnisse machen sie wertvoll für Richard Davies von der britischen Royal Military Police, der einen Mord in der Eifel aufklären soll.

Doch im Winter 1947 sind die Deutschen mehr mit überleben und dem Vergessen der Vergangenheit beschäftigt als mit dem Tod eines Schwarzmarkthändlers. Nur ein Zeuge kann helfen: ein kleiner Junge hat den Mord beobachtet, weigert sich aber, darüber zu sprechen. Wie Friederike ist er aus Ostpreußen geflohen. Sie bekommt Zugang zu ihm. Denn in Friederike sind die schrecklichen Erlebnisse von Krieg und Flucht noch sehr lebendig. Und auch Richard wird durch die Zusammenarbeit mit deutschen Polizeistellen an die eigenen seelischen Wunden erinnert.



Dieses Buch habe ich bei Vorablesen entdeckt und gewonnen.

Es war weniger der Titel, sondern eher das Cover, welches mich dazu bewegt hat, mich mit diesem Buch, welches im Kriegswinter 1946/1947 angesiedelt ist, zu beschäftigen. Da ich im vergangenen Jahr mehrere Bücher zu diesem Thema gelesen habe, war auch dieses Buch sehr interessant für mich - ich habe es innerhalb kürzester Zeit durchgelesen. Es ist kurzweilig und sehr spannend geschrieben. Der Buchtitel hört sich unheimlich an, ist aber hinsichtlich des Inhaltes des Buches ist der Titel tatsächlich passend.

In dem Buch geht es um den Mord an einem Schwarzmarkthändler, die Tat wird von einem Jungen beobachtet, der daraufhin ins Schweigen verfällt. Friederike Matthée von der von der Weiblichen Polizei, die wie der Junge aus Ostpreußen stammt, soll ihn zu Reden bringen und unterstützt anschließend den Beamten der Royal Military Police bei den Ermittlungen.

Der Krieg ist zwar zu Ende, aber die Folgen der Herrschaft der Nazis und die Spuren des Krieges sind noch hautnah zu spüren. Das Gedankengut der Nazis befindet sich noch in vielen Köpfen, Schuld, Rache, Verzweiflung, aber auch Hass auf das Geschehene und der Wunsch nach Gerechtigkeit sind große Themen dieses Buches. Zwar ist der Krimi schon die Rahmenhandlung des Buches, aber es beschäftigt sich auch ganz viel mit den Hintergründen der einzelnen Personen.

Ich musste beim Lesen sehr oft an meine Großmutter denken, die diese Zeit erlebt hat, ebenfalls aus dem Osten vertrieben wurde. Man bekommt unglaubliches Mitleid mit den Menschen, die diese schreckliche Zeit erleben mussten bzw. sie überlebt haben.

Beate Sauer ist es sehr gut gelungen, die Kälte des Winters 1946/1947 zu schildern. Ich musste mir beim Lesen eine Wärmflasche nehmen, weil ich beim Lesen schrecklich gefroren habe. :frier

Es scheint, als wäre dieses Buch der Auftakt einer Reihe. Ich bin gespannt, ob es weitere Bücher über die Fälle von Friederike Matthée geben wird.

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 Betreff des Beitrags: Re: Beate Sauer
BeitragVerfasst: 18.02.2019, 10:51 
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sonnige Serengeti
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Der Hunger der Lebenden

Köln, Juni 1947. Eine Hitzewelle plagt die von Krieg und Hunger gezeichnete Stadt. Friederike Matthée von der Weiblichen Polizei untersucht den Mord an einer früheren Kollegin. Die Beamtin überwachte während des Nationalsozialismus die Unterbringung von Kindern und Jugendlichen in polizeilichen Jugendschutzlagern. Die Zustände dort gehen Friederike nahe, Erinnerungen an ihre Flucht aus Ostpreußen werden in ihr wach. Der Fall bringt sie und Richard Davies von der Royal Military Police wieder zusammen. Der Offizier Richard schwankt zwischen beruflichem Ethos und seinem Hass auf die Deutschen. Friederike überschreitet einmal mehr ihre Befugnisse, um den Fall aufzuklären.



Bei diesem Buch handelt es sich um den 2. Kriminalroman von Beate Sauer über Friederike Matthée.

Das Buch spielt im Sommer des Jahres 1947. Dem strengen Winter folgt eine Hitzewelle, das Volk - inklusive der Kinder - leiden nach wie vor unter den Folgen des Krieges.

In dem Buch geht es um den Mord an einer Gutsbesitzerin, ein junges Mädchen soll die Tat begangen haben, Friederike Matthee, von der weiblichen Polizei wird zu dem Fall hinzugezogen, sie glaubt nicht, dass die junge Frau die Tat begangen hat und nimmt auf ihre feinfühlige Art die Ermittlungen auf. Dabei überschreitet sie wieder einmal ihre Befugnisse.

Das Buch eröffnet mehrere Handlungsstränge, von denen man ahnt, dass sie irgendwie zusammenlaufen werden, der Leser bleibt jedoch fast bis zum Schluss im Unklaren, wie die Dinge zusammenhängen. Es ist ein Buch, das einen fesselt.

Beate Sauer schafft es auch in diesem Buch, dem Leser deutlich vor Augen zu führen, welche tiefen Spuren der Krieg und die Naziherrschaft bei den Menschen hinterlassen haben. Schuld, Rache, Verzweiflung, aber auch Hass auf das Geschehene und der Wunsch nach Gerechtigkeit und Frieden sind auch hier deutliche Themen des Buches. Ich muss immer wieder einmal darüber nachdenken.

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 Betreff des Beitrags: Re: Beate Sauer
BeitragVerfasst: 18.02.2019, 14:19 
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muntere Moderatorin
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Ich lese gerade: Joan Weng - Amalientöchter
Danke, Iris, fürs wieder in Erinnerung bringen. Ich habe seit fast einem Jahr "Echo der Toten" auf dem SUB und hatte verdrängt, dass Du es auch gelesen hast. Andere, die ähnlichen Lesegeschmack wie ich haben, hat es auch gefallen. Ansonsten, als Nichtkrimileserin, bin ich dann etwas zögernd bei dem Buchaufdruck "Kriminalroman".

Lese jetzt gerade "Trümmerkind" (Mechtild Borrmann) was auch teilweise im Kriegswinter 46/47 spielt und auch mit Kriminalroman bedruckt ist. Am Samstag habe ich mit Begeisterung "Grenzgänger" gelesen, konnte nicht aufhören und daher habe ich gleich gestern das nächste Borrmann vom SUB befreit. Beide Bücher werde ich hier noch vorstellen.

Da würde ja passen, wenn ich den ersten Matheeband nachschiebe.

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Liebe Grüße von Christiane
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"Wenn Du ein Buch auf eine Reise mitnimmst, dann geschieht etwas Seltsames. Das Buch wird anfangen, Deine Erinnerungen zu sammeln. Du wirst es später nur aufschlagen müssen und schon wirst Du wieder dort sein, wo Du zuerst darin gelesen hast. Schon mit den ersten Worten wird alles zurückkommen - die Bilder, die Gerüche, das Eis, das Du beim Lesen gegessen hast." Mortimer Folchart


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 Betreff des Beitrags: Re: Beate Sauer
BeitragVerfasst: 18.02.2019, 17:58 
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gesprächiges Gnu
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Registriert: 19.02.2007, 10:02
Beiträge: 489
Wohnort: Hamburg
Ich habe sowohl "Trümmerkind" als auch das erste Buch von Beate Sauer gelesen (auf Deine Empfehlung hin, Iris) und war ganz begeistert.

Zu "Trümmerkind" passt thematisch auch noch "Der Trümmermörder", der erste Band einer Trilogie von Cay Rademacher, die Bücher spielen in Hamburg vom Zeitraum her analog zu den Büchern von Beate Sauer (Band 1 im Winter 1947,Band 2 im heißen Sommer 1947, Band 3 im Sommer 1948 mit der neuen Währung).

_________________
Viele Grüsse

Wibke :lesen


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