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 Betreff des Beitrags: Erich Kästner
BeitragVerfasst: 21.02.2007, 17:08 
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Erstellt von Taki am Samstag, Oktober 21, 2006 @ 21:57:09:

Ich habe mir so gedacht, ich tue hier mal was für die Männerquote und mache ein Erich Kästner Thema auf.
Ich habe sehr viel Lieblingsschriftstellerinnen (bestimmt mehr als 10) aber nur einen Lieblingsschriftsteller, Erich Kästner. Habe gerade zum x-sten Mal "Als ich ein kleiner Junge war" gelesen und seine Biografie "Die Zeit ist kaputt" von Klaus Kordon. Und ich bin jedesmal wieder restlos fasziniert und beeindruckt.
Leider wird EK ziemlich verleugnet in Deutschland, dabei hat er neben seinen fantastischen Kinderbüchern auch ganz viele extrem gute Sachen für Erwachsene verfasst. Ich könnte mich immer wieder darüber ärgern, wenn Autoren wie Grass und Böll usw (die ich absolut stinklangweilig finde) immer wieder so hervorgehoben werden und Kästner nie auch nur erwähnt wird, wenn es um die wichtigsten Schriftsteller des letzten Jahrhunderts geht.

Kennt wer von Euch noch andere Informationsquellen über EK? Außer dieser einen Biografie scheint es nichts zu geben. Selbst googeln bringt kaum interessante Treffer.

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Erstellt von Claudia am Sonntag, Oktober 22, 2006 @ 10:04:29:

Ich habe von Erich Kästner die Kinderbücher alle mit Begeisterung immer wieder gelesen, leider gehören die Kästners aber jetzt zu den Büchern, die in den Keller meiner Schwester ausgelagert wurden, weil ich einfach Platzprobleme habe. Oh Schande! Die "Erwachsenenbücher" kenne ich nicht so, habe wohl nur "Drei Männer im Schnee" und "Die verschwundene Miniatur" gelesen.
Ich habe jetzt gerade zusammen mit meinen Verlagskollegen eine Sammelbestellung bei dtv gemacht und da habe ich mir auf Anraten einer Forumskollegin mal "Als ich ein kleiner Junge war" mitbestellt. Wer das nur war?


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Erstellt von Gosia am Sonntag, Oktober 22, 2006 @ 11:25:56:

Hallo,
also ich bin auch begeistert von Erich Kästner, nicht nur daß seine Kinderbücher wirklich gut sind und ich sie immer wieder gerne lese, sondern seine ironischen, punktgenauen Gedichte, die oft fürs Kabaret geschrieben wurden, sind einfach genial. Kästner wäre für mich definitiv ein Kandidat für den Nobelpreis gewesen.
In seinen Werken ist soviel Menschlichkeit, Herzensgüte und Humor. Als Schriftsteller ist er einer der größten.

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Erstellt von Taki am Sonntag, Oktober 22, 2006 @ 12:48:34:

@Claudia
*meld*
Schreib mir unbedingt, wie es dir gefallen hat, das Buch.
Bin gerade dabei, mit Kästners Gebrauchs-Lyrik zu Gemüte zu führen. Manches ist etwas unverdaulich, vieles überraschend, aber immer irgendwie richtig.
Lesen lohnt absolut, auch wenn es manchmal hakt.
Ich habe bei meinen Recherchen rausgefunden, dass sein einziger Sohn, Peter Kästner, wohl gerne mal dazwischenhaut bzw. die Hand auffhält, wenn es darum geht, dass Verse u. Ä. in Schulbüchern erscheinen. Beispielsweise soll er gegen eine Schule gerichtlich vorgegangen sein, die ein Kästner Zitat auf der HP hatte. Wenn das stimmt, fände ich das ganz schön heftig. Ich meine, klar, wenn er der Alleinerbe ist, hat er ein Recht auf Bezahlung, keine Frage. Aber muss das denn so ablaufen? Und wieso ist dann keiner bereit, für Kästners Werke zu zahlen? Wird doch für allen Mist Geld ausgegeben. Aber abgesehen davon, ich kann mir nicht vorstellen, dass das EK gefallen hätte, mit seiner verbürgten Einstellung zu Kindern und Jugendlichen und deren Erziehung.
Ich werde jetzt mal pathetisch: die Jugend hat ein Recht auf Kästner! Und zwar auf mehr, als eine alberne, ziemlich enstellte Verfilmung des doppelten Lottchens!


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Erstellt von Gosia am Sonntag, Oktober 22, 2006 @ 15:21:45:

Ja, ja das leidige Urheberrecht, übrigens hat Kästner seinen Sohn verleugnet, offiziell gab es ihn viele Jahre gar nicht. Da wurde der Vater jahrelang als wunderbarer Kinderversteher gefeiert, nur der eigene Sohn, der durfte noch nicht mal sagen, daß es ihn gibt. Ich finde Kästner als Schriftsteller genial als Privatperson war er eben auch nur ein Mensch. Genaueres findet sich sicher irgendwo im web.

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Erstellt von Taki am Sonntag, Oktober 22, 2006 @ 18:32:01:

Laut seiner Biografie hat er den Sohn nicht verleugnet - es gab nur heftige (verständliche) Animositäten zwischen seiner Lebensgefährtin und der Kindsmutter. EK hat (ohne jegliche rechtliche Grundlage) durchgesetzt, dass der Junge den Nachnamen Kästner bekommen hat. Aber das Verhältnis zwischen Vater und Sohn war wohl gespannt bis nicht vorhanden. Die Schattenseite des Menschen Kästner, ganz eindeutig. Aber man weiß ja nicht, Gefühle lassen sich auch nicht erzwingen. Wer weiß, was damals alles vorgefallen ist.
Auf der anderen Seite hat er dem Sohn zwei Bücher geschrieben, die vom kleinen Mann. Und dann aber wieder der Mutter in einem Brief Ohrfeigen als Erziehungsmittel nahe gelegt. Schon sehr befremdlich - allerdings war das in den 60er Jahren ja noch so üblich. Aber wenn ich es mir recht überlege: meine Eltern haben mich nie georfeigt, bin ja auch in den 60ern Kind gewesen.
Vielleicht hat Erich Kästner als Vater so versagt, weil er eigentlich lebenslang Sohn geblieben ist. Genauso, wie er ja plötzlich auch nicht mehr Lehrer werden wollte, weil er erkannte, dass er lieber "Lerner" sein will.
Das hat man ja wirklich sehr häufig, dass die genialsten Köpfe menschlich oft nicht so einwandfrei sind. Bestes Beispiel ist Einstein. Der klügste Kopf des letzten Jahrhunderts war ein kompletter Sozialversager und Egoist.

Aber dennoch finde ich, dass Kästners Werke Allgemeingut sein müssen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass so etwas durch Alleinerbschaft geschützt ist. Ich glaube auch gar nicht, dass der Sohn sich grundsätzlich sperrt - gegen den Film "Charlie und Louise" und die anderen Neuverfilmungen hatte er ja wohl offensichtlich nichts. Warum sollte er auch - vermutlich verdient er ja dran. Ich finde grundsätzlich den Umgang mit Kästner falsch. Man kann ihn nicht auf die drei oder vier weltberühmten Kinderbücher reduzieren.


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Erstellt von Bienchen am Montag, Oktober 23, 2006 @ 05:49:40:

Hat Kästner nicht angefangen Kinderbücher zu schreiben, weil seine Erwachsenenbücher verboten wurden?

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Erstellt von Taki am Montag, Oktober 23, 2006 @ 10:04:30:

Nein, ganz so war das nicht. Sein erstes Kinderbuch ist bereits 1930 erschienen - damals war von Schreibverboten und Zensur noch nicht die Rede, jedenfalls nicht bei EK. Er hat das Buch auf die Frage eines Kollegen "Warum schreibst du nicht einmal ein Kinderbuch" begonnen und sehr schnell fertig gestellt. Diese einfache, nebenbei gestellte Frage hatte als Ergebnis den Welterfolg "Emil und die Detektive". (Da kann man mal sehen, dass eine gute Frage mehr Wert sein kann als 1000 schlaue Antworten)
Daruf folgten Pünktchen und Anton, Lottchen, und viele andere, die wir kennen und lieben.

Es ist aber richtig, EK gehörte zu den vielen, dessen Bücher öffentlich verbrannt wurden. Übrigens war er als einziger Autor damals Augenzeuge diese schrecklichen Spektakels - ziemlich mutig.

Die folgenden Jahre hatte er dann Schreibverbot. Aufgrund der enormen Popularität seiner Kinderbücher, auch im Ausland, wurde dieses Verbot teilweise gelockert. So entstanden unverfängliche, leichte Romane (Drei Männer im Schnee, Der kleine Grenzverkehr) mehr war unter der Nazi-Herrschaft nicht möglich.

Er ist übrigens die ganzen Jahre in Deutschland geblieben. Hauptsächlich wegen seiner alten Eltern wollte er nicht in die Emigration, obwohl er in Deutschland sehr gefährdet war. Er wurde zweimal verhaftet, z. B.

Das ist ihm Jahre später sehr negativ angestrichen worden. Unter Einsatz seines Lebens zu bleiben, wo andere sich längst verdünnisiert hatten, wegen der Eltern, und weil er das Grauen miterleben wollte, um darüber zu schreiben - das hat man ihm sehr übelgenommen und ihm schlimme Sachen unterstellt.


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Erstellt von Julchen am Montag, Oktober 23, 2006 @ 10:35:52:

Was du hier über Erich Kästners Biographie erzählst, ist wirklich sehr interessant, Taki! Ich glaube wirklich, ich muss mir seine Biographie auch mal zu Gemüte führen...
Mich ärgert es übrigens auch, dass diverse andere Autoren aus dieser Epoche so in den Himmel gehoben werden. Erich Kästner ist ein geniales Multitalent und hat diesen feinen, subtilen Humor in allen seinen Büchern. Ich habe alle Kinderbücher von ihm (gelesen) und "Als ich ein kleiner Junge war", da mir meine Eltern damals sehr viel klassiche Literatur zu lesen gegeben haben (Kästner, Lindgren, Blyton usw.)
Ich mag eigentlich alle Kinderbücher von ihm sehr sehr gerne, aber mein absoluter Favorit ist und bleibt Der 35. Mai- das habe ich schon mindestens 20mal gelesen!

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Erstellt von Irina am Montag, Oktober 23, 2006 @ 13:05:17:

Ich hab mal bei Wikipedia nachguckt.


Bisher kannte ich auch nur die üblichen Kästner Kinderbücher (Doppeltes Lottchen, Emil... usw.) ich wußte gar nicht das er auch Bücher für Erwachsene geschrieben hat. , das ist bisher Irgendwie total an mir vorbeigegangen
Gestern Abend habe ich dann "Drei Männer im Schnee" als Bühnenaufführung gesehen, und muß sagen es hat mir sehr gut gefallen, eine nette Verwechslungskomödie. Bin schwer am Überlegen ob ich mir jetzt das Buch anschaffen soll


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Erstellt von Taki am Montag, Oktober 23, 2006 @ 13:24:10:

Romane für Erwachsene hat er auch wirklich nicht viele verfasst, es gibt so weit ich weiß nur 3 heitere
(3 Männer im Schnee, Die verschwundene Miniatur, Der kleine Grenzverkehr) und dann seinen Roman "Fabian" Den habe ich jetzt auch gelesen - aber der ist heftig. Echt schwer zu verstehen, und auch etwas sperrig zu lesen. Halt ganz anders. Er ist auch verfilmt worden - aber ich habe das noch nie im Fersehen gesehen. Wird einfach nicht mehr gezeigt.
Alle übrigen Werke sind Gedichtbände, seine Gebrauchslyrik.

@ Marianne: Der Link zu Wiki ist aufschlussreich, da ist, wie fast immer, das Wichtigste kurz und gut zusammmen gefasst.

@ Irena: Das Buch kann ich wärmstens empfehlen. Es gibt auch eine wunderschöne, Verfilmung von dem Buch, die wird häufig so um Weihnachten rum wiederholt. Unbedingt anschauen.

Und peinlich muss Dir das ganz bestimmt nicht sein - es wird halt gerne verschwiegen, dass EK auch was anderes geschrieben hat als Kinderbücher. Mir ist das auch erst seit wenigen Jahren bekannt, zufällig habe ich "Kästner für Erwachsene" aus alten Büchereibeständen aufgekauft. Ein ziemlich vollständiges Werk aus den 50er Jahren. Und allein daran, dass man schon im Titel der Edition betont, dass das Kästner für Erwachsene ist zeigt, wie unbekannt das sein muss.

Vielleicht ist er selbst heute immer noch zu entlarvend und passt vielen nicht ins Konzept. Ich finde es jedenfalls bemerkenswert, wie er sogar von den sogenannten Literatupäpsten geflissentlich ignoriert wird.

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Erstellt von Bienchen am Montag, Oktober 23, 2006 @ 16:25:24:

Ich muss gestehen, ich habe von Kästner nur "Anton und Pünktchen" gelesen. Das hat mir mal eine Großtante geschenkt und ich fand es nicht so prickelnd. Es kam keine Spannung auf und war irgendwie zäh. Vielleicht war ich mi 10 Jahre auch einfach noch zu jung für das Buch. Das "Fliegende Klassenzimmer" kenne ich nur als Film und fand es auch eher langweilig und zäh, aber vielleicht ist das Buch ja besser. Mal sehen ob ich es mal lese.


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Erstellt von Taki am Montag, Oktober 23, 2006 @ 17:22:19:

Bienchen, ein Versuch lohnt sich bestimmt. Ich fand als Kind "Pünktchen und Anton" auch nicht so toll. Mittlerweile liebe ich es, aber es hat ein wenig gedauert.
Versuchs mal mit dem Doppelten Lottchen.

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Erstellt von Sylvia am Donnerstag, Oktober 26, 2006 @ 17:35:49:

Ich mag Erich Kästner auch sehr gern - und wollte noch eine kleine Anekdote beitragen, da sich hier im Forum ja viele für Skandinavien interessieren:
Ich habe mal gelesen, dass Astrid Lindgrens "Michel" deswegen in der deutschen Übersetzung "Michel" und nicht wie im Original "Emil" heißt, weil es ja in Deutschland schon das bekannte Kinderbuch "Emil und die Detektive" gab.

Muss der Kinderbuchmarkt damals (ich weiß nicht genau, wann die Übersetzung erschienen ist - weiß es zufällig jemand?) überschaubar gewesen sein, dass man darauf Rücksicht genommen hat!


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Erstellt von Wibke am Donnerstag, Oktober 26, 2006 @ 20:05:27:

Hallo Sylvia,
Michel ist erstmals 1963/ 1964 erschienen.

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Erstellt von Annette am Dienstag, Oktober 31, 2006 @ 15:53:59:

Hi Taki,
um noch einmal auf Erich Kästner zu kommen. Er ist auch einer meiner Lieblingsschriftsteller, sowohl für Kinder- als auch die Erwachsenenbücher. Ich weiß nicht, wie oft ich "Das doppelte Lottchen" gelesen habe. Die Seiten des Buches fühlen sich an wie aufgerauhtes Löschpapier.

Kennst Du das Buch "Dieses Naja, wenn man das nicht hätte"? Das sind ausgewählte Erich-Kästner-Briefe aus den Jahren 1909 und 1972. Da kommen auch sein Sohn und seine diversen Affairen zur Sprache (erschienen im Atrium-Verlag Zürich 2003).


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Erstellt von Taki am Dienstag, Oktober 31, 2006 @ 17:51:20:

Liebe Annette,
das war so klar, dass du auch Kästner-Fan bist
nein, das Buch kannte ich noch nicht - ist schon bestellt! Aber das muss ein sehr Seltenes sein, ich habe es nur einmal bei booklooker gefunden (leider zum Neupreis aber egal), weder bei sfb noch bei amazon noch bei Ebay war es vorhanden.
Außerdem habe ich eben was ganz Durchgeknalltes gemacht: ich habe mir "Emil und die Detektive" bestellt. Mit Originalsignatur von Kästner. Fragt mich bitte nicht, was das gekostet hat.
Egal, gibt es die nächsten Tage nur trocken Brot und nix Süßes!
*schluck*

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Erstellt von Claudia am Mittwoch, November 1, 2006 @ 10:43:04:

@ Taki: Hast du das Buch doch noch gekauft? Ist doch schön, ein signierter Kästner, den hätte ich auch gern. Damit du über die Runden kommst, würde ich dir glatt ein Täfelchen Schoki schicken, so ganz ohne Süßes, das geht doch nicht.
Aber ich glaube, deine Anschrift habe ich noch nicht (PM sie mir doch mal, so für alle (Not)fälle).


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Erstellt von Inga am Montag, November 6, 2006 @ 13:01:56:

Zitat:
Ich habe mal gelesen, dass Astrid Lindgrens "Michel" deswegen in der deutschen Übersetzung "Michel" und nicht wie im Original "Emil" heißt, weil es ja in Deutschland schon das bekannte Kinderbuch "Emil und die Detektive" gab.


@ Sylvia: das scheint tatsächlich so zu sein, ich habe davon auch immer wieder gelsen. Ich finde diese Tatsache zeigt, wie sehr verankert der Kästner-Roman in den deutschen Leser-Hirnen zu sein scheint, oder es immerhin mal gewesen ist. Allerdings bin ich ja grundsätzlich immer gegen Namensänderungen...
Übrigens gibt es tolle Unterrichtseinheiten zu "Emil und die Detektive", gerade in Berlin ist das nämlich ein sehr lehrreiches Kinderbuch mit viel Heimatkunde, wenngleich sich die Stadt natürlich seit Kästners Zeiten ganz schön verändert hat. Aber gerade das kann man mit Schülern gut herausarbeiten.

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Das Problem an einem guten Buch ist, dass man es zu Ende lesen will, es aber nicht zu Ende lesen will. Bild


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BeitragVerfasst: 06.04.2008, 18:33 
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geniale Giraffe
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Ich lese gerade: **
Da ich ja gerade in Dresden war habe ich mir dort "Als ich eine kleiner Junge war" gekauft. Unsere Reiseführerin hat daraus ein Zitat gebracht als wir in Dresden am Erich Kästner Denkmal vorbeigefahren sind.

Habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen und bin jetzt gespannt mehr von Kästner zu erfahren.

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BeitragVerfasst: 04.07.2008, 16:38 
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Mein Lieblingsbuch von Kästner sind übrigens die "drei Männer im Schnee", an denen mir besonders gut die schonungslose Sozialkritik gefällt. Wie Kästner den Menschen den Spiegel vorhält, ist einfach köstlich. Ich glaube, seine politische Botschaft ist oft verkannt worden. Und gerade die gefällt mir so gut.

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BeitragVerfasst: 08.07.2008, 08:45 
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Ich lese gerade: Abby Clements "Ein Kuss unter dem Mistelzweig" + Cornelia Funke "Hinter verzauiberten Fenstern"
Die Uraltverfilmung von den "Drei Männern im Schnee" ist in unserem Arbeitsteam der absolute Kultfilm, denn wenn vom ollen Schlüter die Rede ist denken wir an unseren gleichnamigen Arbeitgeber. Wie gern zitierte unser früherer Kollege aus diesem oder Buddenbrooks und Feuerzangenbowle und agb auch erst Ruhe als er das Originalfilmheft erstanden hatte.

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"Wenn Du ein Buch auf eine Reise mitnimmst, dann geschieht etwas Seltsames. Das Buch wird anfangen, Deine Erinnerungen zu sammeln. Du wirst es später nur aufschlagen müssen und schon wirst Du wieder dort sein, wo Du zuerst darin gelesen hast. Schon mit den ersten Worten wird alles zurückkommen - die Bilder, die Gerüche, das Eis, das Du beim Lesen gegessen hast." Mortimer Folchart


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 Betreff des Beitrags: Re: Erich Kästner
BeitragVerfasst: 23.07.2010, 21:18 
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Letztes Jahr vor Weihnachten hatte ich das enorme Glück, Walter Sittler interviewen zu dürfen - und zwar zum Thema "Erich Kästner"



Der Einakter "Als ich ein kleiner Junge war" ist übrigens wunder-wunderschön. Ich denke, er wird damit auch dieses Jahr in der Weihnachtszeit wieder unterwegs sein. Angucken lohnt!!!

Auf der Seite sind übrigens noch mehr Interviews, die ich im Laufe der letzten Jahre gemacht habe ... David Garrett *dahinschmelz*, Stefan Aust (extrem toll und interessant, Vince Ebert (wahnisnnig komisch), Buzz Aldrin (nicht zu verstehen *g*) und noch ein paar.

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 Betreff des Beitrags: Re: Erich Kästner
BeitragVerfasst: 26.07.2010, 09:22 
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Ich lese gerade: Abby Clements "Ein Kuss unter dem Mistelzweig" + Cornelia Funke "Hinter verzauiberten Fenstern"
Vor meinem Dresden-Besuch im April, Taki, habe ich auch "Als ich ein kleiner Junge war" zur Vorbereitung gelesen. Habe auch die vier "Kästner für Erwachsene" - aber bisher nur im Regal.... Leider konnte ich letztes Jahr an dem einen Tag nicht ins Schauspielhaus zur Vorstellung, Sittler hätte ich gern life erlebt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Erich Kästner
BeitragVerfasst: 24.09.2010, 20:28 
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kommentierender Klippschliefer
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Voller Stolz für meine Stadt kann ich hier Posten, dass meine Stadt (Elmshorn) seid den Sommerferien eine Schule mit dem Namen "Erich-Kästner-Gemeinschaftsschule" hat. Die frühere integrative Gesamtschule wurde im Rahmen der Schulreform zu einer Gemeinschaftsschule (wo liegt der Unterschied?) und bekam dadurch einen neuen Namen. Ich finde, sie haben einen sehr guten ausgesucht.
Aber bevor meine großer Sohn vielleicht auf diese Schule geht, kommt er nächstes Jahr erst einmal auf die Astrid-Lindgren-Grundschule. :yes

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 Betreff des Beitrags: Re: Erich Kästner
BeitragVerfasst: 25.09.2010, 06:09 
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sonnige Serengeti
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Stimmt, bei euch ist es ja nächstes Jahr auch soweit!!

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 Betreff des Beitrags: Re: Erich Kästner
BeitragVerfasst: 25.09.2010, 07:41 
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debattierende Dikdik-Antilope
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Kästner mag ich seit meiner Kindheit sehr und ich kenne alle seine Werke, auch die Bücher für Erwachsene und seine Gedichte.
Ich kann sogar drei seiner Gedichte auswendig.

- Mathilde, aber eingerahmt
- Spaziergang nach einer Enttäuschung (das war mir mal eine große Hilfe)
- Sachliche Romanze

die letzten beiden findet ihr hier: http://www.multimediaxis.de/showthread.php?t=4966
die Mathilde ist das vierte hier: http://www.savoy-truffle.de/erich/texte.html

hier gibt es auch Das letzte Kapitel zum nachlesen, ein erschütterndes Gedicht, das mir jedesmal beim Lesen eine Gänsehaut über den Rücken jagt


Kästner war in jungen Jahren Journalist und hat mal großen Ärger bekommen, als in den 20er Jahren ein Gedicht von ihm erschienen ist, das nicht so ganz 'stubenrein' war. Das Werk wurde dann ja auch später von den Nazis verbrannt

Abendlied des Kammervirtuosen
http://www.buecherlesung.de/2009/texte.htm#Abendlied


und dann gibt es noch die Gedichte zu den 13 Monaten, von denen mir besonders der Januar gut gefällt. Diese Gedichte gibt es als Lesung von Heinz Rühmann

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LG Sabine E.


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 Betreff des Beitrags: Re: Erich Kästner
BeitragVerfasst: 04.06.2012, 14:36 
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lesender Löwe
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Enttäuschung nach einem Spaziergang ... so könnte man meinen Besuch im Kästner Museum Dresden nennen.

1. Das Museum liegt an meinem sehr großen Platz, man kann von der Mitte aus (da war die Haltestelle) die Straßennamen nicht erkennen, es gibt 6 oder 7 Straßen, die davon abzweigen - und manche haben keine Schilder - und erst wenn man das Museum schon gefunden hat, sieht man auch das Hinweisschild. Meinen Marsch zweimal um den Platz herum kann man durchaus als Spaziergang bezeichnen.

2. Das Museum ist in der alten Villa seines Onkels untergebracht. Erst fand ich es sch*** - EK hat sienen Onkel, der immer sehr gemein zu seiner Mutter gewesen ist, nicht gerade geliebt! Aber nach kurzem Überlegen ... es KÖNNTE sein, dass Kästner genau das gefallen hätte *ggg* dass er schließlich doch noch über alle triumphierend in diese schönen Haus sein darf :-)

3. Und dafür finde ich keine humorvolle Deutung - das Museum ist langweiliger Mist!!!!!!!!!!! Bestens dafür geeignet, Schülern (für die es hauptsächlich da ist) den Spaß an EK zu vermiesen. Optisch sieht es aus wie eine x-beliebige Schulbücherei, inhaltlich ist es dünn. Halt seine Bücher - okay, die habe ich auch im Schrank, sogar mit Original Autogramm und wahrscheinlich sogar mehr antiquarische Ausgaben als da zu sehen waren.

4. Unfreundliche Büchereifachdingensfrau! Guckt mich nur über ihre halbe Brille *irks* streng an und antwortet nicht auf meinen Frage, ob der Raum alles sei!

Ist also gut möglich, dass ich was verpasst habe - mir war danach so die Laune verdorben, dass ich abgezischt bin *g*

Irgendwie schient die Stadt Dresden immer noch ein Problem mit ihrem coolsten Bürger zu haben? Oder?
Kennt jemand von euch das Museum?

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 Betreff des Beitrags: Re: Erich Kästner
BeitragVerfasst: 04.06.2012, 18:59 
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Bisher nicht, Taki, ich hatte das Kästner-Museum eigentlich bei meinem letzten Dresdenbesuch mit eingeplant, aber es hat dann nicht gereicht. Aber nach dem, was Du beschreibst, habe ich da auch nichts verpasst. Ich hatte mir da irgendwie vorgestellt, dass einem die Zeit von Kästners Kindheit näher gebracht wird, dass man vielleicht versucht hat, die Einrichtung der Onkel-Villa wieder zu rekonstruieren (wie hieß der Kerl doch gleich nochmal?), das Spielzeug von damals ausstellt, das Kästner erwähnt. Aber nur die Bücher? Wie langweilig!

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:elch Hier antwortet entweder Ex-Polarlicht Madlen oder das ärztlich verordnete M.B.I. Bild
Geliebt wirst du einzig wo schwach dich zeigen darfst, ohne Stärke zu provozieren - Adorno -


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 Betreff des Beitrags: Re: Erich Kästner
BeitragVerfasst: 04.06.2012, 23:05 
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Total intellektuelles Konzept .... spaßfrei. Passt das zu Kästner??????????? Never! Die "Entdeckungen" sind auch Mogelpackungen, finde ich .. aber zugegeben, ich hab emir auch nicht die Mühe gemacht, alles anzugucken - irgendwie war ich bedient, als ich diese Ikea-Bibliothek gesehen habe ...

Sekundärliteratur über Kästner ist echt ne tolle Entdeckung! Kann auch nicht in jeden Popelbuchhandlung besichtigen ...

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 Betreff des Beitrags: Re: Erich Kästner
BeitragVerfasst: 05.06.2012, 07:22 
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lesender Löwe
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Ich war (leider) auch noch nicht da - aber das, was ich auf den Seiten sehe, die Du dankenswerterweise eingestellt hast, macht mir richtig Lust, das nächste Mal in Dresden da hin zu gehen.
Meinst Du nicht, Taki, dass es die in anderen Posts von Dir bereits an Dir beschriebene Eigenart ist, genau das nicht zu mögen oder nicht davon angesprochen zu sein, was z.B. taktil erfahrbar ist? Mich macht das nämlich total an, da an die Regale zu gehen und die unterschiedlich großen und kleinen und farbigen Schubläden und Schübe herauszuziehen, um zu gucken, was da drin ist; die Bücher in die Hand zu nehmen ... schließlich geht es um einen Mann, den wir hauptsächlich wegen seiner Bücher kennen!
Und offensichtlich bieten die da auch museumspädagogisch gut aufbereitete Aufgaben für Kinder an - nicht täglich, aber manches ist da eben weder personell noch finanziell möglich. Eine Rallye durch Dresden mit Emil und den Detektiven kann man halt nicht jeden Tag machen.

Jetzt hab ich mal weiter gegooglet - und festgestellt, dass man diese Art Museum "Micro-Museum" nennt. Und: man könnte natürlich darüber unzufrieden sein, dass nicht alle Exponate offen ausgestellt sind, sondern in Schubladen oder Schränken, die man öffnen muß. Aber auch das hat einen pädagogischen Hintergrund: es geht darum, die Langsamkeit wieder zu entdecken, gerade in der heute so supermedialen Welt, die einem alle Bilder nur so vorbeirauschen lässt!
Klar, dass das nicht jeden Menschen ansprechen wird. Aber ich glaube, ICH freu mich schon auf meinen nächsten Dresden-Besuch und auf das Erich Kästner Museum. :-)

Übrigens, Madlen, der Onkel hieß "Franz Augustin".

_________________
"Gelehrt sind wir genug!
Was uns fehlt, ist Freude, was wir brauchen, ist Hoffnung, was uns nottut, ist Zuversicht, wonach wir verschmachten, ist Frohsinn!"

Prätorius in seiner Rede an die Studentinnen, in: Curt Goetz, Dr. med. Hiob Prätorius

Bild - herzlichst: Heidrun Bild


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 Betreff des Beitrags: Re: Erich Kästner
BeitragVerfasst: 05.06.2012, 07:53 
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eifrigster Elefant
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Ich lese gerade: nur Schrott, der ungefähr 1 Gehirnzelle erfordert
etwas OOT: "Fabian" ist ein ganz toller Film, aber düster. Den gabs mal im ganz späten Nachtprogramm (wie alles wofür man 3 Gehirnzellen mehr braucht). Man kann den aber in der Bib leihen.
Was die Kinderfilme angeht, finde ich nur die alten gut.

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 Betreff des Beitrags: Re: Erich Kästner
BeitragVerfasst: 05.06.2012, 09:26 
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lesender Löwe
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Natürlich ist das Geschmackssache. Ich habe ja auch nichts gegen neue/andere Museumskonzepte - aber hallo??? Das Ding sieht aus wie das Lummerland bei Ikea (für sooo kleine Kinder muss es sich doch nun wirklich nicht eignen.) und alles, was man da "entdecken" kann ist ein Hut, (jaja,ich weiß, Kästner hatte immer einen auf) ein paar Bücher von ihm, und massenweise Sekundärliteratur und jede Menge Fotokopien.

Intellektuell aufgebrezelt - und kein Inhalt! Das war das, was mir dazu eingefallen ist. Allein dieser Absatz von der (genauso lieblos gemachten) Webseite:
"Angeboten wird eine Methodik der Informationsvermittlung, die auf selbst bestimmtes informelles Entdecken setzt. Dabei wird der Besucher zur Neukontextualisierung der Museumsgegenstände und des eigenen Wissens angeregt. Staunen, Spaß, Verstehen, Autonomie und Zeit, das möchte dieses Museum seinen Gästen schenken."

Edit: Grundgütiger! Die Webseite!!!! Vier verschiednene Menüs und jeder Textabsatz mit eigenem Inline Frame. Unbenutzbar für alle mobilen Gräte!
Aber das gehört wahrscheinlich auch zum Museumskonzept, die Information auf der Webseite auch nicht einfach verfügbar zu machen *ggg*.

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 Betreff des Beitrags: Re: Erich Kästner
BeitragVerfasst: 17.04.2017, 21:21 
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muntere Moderatorin
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Ich lese gerade: Abby Clements "Ein Kuss unter dem Mistelzweig" + Cornelia Funke "Hinter verzauiberten Fenstern"
"Das doppelte Lottchen" wurde ein weiteres Mal verfilmt und gestern war dieser in der ARD zu sehen. Ich habe ihn aus der Mediathek geguckt und mir hat das neueste Ergebnis wirklich sehr gut gefallen. Bemerkenswert, wie dieser Kinderbuchklassiker auch noch fast 70 Jahre nach Veröffentlichung auch mit Modernisierung - Luise und Lotte chatten und telefonieren miteinander - funktioniert. Toll, dass man dieses Buch immer wieder als Grundlage nutzt.


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Liebe Grüße von Christiane
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"Wenn Du ein Buch auf eine Reise mitnimmst, dann geschieht etwas Seltsames. Das Buch wird anfangen, Deine Erinnerungen zu sammeln. Du wirst es später nur aufschlagen müssen und schon wirst Du wieder dort sein, wo Du zuerst darin gelesen hast. Schon mit den ersten Worten wird alles zurückkommen - die Bilder, die Gerüche, das Eis, das Du beim Lesen gegessen hast." Mortimer Folchart


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 Betreff des Beitrags: Re: Erich Kästner
BeitragVerfasst: 28.12.2017, 17:18 
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lesender Löwe
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Hat jemand von euch "Kästner und der kleine Dienstag" gesehen? Lief die Tage vor Weihnachten. Wie fandet ihr den Film?

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 Betreff des Beitrags: Re: Erich Kästner
BeitragVerfasst: 28.12.2017, 19:49 
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Ich lese gerade: Trixie Belden
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Leider nicht. Das kam doch auf ARD oder ZDF, kann das sein, Taki? Dann könnte ich das noch über die Mediathek gucken.

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Das Problem an einem guten Buch ist, dass man es zu Ende lesen will, es aber nicht zu Ende lesen will. Bild


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 Betreff des Beitrags: Re: Erich Kästner
BeitragVerfasst: 28.12.2017, 22:52 
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muntere Moderatorin
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Ich lese gerade: Abby Clements "Ein Kuss unter dem Mistelzweig" + Cornelia Funke "Hinter verzauiberten Fenstern"
Ich hab am letzten Donnerstag mit dem ARD-Film meinen neuen Fernseher "eingeweiht". Meine Fernsehfreie Zeit ist nun beendet. :yes

Mir hat gefallen, dass man 2017 mit einem Film dem schon lange verstorbenen Autoren eine Wiedererinnerung gesetzt hat. Mit Kästner verbinden sicher viele Menschen Erinnerungen, doch diese sind meistens verdrängt. Erschütternd, dass fast alle jungen Schauspieler im Krieg geblieben sind/ interessant, dass E.K. und Diestag freundschaftlich über den Film verbunden waren. Bis 21. März 2018 ist der Film noch in der Mediathek abrufbar.

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 Betreff des Beitrags: Re: Erich Kästner
BeitragVerfasst: 29.12.2017, 10:31 
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sonnige Serengeti
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Den Film habe ich mit Nahum zusammen geguckt, wir fanden den beide total interessant. :yes Ich habe zwischendurch die Infos auf Wikipedia überflogen und fand das wirklich gut umgesetzt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Erich Kästner
BeitragVerfasst: 05.01.2018, 15:10 
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eifrigster Elefant
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Ich lese gerade: Peter Wohlleben: Das geheime Leben der Bäume
Wir (Jens und ich) haben den Film auch gesehen und finden ihn sehr beeindruckend und unbedingt sehenswert!
Wie war das? Nur einer der Kinderdarsteller aus "Emil" hat den Krieg überlebt? Oder waren es zwei? Auf jeden Fall hat mich das sehr berührt...

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Es wäre gut, Bücher zu kaufen, wenn man die Zeit, sie zu lesen, mitkaufen könnte.

Arthur Schopenhauer


Liebe Grüße
Inga


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 Betreff des Beitrags: Re: Erich Kästner
BeitragVerfasst: 05.01.2018, 15:44 
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gebildeter Gepard
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Ich lese gerade: Hans-Joachim Zillmer - Kolumbus kam als Letzer
Zwei. Das fand ich auch erschreckend. Vor allem war mir als Kind gar nicht bewusst, dass die Verfilmung schon so alt ist!!!

Wir haben den Film vor zwei Tagen gesehen und saßen gefesselt auf dem Sofa. Das Thema wurde sehr schön umgesetzt und authentisch verfilmt!

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Viele Grüße von Hannah Mareike :fg


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 Betreff des Beitrags: Re: Erich Kästner
BeitragVerfasst: 05.01.2018, 17:46 
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lesender Löwe
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Ich fand den Film auch ziemlich gut - er wirkte auf mich authentisch und die Schauspieler waren schon toll! Der Schluss war extrem berührend - es ist ganz wichtig, dass es solche Filme gibt, ganz, ganz wichtig! Sie nehmen Krieg, Diktatur und Menschenverachtung das Abstrakte und machen klar, dass es jeden treffen kann und dass Politik uns alle angeht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Erich Kästner
BeitragVerfasst: 23.07.2018, 08:07 
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Ich lese gerade: Abby Clements "Ein Kuss unter dem Mistelzweig" + Cornelia Funke "Hinter verzauiberten Fenstern"
Ich habe es auch gestern nicht mitbekommen, doch mittags gab es auf N3 "Erich Kästner - Das andere Ich".

Zitat:
Das Dokudrama von Annette Baumeister wirft einen neuen Blick auf das Bild von Erich Kästner – einem der bekanntesten deutschen Autoren der unmittelbaren Vergangenheit. Neben den Literaturwissenschaftlern Sven Hanuschek und Laura Mokrohs kommen auch die Kinderbuchautorin Cornelia Funke, die Regisseurin Caroline Link und Campino von den Toten Hosen zu Wort. Erich Kästner (im Film gespielt von Matthias Bundschuh) verkörpert wie kaum ein anderer deutscher Autor den Typus des unantastbaren Schriftstellers. Generationen von Lesern sind mit ihm aufgewachsen. Mit Emil und die Detektive revolutioniert er 1931 die Kinderbuchliteratur. 1899 kommt Erich Kästner in Dresden zur Welt. Seine Mutter Ida (gespielt von Henriette Schmidt) ist schwermütig, immer wieder muss sie der Junge davon abhalten, in die Elbe zu springen. Daraus erwächst ein ungewöhnlich enges Verhältnis. In der Weimarer Republik steigt Erich Kästner rasch als Redakteur, Schriftsteller und Drehbuchautor auf. Mit seiner klaren Sprache prägt er die "Neue Sachlichkeit". Auch seine kriegskritische Lyrik ruft ein weltweites Echo hervor. 1933 sieht Kästner in Berlin zu, wie seine Bücher verbrannt werden. Dennoch wandert er nicht aus, veröffentlicht in Deutschland nur noch unter Pseudonym. 1941 schreibt er das Drehbuch für Münchhausen. Die Gestapo verhaftet ihn, lässt ihn aber wieder frei. In der Nachkriegszeit ist Kästner eine moralische Instanz. Doch er kann an seinen früheren Erfolg nicht mehr anschließen, verstrickt sich in Liebesaffären und löscht seinen Frust mit Alkohol. Bis zu seinem Tod 1974 hadert er mit dem Entschluss, nicht ins Exil gegangen zu sein.


Es gibt eine Wiederholung am 29. 7. im Hessen-Fernsehen um 06:45 Uhr UND ich hier noch eine Seite gefunden, da kann man den Film bis Juni 2022 online ansehen:


29.7. Ich habe den Film heute angesehen und möchte ihn gern weiterempfehlen.

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