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 Betreff des Beitrags: Tracy Rees
BeitragVerfasst: 08.01.2020, 17:24 
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Die zwei Leben der Florence Grace

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Der emotionsgeladene neue Roman der Bestsellerautorin von "Amy Snow"

Die Waise Florrie Buckley wächst wild und glücklich bei ihrer Großmutter in den weiten Mooren von Cornwall auf. Kurz vor dem Tod offenbart die alte Frau das Geheimnis ihrer wahren Herkunft: Florrie ist Teil der reichen Grace-Familie. Mit dem Umzug zu ihrer unbekannten Familie nach London, verändert sich ihr ganzes Leben.
Fortan ist sie für alle nur noch Florence Grace. Doch in der großen Stadt bei der fremden Familie fühlt sie sich nicht willkommen. Als ihr vermeintlicher Cousin Turlington auf der Bildfläche erscheint, findet sie in ihm endlich einen Freund. Über die Jahre entwickeln sich zwischen den beiden leidenschaftliche Gefühle. Aber der charismatische Turlington hat dunkle Geheimnisse.


(Quelle Bild und Klappentext: Amazon)

Dieses Buch habe ich von meiner Schwägerin zu Weihnacht bekommen. Ihr hat man es empfohlen als "im Stil von Downton Abbey", nachdem wir das gemeinsam im Kino waren, hatte sie gedacht, sie träfe meinen Geschmack. Zweiteres - das sei vorab gesagt - ist tatsächlich der Fall, ersteres nicht wirklich. Wer tatsächlich etwas "im Stil von Downton Abbey" erwartet, wird wohl eher enttäuscht sein, es ist mehr eine Art Aschenputtelmärchen. Wobei auch das nicht so richtig zutrifft, oder etwas in Richtung "Heidi" - doch auch das ist nicht stimmig

Florrie Buckley wächst arm aber glücklich als Halbwaise in Cornwall auf. Recht jung verliert sie auch ihren Vater, und wird somit von ihrer Oma groß gezogen. Als auch diese stirbt, tritt ein Testament in Kraft, denn ihre Mutter war Nachkommin der reichen Familie Grace aus London. Hawker, der Patriach, will nach Möglichkeit alle Graces um sich vereinen. Florence wird von ihrer Tante Dinah zu einer richtigen "Grace" gedrillt, ja, sogar gezüchtigt. Auch ansonsten sind die Familienverhältnisse etwas kompliziert.

Das Buch ist in der "Ich-Perspektive" geschrieben, was mich etwas stört, sind die nicht abgetrennten (sei es durch Sternchen, andere Schrift...) Rückblenden. Ansonsten finde ich den Stil und Inhalt fesselnd und zeitgemäß, im Sinne, dass man 1850 wahrscheinlich wirklich so gesprochen hat, wie das Buch geschrieben ist. Jedenfalls hat es mir so gut gefallen, dass ich mir gleich nochwas dieser Autorin bestellt habe.

_________________
Schian's Tagl! Ela

Gib allen Kinderträumen Flügel, lass sie fliegen hoch im Wind, dass alle Menschen sehen können, wie wichtig Kinderträume sind.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tracy Rees
BeitragVerfasst: 26.05.2020, 16:41 
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Ich lese gerade: Helene Sommerfeld - Die Ärztin
Tracy Rees studierte in Cambridge und hat acht Jahre in einem Sachbuch Verlag gearbeitet.
Ihr Roman "Die Reise der Amy Snow" wurde aus über tausend Einsendungen in einem Schreibwettbewerb als Gewinner ausgewählt und wurde sofort nach Erscheinen zum Lieblingsbuch der englischen Leser. Tracy Rees lebt in South Wales, England.

Schon länger wollte ich endlich mal ihren Debütroman "Die Reise der Amy Snow" lesen.

Surrey, Januar 1831. Im verschneiten Park des elterlichen Anwesens Hatville Court findet die achtjährige Aurelia einen nackten, ausgesetzten Säugling. Gegen den Willen ihrer Eltern setzt Aurelia durch, dass Amy im reichen Haushalt der Vennaways bleiben darf. Sie gibt dem Mädchen den Namen Amy Snow und "überredet" ihre nicht begeisterten Eltern die Kleine zu behalten. Sie willigen ein unter der Bedingung, dass ihnen das Kind niemals unter die Augen kommt. So wird Amy von den Dienstboten in Küche und Garten großgezogen und wird zunächst Aurelias Spielgefährtin und später, weiter unter Missbilligung der Eltern Aurelias, zu ihrer persönlichen Zofe und Freundin. Amy ist für Aurelia die Schwester, die sie niemals hatte.

Als Aurelia 1848 nach langer Krankheit stirbt, jagen ihre Eltern Amy von Hatville House davon und verstoßen sie. Amy ist gerade siebzehn, alleinstehend, mittellos und hat keine Ahnung wie es weitergehen soll. Aber Aurelia hat vorgesorgt und beschützt ihre Freundin auch noch nach ihrem Tod. Amy erhält einen Brief, in dem Aurelia sie auffordert, eine Reise anzutreten. Die einzige Bedingung: Amy darf niemandem davon erzählen und sobald ein weiterer Brief von Aurelia eintrifft, muss sie zum nächsten Ziel weiterreisen. Für Amy wird es eine Reise in Aurelias Vergangenheit und zu einem Geheimnis, das sie ihr nicht mitteilen konnte. Aber es ist auch eine Reise zu Amys eigenem Leben, das sie auf Hatville Court nie wirklich hatte und zu ihrer Zukunft.


Tracy Rees entführt den Leser durch ihre bildhafte, anmutige Sprache ins viktorianische England ohne dabei altmodisch oder langweilig zu werden.
Während ihrer Suche entwickelt sich Amy von einem schüchternen Mädchen zu einer selbstbewussten jungen Frau. So ist es nicht nur eine Reise durch England, sondern auch eine Reise zu sich selbst - mit all den guten und schlechten Erfahrungen, die ein junger Mensch durchleben muss um erwachsen zu werden. Die Briefe, die Aurelia ihrer Freundin an den jeweiligen Stationen hinterlässt, zeigen gut, wie die Ältere sich in ihren Schützling hineinversetzen konnte. Gleichzeitig versteht auch Amy besser die Beweggründe von Aurelia, kurz vor ihrem Tod die Familie und die Freundin für Monate zu verlassen. Neben der Reise erleben wir auch immer wieder Rückblicke, Erinnerungen von Amy, an die sie sich erinnert, wenn Aurelia ihr eine Aufgabe innerhalb ihrer Schnitzeljagd stellt. Mir hat dieser historischer Roman sehr gut gefallen, bis auf ein paar kleine Längen im Mittelteil bleibt der Roman spannend bis zum Schluss.

Wer historische Romane mag, die im viktorianischen England spielen und eine junge Frau auf der Reise zu sich selbst begleiten möchte und wer außerdem Rätsel und Geheimnisse mag, dem kann ich "Die Reise der Amy Snow" auf jeden Fall empfehlen.

_________________
Liebe Grüße von Christiane
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"Wenn Du ein Buch auf eine Reise mitnimmst, dann geschieht etwas Seltsames. Das Buch wird anfangen, Deine Erinnerungen zu sammeln. Du wirst es später nur aufschlagen müssen und schon wirst Du wieder dort sein, wo Du zuerst darin gelesen hast. Schon mit den ersten Worten wird alles zurückkommen - die Bilder, die Gerüche, das Eis, das Du beim Lesen gegessen hast." Mortimer Folchart


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