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 Betreff des Beitrags: Stephanie Schuster
BeitragVerfasst: 17.02.2021, 18:04 
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gebildeter Gepard
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Diese drei Romane erzählen von bewegenden Schicksalen des letzten Jahrhunderts. Vier Frauen voller Träume und Hoffnungen erleben dramatische Veränderungen im Jahr 1954, 1962, 1972. Dreh- und Angelpunkt ist der Gemischtwarenladen "Dahlmann" in einer Kleinstadt bei München. Hier treffen die Frauen aufeinander. Im Laufe der Reihe verknüpfen sich die vier Perspektiven durch die Ereignisse und formen sich zu spannenden Biografien.


Band 1 - Wir Wunderfrauen - Alles, was das Herz begehrt

„Darf‘s ein bisschen mehr sein?“ 1953, zu Beginn der Wirtschaftswunderjahre, träumt Luise Dahlmann von ihrem eigenen kleinen Lebensmittelgeschäft. Hier soll es nach Jahren des Verzichts wieder alles geben, was das Herz begehrt. Sie sieht es schon vor sich: die lange Ladentheke mit großen Bonbongläsern darauf, eine Kühlung für Frischwaren, Nylonstrümpfe, buttriger Kuchen, sonntags frische Brötchen … und das Beste daran: endlich eigenständig sein. Endlich nicht mehr darüber nachdenken, warum ihre Ehe nicht so gut läuft, endlich sie selbst sein und etwas wagen.
Drei Frauen werden immer wieder Luises Weg kreuzen: Annabel von Thaler, die wohlhabende Arztgattin von nebenan, die junge Lernschwester Helga Knaup und Marie Wagner, geflohen aus Schlesien. Sie alle haben in den Zeiten des Aufbruchs und des Neubeginns einen gemeinsamen Wunsch: Endlich wieder glücklich sein.


Jedes Kapitel wird aus der Sicht einer der vier Frauen erzählt, daher ist es sehr kurzweilig zu lesen.
Die vier sind sehr unterschiedlich: Luise ist zupackend, Annabel wirkt überfordert in ihrer Ehe, Helga ist aus reichem Haus und wird Krankenschwester, Marie träumt von einer Arbeit als Bereiterin - aber das steht einer Frau in den fünfziger Jahren nicht zu.
Ich lese momentan gerne Bücher, die in den fünfziger Jahren spielen - und dieses ist unterhaltsam geschrieben, das Leben der fünfziger wird sehr anschaulich geschildert. Sehr interessant fand ich das Ladenkunde Notizbuch von Luise.

Band 2 folgt Ende Februar, der 3. Band dann im Herbst diesen Jahres.

Das E-Book ist beim Fischer Verlag gerade zum Preis von 4,99 EURO zu haben -
ich hatte das Buch von einer Nachbarin geliehen bekommen - aber jetzt nochmals in der E-Book Variante zugeschlagen.

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Viele Grüsse

Wibke :lesen


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 Betreff des Beitrags: Re: Stephanie Schuster
BeitragVerfasst: 18.02.2021, 12:23 
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muntere Moderatorin
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Registriert: 20.02.2007, 19:59
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Wohnort: Hannover
Irgendwann werde ich das bestimmt auch lesen müssen, ist natürlich auch mein Leseinteressensgebiet und auch anderen, deren Lesemeinung ich vertraue, gefällt es.

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Liebe Grüße von Christiane
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"Wenn Du ein Buch auf eine Reise mitnimmst, dann geschieht etwas Seltsames. Das Buch wird anfangen, Deine Erinnerungen zu sammeln. Du wirst es später nur aufschlagen müssen und schon wirst Du wieder dort sein, wo Du zuerst darin gelesen hast. Schon mit den ersten Worten wird alles zurückkommen - die Bilder, die Gerüche, das Eis, das Du beim Lesen gegessen hast." Mortimer Folchart


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 Betreff des Beitrags: Re: Stephanie Schuster
BeitragVerfasst: 03.05.2021, 18:21 
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aufmerksame Administratorin
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Registriert: 15.02.2007, 15:59
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Ich lese gerade: Elena Ferrante "Lästige Liebe"
Ich habe die "Wunderfrauen" nun auch gelesen und mir hat es nicht so gut gefallen.

Ich fand den Aufbau der Geschichte etwas merkwürdig.
Der Roman beginnt im Herbst 1953 als Prolog, dann gibt es einen ersten Teil, der einige Monate zurück führt und der 2. Teil schließt dann direkt an den Prolog an.
Warum? Ich habe keinen sinnvollen Grund entdecken können, mit der Mitte der Erzählung zu beginnen.

Mit den vier Frauen bin ich nicht wirklich warm geworden.
Am besten hat mir noch Marie gefallen, die auf dem Hof von Martin und seinem Bruder Manni eine neue Heimat findet.
Martin und Manni waren für mich die heimlichen Stars des Romans.

Luise ist sehr einfallsreich und zupackend, aber ihr Verhältnis zu ihrem Mann ist irgendwie komisch. Und ihr Mann selbst entpuppt sich als echter A****
Dabei hat mir eigentlich gut gefallen wie er sie bei der Ladeneröffnung unterstützt hat.
Gut gefallen haben mir aber die Einblicke in das Rezeptheft ihrer Mutter und in Luises Laden-Kunde.

Helga ist am ehestens ein typisches Mädchen der 50er Jahre, lebenslustig, hübsch und aufmüpfig.
Was sich die Autorin bei ihrer Liebesgeschichte gedacht hat, hat sich mir aber leider nicht erschlossen. Mir kam es so vor, als hätte sie sich zwischendurch eine dramatische Wendung überlegt, die dann leider nicht so ganz zur Vorgeschichte passte. Oder stand bevor David geboren wurde irgendwo, dass Jack ein farbiger GI ist? Er wurde immer nur als gut aussehend beschrieben. Mit der Geburt des Babys ist er auf einmal farbig. Wenn sie damit Spannung aufbauen wollte, indem sie das vorher nicht erwähnt hat, so finde ich das misslungen. Luise und ihr Mann haben Helga ja auch mit Jack zusammen gesehen. Dass sie Helga nicht darauf angesprochen hat, dass das Baby farbig sein könnte, glaube ich nicht. Und Annabel hätte sich ihre Intrige und ihre Eifersucht komplett sparen können. Und überhaupt die Geburt :kopfschuettel. Die Hebamme lässt Helga mit dem feststeckenden Baby allein?

Ganz schlimm aber ist Annabel, fürchterliche Frau. Sie ist arrogant und überheblich und selbstgefällig.
Ich habe nie verstanden, was sie will und worauf sie sich was einbildet. Die Geschichte um Friedrichs Badeunfall ist irgendwie völlig unglaubwürdig und an den Haaren herbeigezogen, vor allem der rettende Schlüssel der kleinen Magdalena. Das ist dermaßen konstruiert. Wenn man Annabells Verhältnis zur Schwiegermutter verbessern wollte, hätte es andere Wege gegeben. Erst recht unverständlich ist mir ihre Rolle bei Mannis Geburt. Warum sollte sie das gemacht haben? Das passt überhaupt nicht zu ihrem sonstigen Verhalten, im Gegenteil, sie denunziert selbst in der Zeit nach dem Krieg noch ständig andere.

Am Ende bleibt ja so einiges offen, aber große Lust auf den 2.Teil habe ich nicht.
Für mich war das leider kein Lesehighlight.

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 Betreff des Beitrags: Re: Stephanie Schuster
BeitragVerfasst: 04.05.2021, 10:20 
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muntere Moderatorin
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Registriert: 20.02.2007, 19:59
Beiträge: 2983
Wohnort: Hannover
Vielen Dank für Deine Lesemeinung, Ulrike.
Das macht mir deutlich, dass ich vielleicht auch mal eine Trilogie auslassen kann, bzw. einfach mal beruhigt, das lese, was ich schon im Regal stehen habe. Die Bücher im Handel laufen einem ebenso wenig weg, wie die Dir mir schon Platz zuhause wegnehmen.

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Liebe Grüße von Christiane
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