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 Betreff des Beitrags: Linda Winterberg
BeitragVerfasst: 08.03.2017, 17:30 
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Das Haus der verlorenen Kinder von Linda Winterberg

Norwegen, 1941: In dem kriegsgebeutelten Land verlieben sich Lisbet und ihre Freundin Oda in die falschen Männer – in deutsche Soldaten. Ihre verbotene Liebe fordert einen hohen Preis, und die beiden jungen Frauen verlieren alles, was ihnen lieb ist. Ausgerechnet bei den deutschen Besatzern scheinen sie Hilfe zu finden, doch dann wird Lisbet von ihrer kleinen Tochter getrennt. Erst lange Zeit später findet sich ihre Spur – in Deutschland.

Eine dramatische Geschichte um zwei junge Frauen in Norwegen im Zweiten Weltkrieg, deren Schicksal bis in die Gegenwart reicht


Von den Tyskebarna habe ich zum ersten Mal als Teenager gehört. Als großer Abba-Fan hat mich die Geschichte von Sängerin Frida, die ein Tyskebarn ist und über eine Reportage in der "Bravo" damals ihren deutschen Vater fand, sehr berührt. Viel zu diesem Thema gab es aber nicht. Ich habe allerdings vor einigen Jahren das Buch "Schicksal Lebensborn" von Kåre Olsen gefunden, das ist allerdings ein Sachbuch.

1941 - Norwegen
Lisbet und Oda sind beste Freundinnen und wachsen in einem südnorwegischen Fischerdorf auf. Als deutsche Soldaten dort stationiert und auch privat einquartiert werden, verlieben sich die beiden jungen Frauen und folgen den deutschen Soldaten sogar später in die Stadt.
Es kommt wie es kommen muss, beide werden schwanger. Oda wird von ihrem Günter sitzengelassen, Lisbet scheint es es besser getroffen zu haben. Für Erich scheint sie auch die große Liebe zu sein.
Als es beide Männer an die Ostfront verschlägt, bleibt beiden Mädchen nur noch ein Lebensbornheim. Als Freundin eines deutschen Soldaten und obendrein auch noch schwanger schlägt ihnen überall Hass entgegen, sie verlieren die Arbeit, die Unterkunft...

2005 - Wiesbaden
Marie ist Vollwaise. Sie begibt sich auf die Suche nach den Wurzeln ihrer Familie und landet dadurch als freiwillige Helferin in einem Altenheim in Wiesbaden. Nach dem Krieg war das Heim ein Kinderheim, ein Lebensbornheim und offensichtlich ist ihre Mutter als Kleinkind dort gewesen.
Im Altersheim hat es ihr vor allem die alte Betty angetan. Schnell spürt sie zu der Bewohnerin eine enge Verbundenheit. Doch die leichte Demenz der alten Dame verhindert immer wieder Gespräche über deren Vergangenheit.
Jemand spielt Marie über die alte Adresse ihres Großvaters ein Tagebuch zu, leider auf norwegisch, so dass sie es nicht lesen kann. Aber ein altes Foto weckt ihre Neugier, denn die Frau auf dem Bild sie ihr sehr ähnlich. Mit Hilfe ihrer Kollegin Gertrud gelangt sie an die alte Akte ihrer Mutter. Doch dann verschwinden plötzlich das Tagebuch, Betty und Küchenhilfe Jan, der Marie nach einem One Night Stand das Tagebuch gemopst hat.

Mehr möchte ich zum Inhalt jetzt gar nicht sagen.
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, aber es hat leider deutliche Schwächen.
Im Gegensatz zur Inhaltsangabe erfährt man leider nichts über Lisbets Suche nach ihrer Tochter.
Warum Lisbet ihre Tochter verliert, wird überhaupt nicht klar. Sie hat 1942 ständig Briefkontakt zum Vater des Kindes und er zahlt Unterhalt. Und sie lebt mit der kleinen Lieselotte in einem norwegischen Lebensbornheim. Warum der Kontakt zu Erich abbricht, die beiden nicht heiraten und wie Lieselotte nach Deutschland kommt, wird nicht erzählt. Auch erfährt man nicht, ob und wann Lisbet nach ihrer Tochter sucht. Was hat sie später nach Deutschland verschlagen, wenn sie ihre Tochter nicht gefunden hat? Wie kommt es, dass ihre Tochter Lieselotte, Maries Mutter, bei ihrem leiblichen Vater aufwächst? Und wieso hat Lisbet die beiden dann nicht ausfindig gemacht, denn woher Erich stammt, wusste sie. Auch erfährt man nichts über Bettys Nachnamen. Marie erfährt durch das Tagebuch, dass ihre Großmutter Lisbet Tensen heißt. Wenn Betty noch so heißt, warum wird Marie dann nicht sofort aufmerksam? Dass Betty geheiratet hat und einen anderen Namen hat, wird aber nicht erwähnt.

Grundsätzlich hat mir der historische Strang besser gefallen als der aktuelle. Die Ausgrenzungen und Diskrimierungen der Mädchen waren deutlich geschildert. Als Freundinnen von deutschen Soldaten sind sie verhasst und ihre Familien brechen komplett mit ihnen. Lisbet und Oda sind völlig auf sich allein gestellt. Als die Mädchen vom Lebensbornheim erfahren, glauben sie zunächst noch, dass man ihnen dort wirklich helfen will, doch schnell folgt die Ernüchterung als sich das Heim als Zuchtanstalt für arischen Nachwuchs entpuppt. Lisbets Freundin Oda hatte es da gleich doppelt schwer, denn sie hat obendrein noch samische Wurzeln. Ihr Baby galt dadurch als "nicht-arisch" und "nicht vermittelbar".

Der Strang um Marie ist von vielen Zufällen geprägt und verheddert sich leider in vielen Nebensächlichkeiten.
Dabei bieten die Figuren durchaus Potenzial. Marie erhält bei ihrer Suche Hilfe von Kollegin Gertrud, die ebenfalls ein Deutschenkind ist und auf der Suche nach ihren Wurzeln ebenfalls in dem Altersheim gelandet ist, weil dort im Keller die alten Akten als der Zeit als das Haus ein Kinderheim war, versteckt sind. Doch statt auch Gertruds Schicksal zum Thema zu machen, verkommt sie als Reisebegleitung, die pausenlos Zimtschnecken in sich reinstopft. Maries und Gertruds Reise nach Hurdal nimmt dermaßen viel Raum ein, dass man sich fragt, was das soll, denn das ist für den Fortgang der Geschichte leider völlig irrelevant.

Insgesamt ein schönes Buch, das aber dem ernsten Thema aber nicht ganz gerecht wird. Oda und Lisbet sind zwei sehr sympahtische Protagonistinnen und ihre Geschichte ist durchaus spannend erzählt und ich war so gespannt, wie es den beiden ergehen wird. Am Ende bleiben aber einfach zu viele Fragen offen.
Dass es teilweise nachlässig lektoriert ist, will ich jetzt mal nicht mehr thematisieren, auch wenn mich so was nervt.
Wenn man sich für das Thema interessiert, dann ist es aber sicherlich lesenswert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Linda Winterberg
BeitragVerfasst: 19.03.2018, 12:12 
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Solange die Hoffnung uns gehört

Bis wir einander wiederfinden.
Frankfurt, 1938: Als Sängerin darf die Jüdin Anni nicht mehr auftreten. Nur mit Mühe kann sie für sich und ihre kleine Tochter Ruth sorgen. Die Angst vor dem NS-Regime wird immer größer, aber all ihre Bemühungen, gemeinsam auszureisen, scheitern. Schließlich ringt sich Anni zu der wohl schwersten Entscheidung für eine Mutter durch: Um wenigstens ihre Tochter in Sicherheit zu wissen, schickt sie Ruth mit einem der Kindertransporte nach England. So bald wie möglich will Anni ihr folgen. Doch dann bricht der Krieg aus, und sie kann das Land nicht mehr verlassen.
Die berührende Geschichte einer jungen Mutter, die ihr Kind zu retten versucht, indem sie es auf eine Reise ins Ungewisse schickt.


Solche Bücher wühlen mich immer auf und hallen lange in mir nach. Nach wie vor finde ich es erschreckend und beängstigend, was damals passiert ist und wie leichtgläubig die Menschheit bei ihrem Hass auf Juden, Homosexuelle und alle, die nicht ihrer Norm eines Ariers entsprachen, mitgemacht haben.

Die Geschichte um Anni und ihre Tochter Ruth beginnt mit der Leichtigkeit des Sommers 1933, die ersten braunen Schatten sind aber bereits da. Anni ist Witwe, Opernsängerin - und Jüdin. Ihre Tochter ist ein Mischling und somit beginnt der Lauf der Geschichte, einer Geschichte, die uns allen bekannt ist und wir um die Grausamkeiten wissen.

Anni schafft es, dass Ruth das Land verlassen kann. Anfangs können sich die beiden noch Briefe und Rote-Kreuz-Karten schreiben, doch aus das ist irgendwann nicht mehr möglich und so lebt Ruth in England und hofft, dass es ihrer Mutter gut geht und Anni versucht das Beste aus dem zu machen, was ihr als Leben als Jüdin in Frankfurt möglich ist.

Die Kapitel werden, ab dem Zeitpunkt wo Ruth auf ihre Reise nach England geht, immer abwechselnd aus Ruths und Annis Perspektive erzählt. So endet manches Kapitel mit einem Cliffhanger und ich musste eine Nachtschicht einlegen um das Buch auszulesen.

Am Ende des Buches erzählt die Autorin noch etwas dazu, wie sie auf die Idee eines Romas über die Kinderverschickung gekommen ist und welche Erlebnisse realer Personen den Weg ins Buch gefunden haben. Dadurch wurde die Geschichte für mich runder und hat sich als eines meiner Lesehighlights entpuppt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Linda Winterberg
BeitragVerfasst: 09.04.2018, 11:03 
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Solange die Hoffnung uns gehört hat mir auch unheimlich gut gefallen und mich stellenweise sehr mitgenommen.
Für mich bot die Geschichte an sich nichts neues, aber so wie sie erzählt wurde, ging es mir unheimlich nah. Schrittweise werden Anni und Ruth ihres Lebens beraubt. Der Moment, als Anni Ruth zum Bahnhof bringt, hat mir die Tränen ins Gesicht getrieben. Die Kinder, die mit Ruth nach England reisen, sind zum Teil noch im Kleinkindalter - welch schreckliche Vorstellung, sein Kind allein auf eine solche Reise zu schicken. Und während es Ruth in England gut geht und sie ihren Weg macht, "verschwindet" Anni. Sie überlebt dank guter Freunde und Nachbarn, aber zahlt einen hohen Preis.
Das Buch ist weder reißerisch noch kitschig, sondern hat für mich eher leise Töne.
Eine absolute Leseempfehlung.

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 Betreff des Beitrags: Re: Linda Winterberg
BeitragVerfasst: 26.01.2019, 11:38 
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sonnige Serengeti
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Ich habe gestern "Das Haus der verlorenen Kinder" ausgelesen und fand das Buch von der Thematik her sehr beeindruckend und hatte es blitzschnell ausgelesen.

Ulrike hat die Schwächen des Buches sehr gut zusammengefasst, genau die Fragen, die Du in Deinem Spoiler aufwirfst, habe ich mir auch gestellt und zuerst gedacht, ich hätte etwas überlesen. :gruebel

Aber dennoch war es ein interessantes Buch, das einen nachdenklich zurücklässt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Linda Winterberg
BeitragVerfasst: 23.04.2019, 17:28 
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sonnige Serengeti
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Ich habe nun auch "Solange die Hoffnung uns gehört" gelesen und das Buch hat mich wirklich total in seinen Bann gezogen. Mir ging es wie Rabea, dass ich es gar nicht aus der Hand legen konnte. Die Geschichte hat mich unglaublich berührt und zählt zu meinen Jahreshighlights.

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 Betreff des Beitrags: Re: Linda Winterberg
BeitragVerfasst: 14.08.2019, 11:52 
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muntere Moderatorin
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Linda Winterberg schreibt auch noch unter anderen Namen: und Nicole Steyer

Aufgrund des Homepage-Namens vermute ich mal den Echtnamen Nicole Steyer. :grins


Unter Linda Winterberg hat sie ja nun auch eine Hebammensaga begonnen. Zum ersten Band habe ich schon Gutes gehört und kann mein Leseinteresse nicht abstreiten. (auch wenn man eigentlich meinen müsste, mit dem Thema Krankenhaus wäre auch mal genug...)

Zitat:
Die große Hebammen-Saga: historisch fundiert, atmosphärisch und voller liebenswerter Figuren.


Band 1: Aufbruch in ein neues Leben (12. Juli 2019)
Das Licht der Welt.
Berlin 1917: Edith, Margot und Luise könnten unterschiedlicher nicht sein, als sie sich bei der Hebammenausbildung kennenlernen. Was sie jedoch verbindet, ist ihr Wunsch nach Freiheit und Selbständigkeit – als Flucht vor dem dominanten Vater, vor der Armut der Großfamilie oder den Schatten der Vergangenheit. In einer Zeit, in der die Welt im Kriegs-Chaos versinkt, ist die Sehnsucht nach Frieden genauso groß wie das Elend, mit dem die drei Frauen täglich konfrontiert sind. Aber sie geben nicht auf, denn sie wissen, dass sie jeden Tag aufs Neue die Chance haben, Leben zu schenken …


Band 2: Jahre der Veränderung (20. Januar 2020)
Drei junge Frauen folgen dem Ruf des Lebens.
Berlin 1929: Die drei Freundinnen haben ihren Weg gefunden: Edith arbeitet als Hebamme in der Klinik und in einer Beratungsstelle für Frauen. Margots Leben steht kopf, nachdem sie sich in einen verheirateten Mann verliebt hat, und Luise unterrichtet inzwischen Hebammen-Schülerinnen und stürzt sich ins Nachtleben der schillernden Metropole. Gleichzeitig zeigen sich die Spuren der Weltwirtschaftskrise nur zu deutlich in Berlin. Armut und Leid sind allgegenwärtig. Als Edith ein verlockendes Angebot bekommt, das ihr Leben verändern wird, ist die Freundschaft der drei Frauen auf eine harte Probe gestellt.


Band 3: Schicksalhafte Zeiten (17. August 2020)
Das große Finale der der Hebammen-Saga um Edith, Margot und Luise von der Besteller Autorin Linda Winterberg.

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Liebe Grüße von Christiane
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"Wenn Du ein Buch auf eine Reise mitnimmst, dann geschieht etwas Seltsames. Das Buch wird anfangen, Deine Erinnerungen zu sammeln. Du wirst es später nur aufschlagen müssen und schon wirst Du wieder dort sein, wo Du zuerst darin gelesen hast. Schon mit den ersten Worten wird alles zurückkommen - die Bilder, die Gerüche, das Eis, das Du beim Lesen gegessen hast." Mortimer Folchart


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 Betreff des Beitrags: Re: Linda Winterberg
BeitragVerfasst: 14.08.2019, 12:00 
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Ich lese gerade: Gabriella Engelmann "Zauberblütenzeit"
:yes Das denke ich auch.
Ich bin ja kein Freund von vielen Pseudonymen, das finde ich echt verwirrend.

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 Betreff des Beitrags: Re: Linda Winterberg
BeitragVerfasst: 28.01.2020, 13:43 
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Ich habe den ersten Band Aufbruch in ein neues Leben der Hebammen-Saga gelesen und er hat mir ausgesprochen gut gefallen.

Die drei Hauptfiguren sind Edith eine junge Frau, die gegen den Willen ihrer Familie den Beruf der Hebamme erlernen möchte, Luise, die eigentlich schon viel Wissen der Hebammenkunst hat, da ihre Oma eine Landhebamme ist und Margot, die aus einer sehr armen Berliner Familie kommt und mehr als 1x die Ausbildung hinwerfen möchte, weil sie sie angeblich nicht verdient hat. Doch am Ende haben es alle drei geschafft und den Beruf der Hebamme nicht nur erlernt, sondern auch ihre Zeugnisse erhalten.

Die drei lernen sich direkt an ihrem ersten Tag der Ausbildung kennen und erleben in den 18 Monaten ihrer Ausbildung einige Hochs und viele Tiefs. Die Zeiten sind schlecht. Der 4. Kriegswinter steht vor der Tür, das Essen wird immer knapper und wenn Männer von der Front zurück kehren, dann sind sie kriegsversehrt. Die Bevölkerung ist kriegsmüde und doch darf man es nicht laut sagen, dass man auf eine Niederlage hofft.

Auch die schönen und dunklen Seiten des Hebammen-Berufes werden gut dargestellt. 1917 war es noch ein Weltwunder, wenn ein Frühchen in der 32. Woche überlebt hat - unglaublich, dass das gerade mal knapp über 100 Jahre her ist! Auch die Todesfälle bei Säuglingen wird relativ stoisch aufgenommen, da man einfach nichts machen konnte und viele sind in den Kriegsjahren einfach verhungert. Zum einen hatten die Mütter keine Milch und zum anderen gab es einfach nichts.

Das Buch endet mit dem Kriegsende und ich hoffe, dass ich bald den 2. Band in die Finger bekomme. Bis zum Band 3 dauert es dann leider noch etwas.

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Rabea
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 Betreff des Beitrags: Re: Linda Winterberg
BeitragVerfasst: 28.01.2020, 17:05 
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Rabea, der 2 Band ist am Freitag bei mir eingetrudelt.

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Schian's Tagl! Ela

Gib allen Kinderträumen Flügel, lass sie fliegen hoch im Wind, dass alle Menschen sehen können, wie wichtig Kinderträume sind.


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