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 Betreff des Beitrags: Katrin Tempel
BeitragVerfasst: 10.08.2016, 15:21 
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Mandeljahre

Dort, wo die Mandelbäume blühen ... Als Katharina die Jugendstilvilla ihrer Familie an der pfälzischen Weinstraße entrümpelt, findet sie Fotoalben und Erinnerungsstücke ihrer Urgroßmutter Marie. Die lebenslustige Ehefrau eines gnadenlosen Großunternehmers erlebte den Aufstieg und Fall einer deutschen Kaffeeröster-Dynastie in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts – und sie verheimlichte ihre wahren Gefühle für den Mann, den sie nicht lieben durfte.

Von Katharina und ihrem Leben erfährt man nicht viel - es ist lediglich der Aufhänger zur Geschichte ihrer Urgroßmutter Marie. Marie, die 1910 nach Bad Dürkheim kommt und dort mit Carl mehr oder weniger verheiratet wird. Carl hat Geld und Marie den Titel und kann so ihre Familie vor dem Bankrott retten. So war es in dieser Zeit einfach üblich und Marie ergibt sich ihrem Schicksal hin, allerdings nur äußerlich. Wie Marie sich entwickelt und wie es ihrer Familie so ergeht ist über einen Zeitraum von ca. 40 Jahren geschrieben. Man erlebt nicht nur den Auf- und Abstieg der Kaffeerösterei Quinta, sondern auch den Sieg und Fall der Deutschen im 1. Weltkrieg, die goldenen 20er Jahre, die Zeit der Wirtschaftskrise und natürlich auch des 2. Weltkrieges und ganz besonders der Judenverfolgung in Bad Dürkheim.

Die Kapitel im Buch sind immer mit einem Monat und einer Jahreszahl versehen. Teilweise sind es mehrere Kapitel über einen Monat, dann wieder Zeitsprünge von 2-3 Jahren. Das macht allerdings nichts. Denn in diesen Zeitsprüngen ist nichts passiert, was für die Geschichte relevant ist. Eigentlich erinnert mich das Buch an ein Tagebuch, auch wenn es nicht aus der Ich-Perspektive geschrieben ist. Alles in allem hat es mir gut gefallen und ich habe mal wieder etwas erweiterte Heimatkunde betrieben :ggg , u.a. war mir nicht bewusst, dass die Bezeichnung Weinstraße ein Überbleibsel des 3. Reiches ist.

Mehr über Katrin Tempel gibt es auf ihrer Homepage:
http://www.katrin-tempel.de/

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 Betreff des Beitrags: Re: Katrin Tempel
BeitragVerfasst: 10.08.2016, 15:30 
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Holunderliebe

Geschichtsstudentin Lena stößt während der Recherchen zu ihrer Doktorarbeit im Klostergarten von Reichenau am Bodensee auf eine Pflanze, die in der Gartenchronik nie erwähnt wurde. Doch keiner will ihr im Kloster Auskunft geben. Ihre Suche führt Lena zurück in eine Zeit, in der allein die Kräuterkunde Rettung bei schweren Krankheiten bot. Und zu einem vergessenen Heilkraut, das ein junger Adeliger einst aus dem Emirat von Cordoba mitgebracht und heimlich im Garten gepflanzt hatte. Der Kraft dieser Pflanze verdankte seine große Liebe das Leben. Ganz allmählich kommt Lena dem uralten Geheimnis des Klosters auf die Spur – und entdeckt dabei auch ihre eigenen Wurzeln.

Das Buch habe ich letztes Jahr schon gelesen. Hier hat mir gesonders gefallen, dass es auf 2 Zeitebenen spielt.
Die Geschichte der Insel Reichenau spielt dabei eine tragende Rolle.

Natürlich kann die »Holunderliebe« nicht exakt die Geschehnisse auf der Reichenau des 9. Jahrhunderts nacherzählen – sehr vieles ist historisch auch umstritten.

Unstrittig ist allerdings, dass Walahfrid Strabo dort erst als Mönch und einige Jahre später als Abt lebte. Ebenso sicher ist, dass Walahfrid mit dem »Hortulus« wohl die erste Anleitung für den Anbau eines Kräutergartens in unserem Kulturkreis geschrieben hat, die später mit dem »St. Galler Klosterplan« zu einer verbindlichen Vorlage für die Benediktinerkloster der nächsten Jahrhunderte wurde.

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 Betreff des Beitrags: Re: Katrin Tempel
BeitragVerfasst: 06.07.2018, 22:03 
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Weil es hier vorgestellt wurde, ich mich daran erinnerte und "Holunderliebe" vor einigen Wochen im Bücherschrank stand, habe ich diesen mitgenommen und inzwischen auch gelesen. Bücher, die einen Erzählstrang in Gegenwart und Vergangenheit haben, lese ich gern. Allerdings nur zurückgehend bis ca. Mitte 19. Jahrhundert. Die Ereignisse auf der Reichenau haben mich sehr viel weiter zurückgeführt, neu für mich, doch interessant und lesenswert geschildert. Ich hab das Buch urlaubsbedingt auch mal 14 Tage zur Seite gelegt, anderes gelesen, was ich sonst nie mache. Als ich wieder anfing, war ich aber auch schnell wieder drin und der Roman hat mir gefallen.

Die Kapitel in der Vergangenheit haben sich spannend lesen lassen, dass ich immer weiterlesen wollte und zu erfahren wie es weitergeht und was mit den Charakteren passiert. Die Gegenwart war eher dazu da, die losen Enden zusammenzufügen.
Es geht um Liebe zwischen unterschiedlichen Ständen, um Kräuterkunde und ein wenig um das Leben der Mönche im Kloster. Das alles ist sehr anschaulich beschrieben und wie es mir scheint auch gut recherchiert.

Vielleicht greife ich nun auch doch mal zu Historischeren Romanenschilderungen.

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"Wenn Du ein Buch auf eine Reise mitnimmst, dann geschieht etwas Seltsames. Das Buch wird anfangen, Deine Erinnerungen zu sammeln. Du wirst es später nur aufschlagen müssen und schon wirst Du wieder dort sein, wo Du zuerst darin gelesen hast. Schon mit den ersten Worten wird alles zurückkommen - die Bilder, die Gerüche, das Eis, das Du beim Lesen gegessen hast." Mortimer Folchart


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 Betreff des Beitrags: Re: Katrin Tempel
BeitragVerfasst: 22.01.2019, 20:41 
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geniale Giraffe
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Ich bin heute mit Mandeljahre fertig geworden und muss sagen das es vollkommen zu Unrecht bestimmt 2 Jahre auf meine SUB lag :rotwerd So ein schönes Buch :meinherz

Auch für mich ist es wie bei Rabea auch ein Stück Heimatkunde gewesen, da die Stadt Bad Dürkheim ja wirklich bei mir um die Ecke liegt und ich viele der im Buch beschriebenen Plätze ja auch tatsächlich schon selbst besucht und gesehen habe. Auch die Geschichte rund um die Kaffee Fabrik der Familie Hauer hat mich wirklich fasziniert da ja vieles auf Tatsachen beruht. Erschreckend finde ich auch die Beschreibung der Judenverfolgung im Buch, gerade weil das ganze dadurch so nah an die eigene Heimat und Vorfahren rückt.

Zitat:
u.a. war mir nicht bewusst, dass die Bezeichnung Weinstraße ein Überbleibsel des 3. Reiches ist.
Ging mir auch so.

Und im Frühjahr oder Sommer habe ich mir fest vorgenommen endlich nach 41 Jahren mal einen Spaziergang auf dem zu machen, am besten während der Mandelblüte :yes . Rabea kommst du mit ? :grins

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 Betreff des Beitrags: Re: Katrin Tempel
BeitragVerfasst: 22.01.2019, 20:59 
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aufmerksame Administratorin
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Sehr gern, Irina! Ich war da auch noch nie drauf!

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 Betreff des Beitrags: Re: Katrin Tempel
BeitragVerfasst: 22.01.2019, 21:32 
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gebildeter Gepard
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Die Bücher klingen nach meinem Geschmack.

Und zur Insel Reichenau fällt mir eine Querverbindungein zu Die leeren Hände - Abt Berno von Reichenau (1008-1048) https://www.amazon.de/dp/3980044920/ref ... rCb32V8MHT. Dies spielt ebendort und ich bin mir recht sicher, den Namen Walafried Strabo dort auch wahrgenommen zu haben.

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 Betreff des Beitrags: Re: Katrin Tempel
BeitragVerfasst: 23.01.2019, 12:14 
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gesprächiges Gnu
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Von Katrin Tempel habe ich Ende des letzten Jahres ein neues Buch gelesen:

Das Novembermädchen

1866: Am Vorabend des Krieges herrschen Hunger und Leid in Berlin. Da hat die junge Mutter Lina Morgenstern eine Idee: Wenn man Nahrungsmittel in großen Mengen einkauft und zubereitet, können viele Menschen eine gesunde, warme Mahlzeit bekommen. Kurz darauf beginnt ihr Kampf für die erste Berliner Volksküche: der Grundstein für ein Netz aus Suppenküchen in der ganzen Stadt. Doch wird Lina es dabei nicht belassen. Während ihr Mann zu Hause dafür sorgt, dass die fünf Kinder nicht zu kurz kommen, wird aus ihrem sozialem Engagement bald auch ein politischer Kampf für Gerechtigkeit und Frieden.

Bisher hatte ich von der Autorin nichts gelesen, mich hatte das Cover in der Buchhandlung angeguckt und da habe ich dann gleich zugeschlagen.

Mir hat es gut gefallen, auch wenn es schon sehr deutlich ist, wie sehr Lina Morgenstern ihre Familie ihrem großen Ziel untergeordnet hat. Der Ehemann muss sich so manchen Spott gefallen lassen, weil er sich zu Hause gemeinsam mit einem Mädchen um alles kümmert.
Nachdem sie die Suppenküchen eingerichtet hat, bricht der deutsch-französische Krieg aus - und auch hier wird sie wieder in die Geschehnisse hereingezogen.

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Viele Grüsse

Wibke :lesen


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 Betreff des Beitrags: Re: Katrin Tempel
BeitragVerfasst: 23.01.2019, 12:49 
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muntere Moderatorin
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Das hört sich spannend an - ideenreiche Mutter und der Mann übernimmt zuhause weibliche Pflichten. Danke für den Tipp!

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 Betreff des Beitrags: Re: Katrin Tempel
BeitragVerfasst: 20.11.2019, 09:31 
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geniale Giraffe
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Über dem Meer die Freiheit

Charlotte zögert nicht lange, als Freiheitskämpfer aus allen deutschen Ländern zu einem Fest für Einigkeit und Demokratie aufrufen: Sie steckt sich die schwarz-rot-goldene Kokarde an und folgt ihrer Familie und ihrem Verlobten Friedrich zum Hambacher Schloss. Sie will singen, tanzen und frei sein. Doch den in der Pfalz herrschenden Bayern ist das ein Dorn im Auge. Charlottes Vater wird verhaftet, ihr Bruder taucht unter. Dann stirbt Friedrich bei einem schrecklichen Unfall, und Charlotte ist ganz allein. Als die Bayern drohen, auch sie festzunehmen, sieht sie nur einen Ausweg: Amerika. Voller Hoffnung, doch noch ein Leben in Freiheit zu führen, macht sie sich auf eine wagemutige und abenteuerliche Reise.

wieder ein schöner Roman von Katrin Tempel. Ich fand die Geschichte von Charlotte und Ihrer Reise nach Amerika sehr gut und der Schreibstil von Katrin Tempel ist so angenehm das ich innerhalb von 3 Tage damit durch war. :yes

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 Betreff des Beitrags: Re: Katrin Tempel
BeitragVerfasst: 18.06.2020, 15:38 
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geniale Giraffe
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gibt es eine Lesung von Mandeljahre mit der Autorin.

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