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BeitragVerfasst: 21.06.2011, 10:17 
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treue Thomsongazelle
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Letzte Woche haben Iris und ich uns über Bücher zum Zweiten Weltkrieg unterhalten. Unter anderem habe ich ihr vom Zeitgut-Verlag und seinen Büchern erzählt. Iris kannte den Verlag und die Bücher nicht und hat mir vorgeschlagen diese vorzustellen. Und das möchte ich nun gerne tun.

Für alle diejenigen, die den Zeitgut-Verlag nicht kennen, habe ich hier die Homepage () und eine kleine Erklärung zum Verlag und seinen Zielen. Der Zeitgut-Verlag sammelt Berichte von Zeitzeugen aus dem 20. Jahrhundert. In diesem Jahrhundert sind viele dramatische Ereignisse geschehen, deren Erinnerung nicht verloren gehen sollten. Diese Berichte werden in verschiedenen Bücher durch den Zeitgut-Verlag veröffentlicht. Es handelt sich dabei meistens um Berichte von "normalen" Deutschen (Hausfrauen, Kinder, einfache Soldaten), die während dieser Zeit gelebt haben. Bis ich diesen Verlag entdeckt habe, kanne ich vor allem Berichte von Juden, die den Holocaust überlebt haben. Die anderen Aspekte des Krieges waren mir kaum bewusst.

Nach und nach werde ich auch die weiteren Bücher des Verlags lesen, da mich dieses Thema sehr interessiert und ich es wichtig finde den Krieg nicht zu vergessen. Bestimmt bin ich nicht die einzige, die dieses Thema interessiert. Deshalb soll dieser Thread aber nicht nur für "meine" Bücher sein, sondern ihr seid alle eingeladen Bücher vorzustellen, die den Zweiten Weltkrieg oder die Nachkriegszeit behandeln. Sei es Geschichtsbücher, Romane oder Erlebnisse von Menschen aus dieser Zeit.

Folgende Bücher zum Thema 2. Weltkrieg und der Nachkriegszeit vom Zeitgut-Verlag habe ich gelesen:



Nichts führt zurück
Flucht und Vertreibung 1944-1955 in 29 Zeitzeugen-Erinnerungen
320 Seiten
ISBN: 3-86614-133-5

Zusammengefasst von: Jürgen Kleindienst

Kurzbeschreibung: Kriegswinter 1944/45. Die Ostfront rückt immer näher. Die deutsche Bevölkerung wird in letzter Minute aufgefordert, ihre Heimatorte zu verlassen. Das große Fluchtchaos beginnt. Mehr als 12 Millionen Deutsche werden im Zuge einer beispiellosen Flucht- und Vertreibungsaktion ihre Heimat in den deutschen Ostgebieten verlassen müssen.

Meine Meinung: Dieses Thema war mir eher unbekannt. Ich habe wohl im Geschichtsunterricht davon gehört. Aber eher mit Zahlen und Fakten und nicht was dies persönlich für die Betroffenen bedeutete. In diesem Buch sind 29 Erinnerungen von Menschen die die Vertreibung am eigenen Leib erfahren mussten. Während dem Lesen musste ich immer wieder innehalten um meine Fassung zu behalten. Es ist kein leichtes Buch, keine schönen Erzählungen. Aber sie haben mir geholfen, den Krieg und die Folgen als etwas sehr reales und schreckliches zu erfahren. Mir gezeigt das es im Krieg keine Gewinner und Verlierer gibt, da alle Menschen verlieren und alle leiden.



Nachkriegs-Kinder
67 Geschichten und Berichte von Zeitzeugen
448 Seiten
ISBN: 3-86614-111-4

Zusammengefasst von: Jürgen Kleindienst

Kurzbeschreibung:Kriegsende. Vorbei sind Bombennächte und Fliegeralarm. Eine neue, schwere Zeit bricht an. Es geht darum, den täglichen Bedarf zu decken und die Not zu lindern. Hamsterfahrten aufs Land, Tauschgeschäfte, Schlange stehen vor den Läden. Die Kinder lernen, Verantwortung zu übernehmen. Sie versuchen, so gut es jedes vermag, zum Unterhalt der Familie beizutragen.

Meine Meinung: Der Krieg ist endlich vorbei, nun sollte es wieder bergaufgehen, oder? Dieses Buch hat mir vor Augen geführt wie schwer die Zeit nach dem Krieg war. Viele dieser Kinder sind ihrer Kindheit beraubt worden, vieles woran sie geglaubt haben gibt es nicht mehr. Sie haben kein Zuhause, oft sind auch ihre Eltern nicht mehr da und alle von ihnen werden wohl für immer unter dem Krieg leiden. Ich habe grosse Bewunderung für diese Kinder. Jedes einzelne hat sich durchgekämpft in der Hoffnung eines Tages in einer besseren Welt zu leben.



Spasibo Iwan
Danke Soldat
128 Seiten
ISBN: 3-86614-107-6

Verfasser: Werner Abel

Kurzbeschreibung: Als blutjunger Soldat geriet Werner Abel gegen Ende des Zweiten Weltkrieges hinter die russischen Linien. Dort ist er nach dem tragischen Tod zweier Kameraden plötzlich ganz auf sich allein gestellt. Verzweifelt versucht er, die zurückweichenden deutschen Truppen einzuholen. Ein Lauf ums Überleben beginnt, der ihn sein Leben lang als Trauma begleiten wird. Werner Abel hat die Flucht und die Kriegsgefangenschaft in Moskau und Insterburg überstanden. Er hat gehungert, hat russisch gelernt, hat auf vielen Baustellen gearbeitet und hat sich in die russische Seele hineingefunden. Und Jahrzehnte später ist in ihm die Überzeugung gewachsen, dass ihn die Rotarmisten - die bewaffneten feindlichen Soldaten - im Gegenüber von Mensch zu Mensch einfach nicht töten konnten. Dafür ist er ihnen noch heute dankbar, obwohl sie ihn drei Jahre lang gefangen hielten.

Meine Meinung: Es ist interessant die Geschichte eines einzelnen Soldaten kennen zu lernen. Zu sehen wie jung und unerfahren viele der deutschen Soldaten waren. So weit ich mich erinnern kann, hat Herr Abel in seinem Buch nie Hass gegenüber den Russen erwähnt. Dies finde ich bemerkenswert. Ich kann mir gut vorstellen, dass er während der Gefangenschaft und danach wohl Hass empfunden hat. Weil er aber seine Geschichte erst sehr spät aufgeschrieben hat, hat die Zeit wohl dazu beigetragen, dass er diesen Hass verloren hat und er heute sogar dankbar dafür ist.



Mein Herz blieb in Russland
Russlanddeutsche erzählen aus ihrem Leben, 34 Erzählungen
448 Seiten
ISBN: 3-86614-145-9

Zusammengefasst von: Larissa Dyck, Heinrich Mehl

Kurzbeschreibung: Es ist einigermaßen überraschend, dass sich ein bemüht und ernsthaft »erinnerndes Deutschland« eine Gruppe bisher nicht in den Fokus genommen hat: die »Russland-Deutschen«. Ihre Leiden, dies wird beim Lesen deutlich, übersteigen zum Teil die Dimension des Leidens in Deutschland 1941 bis 1945 bei weitem und sie sind die am längsten betroffene Opfergruppe überhaupt.

Sie sind die Nachkommen jener Deutschen, die - gerufen und angelockt mit finanziellen wie rechtlichen Privilegien - im 18. Jahrhundert nach Russland auswanderten. Ihre ursprüngliche Heimat in Deutschland waren Regionen wirtschaftlicher Not, Schwaben oder die Pfalz etwa. Eingeladen hat sie vor allem die Zarin Katharina die Große, selbst deutschstämmig. Gegründet wurden die deutschen Kolonien an der Wolga und im Kaukasus. Im Laufe der Jahrzehnte vermehrten sich Russlands Dörfer mit deutschen Namen, die Einwanderer machten Land urbar, errangen wirtschaftlichen Erfolg, besetzten Führungspositionen in Landwirtschaft und Handel. In vielen Gebieten des Zarenreiches traf man auf deutsche Familiennamen und deutsche Sprache.

Meine Meinung: Eine weitere Facette des Kriegs, die eher unbekannt ist/war. Ich wusste von den Gulags, aber nicht dass viele Deutsche die ersten Inhaftierten waren. Dieses Buch beschreibt in welcher Zwickmühle sich diese Menschen befanden. Sie hatten ihr Leben in Russland aufgebaut, hatten dort Höfe und es ging ihnen gut. Aber ihre Sprache und Kultur war immer noch Deutsch. Sie wurden für etwas bestraft, dass sie nicht verursacht hatten. Viele von ihnen überlebten die Zeit in Gefangenschaft nicht und die die überlebten waren danach zwar wieder frei aber sie durften nicht frei reisen und es war verboten Deutsch zu sprechen.



Jora und Knopotschka
Eine deutsch-russische Liebe im Havelland
192 Seiten
ISBN: 3-86614-174-2

Verfasserin: Hildegard Bildt

Kurzbeschreibung: Winter 1947 in Hohenschöpping im Havelland. Draußen herrschen klirrende Kälte, Eis und Schnee. Im Gasthaus „Zum weißen Schwan“ ist das Gastwirtsehepaar bereits zu Bett gegangen, die Töchter Elfriede und Hildegard haben ebenfalls ihre Schlafkammer aufgesucht. Was soll man auch anfangen, wenn wieder einmal Stromsperre herrscht und das ganze Haus dunkel ist? Hildegard ist vor dem Einschlafen in die Betrachtung des Vollmondes vertieft, als es plötzlich unten laut an die Tür zur Gaststube klopft. Im Hof stehen drei Russen, die Einlaß begehren. Da sie sich nicht wegschicken lassen, öffnen die beiden jungen Frauen schließlich…

Was an diesem Abend einen zarten, kaum wahrnehmbaren Anfang nimmt, ist die bewegende Geschichte der deutschen Gastwirtstochter Hildegard und des jungen russischen Soldaten Igor. Zu einer Zeit, in der die Angst vor Vergewaltigungen bei vielen Frauen im russisch besetzten Teil Deutschlands noch sehr gegenwärtig ist, verlieben sich die beiden ineinander.

Meine Meinung: Ich bin mir bewusst wie damals das Verhältnis zwischen Deutschen und Russen war. Umso mehr hat mich dieses Buch fasziniert. Es erzählt von den Sprachschwierigkeiten, die die beiden hatten und wie sie sich doch verstanden. Das Ende finde ich ein wenig traurig, liegt aber daran das ich wohl eine unverbesserliche Romantikerin bin. In den Zeiten damals hatte Romantik aber wenig Platz.

Andere Bücher zum Thema Zweiter Weltkrieg und der Nachkriegszeit:



Kriegskinder
Erinnerungen einer Generation. Offizielles Bucher zur ARD-Serie
256 Seiten
ISBN-10:3-86789-071-4

Herausgeberin: Sonya Winterberg
Verlag: Rotbuch Verlag

Kurzbeschreibung: Eine Kindheit im Krieg: Was registrieren Kinderaugen, was brennt sich ins Gedächtnis ein, was wird ausgeblendet? Wie erleben Kinder den Alltag im Krieg: Verdunklung, Nächte im Luftschutzkeller, Bombardierung, Vertreibung, Soldatenwillkür, Vaterverlust. Nie zuvor in der Geschichte der Zivilisation sind Kinder so grausam zu Opfern, aber auch zu Akteuren eines unmenschlichen Krieges geworden. Kriegskinder aus Frankreich, England, Deutschland, Polen, der Ukraine und aus Weißrussland erinnern sich, schildern Alltägliches und Außergewöhnliches aus den Tagen, in denen Europa in Flammen stand. Doch nicht nur die Geschehnisse innerhalb Deutschlands sind Thema: Wie erleben Kinder jenseits der damaligen deutschen Grenzen diese Zeit, was die verschleppten Kinder aus den Ostgebieten? Die letzte Generation von Zeitzeugen des Zweiten Weltkriegs antwortet.

Meine Meinung: Was ich sehr gut an diesem Buch finde ist, dass es Erinnerungen von ganz verschiedenen Kindern weitergibt. Da sind Kinder, die mit Herzblut zur Hitlerjugend zählten, Kinder deren Eltern zum Widerstand gehörten, jüdische Kinder, polnische Kinder, Kinder die an einer Behinderung leiden. Es ist ein trauriges Buch, das vom Alltag der Kinder erzählt, wie sie den Krieg erlebten, was es für sie bedeutete im Krieg zu sein.

So, nun ist es an euch, habt ihr Bücher, die ihr gerne vorstellen wollt?

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BeitragVerfasst: 21.06.2011, 13:26 
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findiger Fuchs
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Jetzt wollte ich gerade eine Antwort schreiben - und stellte fest, dass das alles Jugendbücher sind... da wir hier ja in der Kategorie Erwachsenenliteratur sind, habe ich bei den Jugendbüchern einen eigenen Thread eröffnet:

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LG Gisela



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BeitragVerfasst: 21.06.2011, 14:25 
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tiefsinniger Tiger
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Von Gina Mayer habe ich "Zitronen im Mondschein" auf Empfehlung einer Bekannten gelesen. Es befasst sich mit der Zeit zwischen den Weltkriegen. Eine Mutter-Tochter-Geschichte im Wandel der deutschen Geschichte. Beeindruckend aber schwer zu lesen (fand ich).

„Es ist etwas in dir, das ihm den Tod bringt“, sagte Madame Argent. „Was soll das heißen?“ Marias Stimme zitterte. „Was soll ich tun?“ „Geh deinen Weg, Maria.“ Düsseldorf 1926: Die Frage, wer ihr Vater ist, belastet die Beziehung zwischen dem Serviermädchen Mira und ihrer Mutter Maria, einer ehemaligen Wahrsagerin. Als sich Mira in den Pianisten und Revolutionär Anselm Guben verliebt, entfremden sich Tochter und Mutter noch mehr. Doch dann taucht ein rätselhafter Künstler auf, und das Vergangene wird höchst gegenwärtig. Eine dramatische Liebes- und Lebensgeschichte – ein Gesellschaftsroman, der anrührend und anschaulich eine Epoche deutscher Geschichte beschreibt. Nach einer Weissagung verlässt Maria den Mann, den sie liebt, einen außergewöhnlich begabten Maler. Allein versucht sie sich mit ihrem Kind als Wahrsagerin in einem Wanderzirkus durchzuschlagen. Als der Hunger während des Ersten Weltkriegs immer größer wird, bringt sie die kleine Mira in ein Kinderheim. Erst Jahre später treffen die beiden Frauen sich in Düsseldorf wieder. Mira verachtet ihre Mutter. Sie verliebt sich in einen Kinopianisten, der sie mit einer revolutionären Gruppe bekannt macht. Doch dann taucht ein seltsamer Mann auf, ein Kunstmaler, dessen Geschichten und Ideen sie faszinieren.

Keine Fortsetzung im eigentlichen Sinne, aber das nächste Buch von der gleichen Autorin:
Das Lied meiner Schwester
Zitat:
"Wenn man nur die Ohren schließen könnte wie die Augen." Es ist eine Sternstunde des Swing und Jazz. Doch als Orlanda von den Nazis das Singen verboten wird, beschließt sie, gemeinsam mit ihrer Schwester Anna Widerstand zu leisten. Ein Roman über Verrat und Liebe in schweren Zeiten, die ergreifende Geschichte zweier Schwestern, die ihre Passion höher schätzen als das eigene Leben. "Fesselnd, einfühlsam und akribisch recherchiert."


Ich habe es noch nicht gelesen, da es bisher nur gebunden erschienen ist.
Das 3. Buch in der Reihe: Die verlorenen Schuhe
Zitat:
Als sie sich im Winter 1944/45 erstmals begegnen, liegen Welten zwischen Inge aus Schlesien und Wanda aus Polen. Inges Gedanken kreisen um die nahe Zukunft: das Abitur, das Konservatorium und die bevorstehende Eheschließung mit Wolfgang von Brandt. Die Folgen des Krieges registriert sie höchstens am Rande, die Fremdarbeiter auf dem elterlichen Gut nimmt sie kaum wahr. Wanda dagegen hat den Krieg bereits hautnah erlebt: Wie es ihrer Familie geht, weiß sie nicht. Die Deutschen haben sie aus Krakau verschleppt, die Zukunft liegt bereits hinter ihr. Alle Kraft konzentriert sie auf das Hier und Jetzt, jedes Fehlverhalten kann tödlich sein. Als die Rote Armee naht, müssen Inge und Wanda ihren Weg nach Westen gemeinsam finden. Das Überleben der einen liegt in der Hand der anderen. Für ihren Roman hat Gina Mayer viele Zeitzeuginnen befragt. Eines dieser Interviews ist im Anhang abgedruckt. Historischer Roman.

Ebenfalls bisher nur gebunden erschienen, steht auch noch auf meiner Wunschliste.

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Sabine

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Wenn du einen Garten und dazu noch eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen. - Cicero


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BeitragVerfasst: 21.06.2011, 21:16 
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tiefsinniger Tiger
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Mir sind doch gerade tatsächlich auch noch Bücher eingefallen, die ich schon ganz lange nicht mehr gelesen habe. Und zwar spielen beide Bücher zur Zeit vom bzw. nach dem 2. Weltkrieg in England und Frankreich und beleuchten den England/Frankreich-Konflikt ein wenig.

Von Noreen Riols:
Klappentext Katharine: Wie alles begann: Die Vorgeschichte von "Begegnung am Ufer". England im Zweiten Weltkrieg. In dem geheimnisvollen Koffer, von dem ihre Mutter auf dem Sterbebett sprach, findet Katharine als jugne Frau Papiere, die ihrem Leben eine völlig neue Wende geben.
Auf dem schottischen Landsitz "Ardnakil" erlebt sie eine zarte Romanze mit einem jugen Offizier, wird hineingezogen in den Strudel abenteuerlicher Ereignisse, an denen sie fast zerbricht. Und doch - als am Ende des Krieges über London die Glocken läuten, nimmt ihr Leben noch einmal eine unerwartete Wendung.


Klappentext Begegnung am Ufer: Paris 1946. Katharine lernt Theo, einen jungen Deutschen, kennen, und schon nach kurzer Zeit haben die beiden sich ineinander verliebt. Aber immer wieder wird Katharine von Zweifeln geplagt. Kann sie Theo tatsächlich lieben? Soll sie ihr Leben an ihn binden?
Die Erinnerungen an ihren ersten Mann, der im Krieg ums Leben kam, werden immer wieder übermächtig. Noch während Katharine versucht, sich über ihre gespaltenen Gefühle klar zu werden, macht sie die Bekanntschaft von Maxime, einem unnahbar scheinenden jungen Franzosen. Nach der eher peinlich verlaufenden ersten Begegnung hofft Katharine, daß sie ihn niemals wiedertrifft. Doch dann fühlt sie sich auf unerklärliche Weise zu ihm hingezogen.
Das Glück scheint um Katharine einen großen Bogen zu machen - so empfindet sie es nach vielen Enttäuschungen und zerschlagenen Hoffnungen. Aber nach und nach lernt sie, sich von der Vergangenheit nicht länger lähmen zu lassen. Und diesmal läuft ihr das Glück nicht davon...


Wenn ich jetzt im Nachhinein über die Bücher nachdenke, würde ich behaupten, dass es eher eine Liebesgeschichte ist, die in die Zeit hineingeschrieben wurde, sie wirkt vielleicht ein bisschen aufgesetzt und vielleicht auch an einigen Stellen zu leicht und einfach, aber es war für mich das erste Mal, dass diese Sicht des Krieges beleuchtet wurde, und ich war von Anfang an von den Büchern gefesselt.
Auch finde ich die Klappentext-Beschreibungen viel zu oberflächlich und ungenau, da ich die Bücher aber vor langer Zeit das letzte Mal gelesen habe, belasse ich es dabei. Aber es werden auch die Themen Untergrundarbeit, Hochzeit im Krieg, Sabotage, (Hinrichtung), Angst, ... angesprochen.
Man sollte aber auf jeden Fall mit dem ersten Band anfangen, ich habe den zweiten Band damals zum Geburtstag bekommen und war von den vielen Personennamen im ersten Kapitel sehr erschlagen und musste dann am Ende feststellen, dass es zu dem Band auch noch einen Vorgängerband gibt, der sogar bei uns im Regal stand :chen.

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Viele Grüße von Hannah Mareike :fg


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BeitragVerfasst: 21.06.2011, 22:35 
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tiefsinniger Tiger
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Zwar kein Buch, aber passt zum Thema: gestern habe ich auf Phoenix ein bewegendes Dokudrama über die sog. Wolfskinder in den ostgebieten gesehen, also kinder, die ihre Eltern verloiren hatten und sich , teils jahrelang mit anderen Kindern oder ihren Geschwistern alleine durchschlagen mußten. Unglaublich, was diese kinder aushalten mußten. Viele leben bestimmt noch als alte Menschen...bestimmt gibt es da auch Bücher drüber.

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LG Kerstin


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BeitragVerfasst: 21.06.2011, 22:50 
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Kerstin, dazu habe ich gerade bei den Kinderbüchern zum selben Thema zwei Bücher eingestellt. :yes

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Liebe Grüße
Claudia


Der Weg zu innerem Frieden beginnt mit drei Worten:
NICHT. MEIN. PROBLEM.


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BeitragVerfasst: 21.06.2011, 23:30 
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tiefsinniger Tiger
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Was ich auch faszinierend finde, sind die ganzen persönlichen Biographien, ob erzählt, gefilmt, beschrieben, ...
Für mich war dieses Thema immer normal, ich bin mit Erzählungen aufgewachsen, das ist mir vorhin erst wieder bewusst geworden, wie Ramona schrieb, dass für sie die Themen Flucht, Vertreibung, ... nur Daten & Fakten waren. Unser Freilichtmuseum hat letztes Jahr erst eine wunderschöne Dauerausstellung zu dem Thema "Fremdes Zuhause" gemacht, da gibt es auch eine DVD mit Zeitzeugenberichten über die Ankunft und die erste Zeit in SH, die könnte ich sogar evtl. mal verleihen, wenn jemand interessiert ist (zumindest meine ich, dass wir eine DVD im Familienbesitz haben).

Mein Ururgroßvater hat damals (als Nazi-Gegner) vor und während des Krieges Tagebuch geschrieben (eigentlich insbesondere für seinen Sohn, der mitgemacht hat), mein Großvater hat es vor ein paar Jahren eingescannt und zeilenweise die Sütterlin geschriebenen Seiten abgetippt, mit dem geschichtlichen Hintergrundwissen als Fußnoten versehen und ausgedruckt und gebunden. Ich habe es mit Faszination gelesen, es war spannender und informativer als der gesamte Geschichtsunterricht, aber da es leider privat ist, kann ich jetzt hier nicht pauschal sagen, ich stelle es euch zum Lesen zur Verfügung. Wobei ich durchaus neulich auf dem Geburtstag mal angeregt habe, darüber nachzudenken, ob das nicht für Geschichtslehrer interessant sein könnte. Meine etwas jüngere Cousine 3. Grades (?) hat sich auch sofort in das Tagebuch vertieft und den ganzen Abend darin herumgeblättert. Gerade durch die Fußnoten kann man auch ohne das Schulwissen viel damit anfangen und lernt diese Zeit aus einer ganz anderen Perspektive kennen.

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BeitragVerfasst: 22.06.2011, 08:20 
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Ja, so geht es mir auch, Hannah Mareike.
Meine Großeltern und meine Uroma haben mir immer sehr viel über die Zeit erzählt. Ich durfte auch immer Fragen stellen und habe diese immer beantwortet bekommen.

Gelesen habe ich viel über die die Zwischenkriegszeit, Zweiter Weltkreig und Nachkriegszeit. Ich weiß nicht, ob wir Deutschen - im Gegensatz zu den Schweizern ( :wave Ramona), an dieses Thema einfach anders ran gehen bzw. rangegangen worden sind :weißnicht.

Als Roman und Familiensaga kann ich die von Charlotte Link, die Cazalet Chronik von Elizabeth Jane Howard und Heimkehr von Rosamunde Pilcher empfehlen. (Ich sehe gerade, dass wir von Heimkehr noch gar keine Rezension haben, das werde ich gleich mal nachholen).
Gut geschrieben fand ich auch von Peter Prange.

Sehr gut geschrieben finde ich Ferne Nähe (Briefe und Erinnerungen 1939-1945) von Mile Braach und Bergit Forchhammer.

Am 1. September 1939 schreibt Mile Braach aus Frankfurt an ihre Tochter Bergit in London: "Heute will ich eine Briefreihe beginnen, von der ich nicht weiß, wann und ob Du sie je lesen wirst ..."
Die achtzehnjährige Bergit lebt als Flüchtling in England. Ihr deutscher Paß wird gegen einen Ausländerpaß ausgetauscht mit dem Vermerk: "Friendly Enemy Alien" (Freundlich gesinnter Feind).
Ihre Briefe und Erinnerungen spiegeln das Leben in zwei verschiedenen Welten wieder: Getrennt durch den Krieg und ohne jegliche Postverbindung, haben sie nichts mehr gemeinsam außer ihrer Liebe und ihrer Sehnsucht.


Das besondere an diesem Briefwechsel ist, dass man den 2. Weltkrieg aus einer Alltagssicht heraus erlebt. Mile Braach schafft es die ganzen Jahre über ihren normalen Alltag aufrecht zu halten. Sie geht arbeiten, lebt mit den Einschränkungen des Krieges, behält trotz allem ihren Optimismus und sehnt sich unsagbar nach richtigem Kaffee.

Bergit hat die Briefe ihrer Mutter durch eigene Tagebucheinträge miteinander verknüpft.
Dadurch erfährt man als Leser natürlich einiges mehr als das, was Mile Braach und ihre Tochter damals voneinander hatten.
Die Nachrichten waren doch sehr sehr dünn gesät und unterlagen der Zensur oder den 50 Worten auf einer Rot-Kreuz-Karte.

Beim Lesen darf man nicht vergessen, dass Mile Braach nicht alles niederschreiben konnte, da sie ja immer befürchten musste, dass ihre Briefe in falsche Hände geraten könnten.

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Rabea
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BeitragVerfasst: 22.06.2011, 09:29 
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Rabea hat geschrieben:
Beim Lesen darf man nicht vergessen, dass Mile Braach nicht alles niederschreiben konnte, da sie ja immer befürchten musste, dass ihre Briefe in falsche Hände geraten könnten.

Deswegen ist Ururopas Tagebuch so "wertvoll", weil er da zum Teil ziemlich deutlich seine Meinung niederschreibt. Das Tagebuch hatte er draußen auf dem Berg irgendwo vergraben, deswegen hat er auch nicht allzu häufig Einträge vorgenommen. (Ich glaube, ich muss das Buch wirklich mal wieder zum Schmökern ausgraben.)

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BeitragVerfasst: 22.06.2011, 09:35 
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treue Thomsongazelle
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Vielen Dank für die vielen Anregungen. Ja, ich denke schon das in Deutschland das Thema anders behandelt wird. Bei uns wird auch wenig über unsere Rolle im Krieg gesprochen. Das heisst, ich wurde damit ungefähr vor zwei Jahren konfrontiert, weil es da spät am Abend eine Dokumentations-Reihe gab. In meiner Sicht, ist es immer noch ein Tabuthema. Schliesslich haben wir die Grenzen zu gemacht und Flüchtlinge die wir erwischt haben, sind wieder zurückgeschicht geworden.

Es liegt vielleicht auch daran, das meine Grosseltern den Krieg ja nicht so direkt mitbekommen haben. Von meiner Oma mütterlicherseits weiss ich, dass sie die Fenster verdunkeln mussten. Von Oma und Opa väterlicherseits weiss ich, dass die Nahrungsmittel knapp waren. Aber sie waren damals ja auch jung und mehr haben sie nie wirklich erzählt.

Deshalb lese ich auch so gerne (hört sich irgendwie komisch an, aber ihr wisst wohl wie ich es meine) Berichte von Zeitzeugen. Es ist mir wie ein Mahnmal, das ich tue was in meinem ermessen liegt damit so was nie wieder geschehen kann.

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BeitragVerfasst: 22.06.2011, 09:57 
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tiefsinniger Tiger
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Tabuthema war es aber auch lange Zeit bei uns in Deutschland, Ramona. Bei meiner Mutter hat der Geschichtsunterricht noch vor oder im 2. Weltkrieg aufgehört, die Zeit danach wurde in der Schule (auf dem Gym!) nicht durchgenommen. Und ich persönlich habe das Gefühl, dass es von manchen trotz allem noch immer wie ein Tabuthema behandelt wird.
Wir konnten mit unseren Großeltern immer darüber reden, aber das konnten längst nicht alle um mich herum. Vor allem hat diese komplette Generation diese Zeit nie verarbeitet können, sondern hat sie einfach nur verdrängt. Es gibt viele, die nicht darüber reden wollen, da bin ich auch richtig froh, dass meine Großeltern ohne Verbitterung darüber reden konnten und können.
Aber das Verdrängte ist bei meiner Oma z.B. im Rahmen der Interviews vom Freilichtmuseum wieder ins Unterbewusstsein zurück gekommen, weil sie sich intensiv damit auseinander setzen musste. Am Ende der Interviews sitzen alle Interviewten mit verschränkten Armen da, meine Oma hatte anschließend Albträume, hat sie sonst nie gehabt.
Von daher finde ich es auch immer wieder erfreulich, wenn wieder in paar Leute mehr ihre Lebensgeschichte und ihre Erfahrungen weiter geben.

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BeitragVerfasst: 22.06.2011, 10:32 
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tiefsinniger Tiger
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@Hannah Mareike, das ist ja wirklich ein wertvoller Schatz, ein Tagebuch von einem Ahnen zu besitzen.
Bei uns war die Kriegszeit immer sehr präsent, mein Vater wurde als Kind vertrieben, und meine Großeltern haben sich bis zum Tod als Vertiebene gefühlt, ich kann mich an viele Familientreffen erinnern, wo die verlorene Heimat das beherrschende Thema war. Meine Mutter hat die Schrecken des Krieges und den Hunger danach als Kind in Berlin erleben müssen...auch dieses Thema war bei uns präsent. Von daher habe ich wenig Lust verspürt, Kriegsbiographien bzw. Erlebnisse aus Kriegszeiten zu lesen.

Mich hat immer sehr die politische Seite interessiert, und da hatten meine Eltern als Kinder natürlich wenig mitgekriegt, da habe ich dann auch die ganzen Bücher (auch von Judith Kerr etc. ) gelesen.
Als 22jährige war ich übrigens 2 Monate in einm Kibbutz, und da war es erschütternd, mitzuerleben, wie der 2. Weltkrieg, der Holocaust Menschen massivst ver-bzw. zerstört hat.

Ich denke, die Elterngeneration war jahrelang mit Armut, Hunger, Aufbau, Trauer beschäftigt. Viele Menschen kommen jetzt erst im Alter darauf, was sie für schreckliche Sachen im Krieg erlebt haben. Finde ich sehr wichtig, alles mal zu erzählen.

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LG Kerstin


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BeitragVerfasst: 22.06.2011, 11:49 
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Ich hab mich während meiner Schul- und Studienzeit sehr intensiv mit dem Thema "2. Weltkrieg" beschäftigt. Besonders intensiv sind mir noch Bücher in Erinnerung, die ich für meine Vordiplomarbeit gelesen habe. In Geschichten wurde für den BDM (Bund Deutscher Mädel) und den Arbeitsdienst "geworben". :nono Eines der Bücher mußte ich sogar im Lesesaal lesen, da ich es nicht mit nach Hause nehmen durfte.

In den letzten Jahren ist das Thema für mich dann eher in den Hintergrund gerückt. Aber wenn die Zeit kommt, dass ich mich damit wieder auseinander setzen möchte, habe ich hier schon das eine oder andere Buch entdeckt, dass ich vermutlich lesen werde.

Danke für den Thread! Ich bin sicher, auch der der wäre im Sinne von BB gewesen! :yes

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Liebe Grüße,
Bianca.


"Die Erfindung des Buchdruckes ist das größte Ereignis der Weltgeschichte."
- Victor Hugo -


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BeitragVerfasst: 26.07.2015, 13:28 
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Hanni Münzer - Honigtot

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Wie weit geht eine Mutter, um ihre Kinder zu retten? Wie weit geht eine Tochter, um ihren Vater zu rächen? Wie kann eine tiefe, alles verzehrende Liebe die Generationen überdauern und alte Wunden heilen?

Als sich die junge Felicity auf die Suche nach ihrer Mutter macht, stößt sie dabei auf ein quälendes Geheimnis ihrer Familiengeschichte. Ihre Nachforschungen führen sie zurück in das dunkelste Kapitel unserer Vergangenheit und zum dramatischen Schicksal ihrer Urgroßmutter Elisabeth und deren Tochter Deborah. Ein Netz aus Liebe, Schuld und Sühne umfing beide Frauen und warf über Generationen einen Schatten auf Felicitys eigenes Leben

Elisabeth ist Opernsängerin, glücklich verheiratet mit Gustav und Mutter von Deborah und Wolfgang. Rundum scheint alles perfekt, doch dann kommt die Machtübernahme Hitlers, und somit gerät Elisabeths heile Welt aus den Fugen. Gustav ist nämlich Jude. Um ihre Familie zu schützen, läßt sich Elisabeth mit Albrecht Brunnmann ein, ein Schritt mit ungeahnten Folgen.

Ich habe das Buch bei uns in der Bücherei ausgeliehen, und es direkt in einem Rutsch durchgelesen. Auch wenn mir persönlich Elisabeth oftmals recht naiv vorkam, (sie wird auch als das beschrieben, was wir hier in Tirol "Verwehte Künstlerin" nennen) so hat mich ihre Geschichte und in weiterer Folge vor allem die von Deborah doch mitgerissen und gefesselt. Es war zwar die Verbindung zu Felicity recht bald klar, es ist auch nicht das klassische "Zwei-Zeitebenen"-Buch, das immer wieder Rückblenden bringt, hier ist das "Zeitebenen" Schema - wie sag ich das jetzt, um nicht zu viel verraten? - eher aufgebaut à la "Ich lese im Tagebuch", aber dennoch für Liebhaber von Büchern auf mehreren Zeitebenen sicher ein heißer Tip. Das einzige, was mich etwas gestört hat, war, dass die Autorin teilweise in einer "Sprechsprache" spricht, so zB (ich hab das Buch schon wieder zurückgegeben, kann daher nicht wörtlich zitieren) "Sie merkte, dass es dem Wolferl halt gar nicht gut ging". Ansonsten in meinen Augen ein rundum gelungenes Buch, das mich nachhaltig beeindruckt hat.

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Schian's Tagl! Ela

Gib allen Kinderträumen Flügel, lass sie fliegen hoch im Wind, dass alle Menschen sehen können, wie wichtig Kinderträume sind.


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