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 Betreff des Beitrags: Beate Maxian
BeitragVerfasst: 23.12.2018, 22:44 
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Registriert: 20.02.2007, 19:59
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Ich lese gerade: Joan Weng - Amalientöchter
Die Frau im hellblauen Kleid

Wien. Marianne Altmann, einst ein gefeierter Filmstar, ist schockiert, als sie von Plänen ihrer Tochter Vera erfährt. Diese möchte einen Film über ihre Familie drehen. Marianne fürchtet, dass nun auch die Abgründe der Familie ans Tageslicht kommen könnten, und mit ihnen ein lange zurückliegendes Vergehen. Es reicht zurück ins Jahr 1927, als ihre Mutter Käthe in einem geliehenen Kleid am Theater vorsprach. Der Beginn einer beispiellosen Karriere – und einer verhängnisvollen Bekanntschaft mit Hans Bleck, der zum mächtigen Produzenten der Ufa aufsteigen sollte ...

Beate Maxian (geb. als Österreicherin in München) lebt in Oberösterreich und Wien, schreibt Romane, Kriminalromane, Kurzgeschichten und Theaterstücke. Sie wurde mit dem Stipendium des Literaturhauses Wiesbaden ausgezeichnet und für mehrere Preise nominiert. Ihre Wien-Krimis mit der Journalistin Sarah Pauli sind Bestseller in Österreich. Sie ist die Begründerin des ersten österreichischen Krimifestivals: Krimi Literatur Festival.at
www.maxian.at


Dieser Roman handelt von 90 Jahren Schauspielerinnendynastie, die durch die Urgroßmutter Käthe zu Beginn der 30er Jahre ihren Beginn fand. Die Schilderungen der Vergangenheit habe ich sehr gern gelesen und m. M. nach hätte da gern noch manche Seite mit gefüllt werden dürfen.

Die Gegenwart erleben wir in 2015/2016 spielend durch die Worte, Gefühle und Handlungen der 1939 geborenen Tochter von Käthe – Marianne, deren 45 jähriger Tochter Vera und der 20jährigen Enkelin Sophie. Diese drei Damen haben auch den darstellenden Beruf gewählt und Marianne war früher sehr erfolgreich/ Vera ist leider weniger erfolgreich und Sophie noch am Beginn. Doch wohnen diese drei Damen unter einem Dach als Drei-Mäderl-Haus.

Der Roman führt uns durch Käthes Augen blickend, von Wien nach Prag, von Wien nach Berlin und München und 1938 nach Grinzing/A, da Käthe heiratet und bald auch Marianne auf die Welt kommt. Mit Mutterschaft und Krieg endet kurzzeitig das Schauspielerinnenleben.

Die Nachkommen der Gegenwart bekommen von Marianne nach einem inneren Kampf Details zum Leben, Leiden, Erfolg von Käthe, doch natürlich auch Mariannes berufliche Stationen. Heraus kommen Familiengeheimnisse, die für Tochter/ Enkelin Überraschungen und Veränderungen in der Familiengeschichte bedeuten. Diese möchte gern Vera filmisch erzählen. Währenddessen verliebt sich Sophie auch noch ausgerechnet in den falschen Sohn. Wenn dieser doch nicht gerade diesen Urgroßväter hätte! Nun, genügend erzählt! Das Buch soll ich doch an dieser Stelle nicht weiter nacherzählen/ interpretieren!

Fest steht, Beate Maxian versteht einen unterhaltsamen und abwechslungsreichen Roman zu schreiben. Die Fäden der Vergangenheit hält sie erzählerisch sehr gut fest und gibt allen Protagonistinnen persönlichen Raum im Roman. Ich hätte mir allerdings den Teil der Gegenwart etwas gestraffter gewünscht, denn die drei Damen verlieren Sympathie und beginnen mal schwächer und dann zunehmend zu nerven. Der Verlag hat darüber glatt einige Satzzeichen und Fehlerchen in der Originalauflage übersehen. Mir persönlich wurde der Lesefluss hinzukommend manchmal gestoppt durch Begriffe und einige Formulierungen aus dem Österreichischen, über die ich als Verlagsmitarbeiterin nicht hinweg sehen kann und die ich verändert hätte. Ich denk dann auch an Leser, die als Nicht-Muttersprachler unnötig verwirrt werden.

Ich habe den Roman sehr gern gelesen, kann diesen weiterempfehlen.

_________________
Liebe Grüße von Christiane
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"Wenn Du ein Buch auf eine Reise mitnimmst, dann geschieht etwas Seltsames. Das Buch wird anfangen, Deine Erinnerungen zu sammeln. Du wirst es später nur aufschlagen müssen und schon wirst Du wieder dort sein, wo Du zuerst darin gelesen hast. Schon mit den ersten Worten wird alles zurückkommen - die Bilder, die Gerüche, das Eis, das Du beim Lesen gegessen hast." Mortimer Folchart


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