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 Betreff des Beitrags: Anneke Mohn
BeitragVerfasst: 17.01.2015, 15:32 
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Kirschsommer

Endlich Sommer! Nur bei Jule herrscht schlechte Stimmung. Stress mit dem Freund, Stress in der Agentur. Als dann noch ihre geliebte Oma ins Krankenhaus kommt, quartiert Jule sich kurzerhand in Mielchens altem Haus an der Elbe ein. Sie macht sich im Garten nützlich, pflückt Kirschen und kümmert sich bereitwillig um den Übernachtungsgast. Denn Sebastian Hofstetten ist ihr gleich sympathisch. Der junge Klimaforscher untersucht mit Hilfe von Obst aus alten Weckgläsern die Veränderungen des Wetters. Jule will ihm helfen und sieht sich im Vorratskeller ihrer Oma einmal genauer um. Je weiter sie nach hinten vordringt, desto älter werden die Gläser. Und dann findet sie ganz unvermittelt einen Brief aus dem Jahr 1945. Jule hat den Namen des Schreibers noch nie gehört. Doch sie kennt die Adressatin.

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Hach, welch schönes Buch! Locker und leicht und doch ein gewisser Ernst dabei.
Jule nutzt die Krankheit ihrer Oma und bleibt einfach im alten Land und kümmert sich um den Kirschbaum, den Garten und den Übernachtungsgast Sebastian. Außerdem gibt es noch den alten Jugendfreund Piet mit seinem Hund Emil und die Nachbarin Inken mit der kleinen Mia ... und jede Mengen Kirschen, die verarbeitet werden wollen.

Nach und nach findet Jule immer mehr Gefallen an dem Leben auf dem Land und schafft es auch mit ihrer Vergangenheit abzuschließen, wenn dies auch kein einfacher Schritt ist. Hilfe hat Jule von Inken und von Gesa. Gesa, ihre alte Freundin und Inken, die zu ihrer neuen Freundin wird und alle drei Frauen verstehen sich auch zusammen gut.

Das Buch hat für mich die Wärme des Sommers ausgestrahlt, stellenweise auch seine Leichtigkeit und doch ist kein seichtes Buch, sondern ein Buch, dass durchaus zum Nachdenken anregt. Jule, Inken, Gesa und auch Mielchen (Jules Oma), sind durchweg sympathische Figuren, die ihre Ecken und Kanten haben und die man alle vier gern kennenlernen würde. Das Buch macht Lust auf Kirschmarmelade mit Vanille oder Schokolade und natürlich auch auf Kirschkuchen!

Das einzige, was ich der Autorin anzukreiden habe (oder dem Verlag), ist, dass sie uns die Rezepte vorenthalten hat :ggg . Das wäre für einfach noch ein schönes i-Tüpfelchen gewesen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Anneke Mohn
BeitragVerfasst: 04.02.2015, 13:45 
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Apfelrosenzeit

Das Haus mit den Apfelrosenhecken steckt voller Erinnerungen: Hier haben Sanne, Fritzi, Mona und Kirsten zu Studienzeiten in einer WG gelebt. 15 Jahre später treffen sich die Freundinnen wieder vor dem Haus an der Kieler Förde. Um es zu entrümpeln - denn es steht leer, seit Isa, die fünfte im Bunde, bei einem Autounfall starb. Sofort ist die alte Vertrautheit wieder da: Tagsüber wird ausgeräumt, abends bei Rotwein über das Leben geredet. Doch jede der Frauen hat Geheimnisse, die sie lieber nicht erzählt. Als an einem kalten Dezembertag die Heizung ausfällt und sich die Freundinnen um den warmen Ofen versammeln, kommt es zum Eklat. Und nichts ist mehr, wie es einmal war.

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Auch hier frage ich mich mal wieder, wer hat den Klappentext verbrochen?
Ja, Sanne, Mona, Kirsten und Fritzi räumen das Haus von Isa aus, aber die alte Vertrautheit ist bei weitem nicht sofort wieder da! Es ist doch einige Zeit ins Land gegangen und jede der vier hat sich unterschiedlich entwickelt. Zum großen Show-Down kommt es auch keineswegs in Isas Haus in Kiel, sondern bei Sanne zu Hause in Birksee und dieser Show-Down hat es in sich.

Anneke Mohn zitiert zu Anfang und auch in ihrer Danksagung Carrie Bradshaw aus Sex and the City:

"Egal, wer dir das Herz gebrochen hat und wie lang es braucht, um zu heilen - du schaffst es niemals ohne deine Freundinnen."

"... dann wird man erwachsen und lernt, vorsichtig zu sein, man kann sich die Knochen brechen oder auch das Herz, man guckt, bevor man springt, und manchmal springt man gar nicht, weil nicht immer jemand da ist, der einen auffängt."

Beide Zitate sind sehr passend und nach dem ich das Buch ausgelesen habe, geben sie für mich noch ein bisschen mehr Sinn.

Apfelrosenzeit ist anders als Kirschsommer. Es ist keine Liebesgeschichte mit Happy-End, sondern eine Geschichte über Freundschaft. Einer Freundschaft von fünf Frauen, die sich in der Studienzeit kennengelernt, sich danach zwar nicht unbedingt aus den Augen verloren haben, aber eben nicht mehr so viel Zeit füreinander hatten, weil jede ihren eigenen Weg gegangen ist und diese Wege auch in fünf unterschiedliche Richtungen geführt haben.

Die einzelnen Kapitel werden immer aus Sicht einer der vier Frauen geschrieben, so dass man zu Anfangs erstmal nur die Sicht von Sanne und Mona liest. Insbesondere Sanne ist für mich die eigentlich Hauptperson des Buches - wobei ich aber nicht sagen kann, dass sie am meisten zu verdauen oder zu durchstehen hat. Ich glaube, es liegt einfach an der Häufigkeit, wie oft die Kapitel aus ihrer Sicht geschrieben sind.

Mich hat das Buch sehr nachdenklich gemacht und mir (mal wieder) gezeigt, wie wichtig es ist, dass man in Kontakt bleibt, dass man nie vergisst, wie wichtig Freundinnen sind und dass man Freundschaften pflegen muss - von beiden Seiten.

Einen Aufreger hatte ich allerdings auch ... (Achtung Spoiler!)

... und ob ich so etwas verzeihen könnte, weiß ich nicht. Denn der Mann der Freundin ist nun mal für mich ein absolutes Tabu. Aber das dann die ganze Affäre auch noch über 2 Jahre geht, da habe ich echt vor mich hingeschimpft. Das ist so undenkbar für mich. Wie kann ich meiner Freundin denn noch ins Gesicht gucken, wenn ich seit über 2 Jahren mit ihrem Mann ins Bett steige?! Dass zum Ende einer Beziehung immer beide Partner gehören, ist mir klar und dass eine Affäre wahrscheinlich nur dort entstehen kann, wo nicht mehr alles in Ordnung ist, auch, aber trotzdem, der Mann der Freundin, das geht einfach gar nicht!

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 Betreff des Beitrags: Re: Anneke Mohn
BeitragVerfasst: 29.03.2015, 13:24 
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Es ist ja selten, dass Rabea und ich ein Buch völlig unterschiedlich beurteilen, aber mit "Kirschsommer" bin ich überhaupt nicht warm geworden.
Diese Geschichte mit den alten Weckgläsern zur Klimaforschung fand ich einfach nur unglaubwürdig und dämlich.
Alles erscheint mir sehr mühevoll konstruiert. Die Autorin hat sich sicherlich ihre Gedanken gemacht, aber ihr fehlen oft die richtigen Worte, um das auch mitreißend zu erzählen.
Mielchen wirkt keineswegs so, als wolle sie aus dem Krankenhaus oder der Reha türmen. Es reicht nicht, wenn sie z.B. sagt, dass sie nach Haus will und auf dem Hof viel Arbeit wartet, es braucht auch ein paar Adjektive, die unterstreichen, wie störrisch oder widerspenstig sie eigentlich ist.
Sebastian merkt man auf den ersten Blick an, dass er etwas verbirgt und nicht mit offenen Karten spielt.
Und Jule? Naja, erst trennt sie sich von Tom, dann verliebt sie sich Hals über Kopf in Sebastian, und kaum ist der wieder weg, merkt sie, dass eigentlich Piet die Liebe ihres Lebens ist (aber erst nachdem der sich rasiert hat). Einzig Inken und ihre Tochter Mia wirkten auf mich einigermaßen lebendig und authentisch.
Und auf mich wirkte das alles sehr emotionslos. Die Worte standen da, aber bei mir kamen sie nicht an.
Seitenweise wird da z.B. ein Paar-Horoskop auseinander genommen, das war einfach nur langweilig und führte zu gar nichts.
Mia läuft während eines Unwetters weg und um das Drama noch zu steigern, verstaucht sich während der Suchaktion Piets Hund die Pfote, tolle Idee :hä .
Und Mielchens wohlgehütetes Geheimnis ist am Ende gar keins. Ihre Tochter hat es als Kind schon herausgefunden. Komisch, dass sie ihre Mutter niemals damit konfrontiert hat. Und es erscheint mir wenig glaubwürdig, dass Mielchens Ehemann seiner Frau nicht erzählt haben soll, dass ihre Tochter die Geschichte als Kind schon herausgefunden hat.


Schlecht lektoriert ist das Buch leider oft auch, ich sag nur "pupertäres Verhalten" :kopfschuettel

Ich habe jetzt kurz hintereinander zwei Romane gelesen, die im Alten Land spielten, aber dieses hier hinterließ es bei mir keine Spuren oder weckte gar den Wunsch, das alles mal selbst zu sehen, schade.

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 Betreff des Beitrags: Re: Anneke Mohn
BeitragVerfasst: 30.03.2015, 09:55 
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ein -p- ?!? in einem offiziell gedruckten Buch?!??? :yikes

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 Betreff des Beitrags: Re: Anneke Mohn
BeitragVerfasst: 17.05.2015, 18:37 
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"Apfelrosenzeit" hat mir jetzt im Gegensatz zu "Kirschkernsommer" richtig gut gefallen.
So schnell hatte ich schon lange kein Buch mehr durch.
Die vier Frauen verbindet wirklich eine besondere Freundschaft, auch wenn sie in der Vergangenheit mal mehr, mal weniger Kontakt zueinander hatten.
Und so ein Häuschen an der Kieler Kanalstraße könnte mir auch gefallen.

Achtung Spoiler
Fritzis Affäre mit Sannes Mann ist allerdings ein absoluter Vertrauensbruch und für mich eigentlich gar nicht heilbar. Dass Sanne die Freundschaft nicht beendet, ist für mich unvorstellbar. Auch wenn dieser Schritt wohl die Freundschaft der vier Frauen grundsätzlich gefährdet hätte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Anneke Mohn
BeitragVerfasst: 25.07.2016, 13:42 
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Unter einem Dach

Dana liebt ihren Job an der Uni, das Leben im Hamburger Grindelviertel - und Mattis. Dass ihr neuer Freund drei Kinder aus früheren Beziehungen hat, macht ihr nicht viel aus. Aber das Zusammenleben gestaltet sich weitaus komplizierter als gedacht. Als Mattis eine renovierungsbedürftige Villa am Hamburger Stadtrand kauft und kurz darauf Maren, seine Ex, vorübergehend mit ihren beiden Kindern bei ihnen einzieht, ist es mit der Harmonie vorbei: Die eine Tochter scheint fest entschlossen, Papas neue Freundin zu hassen, die andere verbreitet auf Schritt und Tritt Unordnung. Und Maren sieht die Trennung von Mattis offenbar nicht als endgültig an. Das Leben in der Patchworkfamilie wird zur Belastungsprobe. Wo hört das Chaos auf, wo beginnt das Glück?

Hier geht es um weit mehr als nur darum, dass Dana Probleme mit den Kindern und der noch-Ehe-Frau ihres Partners hat. Es geht um Loslassen können, um ein Ende zu akzeptieren, um Neuanfänge und um die Ängste, die jeder Mensch so hat, wenn eine Beziehung in die Brüche geht oder eine neue entsteht.

Mattis ist der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte. Mattis ist 49 (wird in der Geschichte 50) und hat drei Kinder. Einen Sohn, aus seiner ersten Beziehung, Tim ist Ende zwanzig und steuert auf sein eigenes Familienleben zu. Dann Marla, 12 Jahre, die schon mitten in der Pubertät ist, und Mathilda (genannt Matti), die alles und jeden sofort in hier Herz schießt. Mathilda und Tim sind beide unkompliziert, der ruhende Pol in dieser Geschichte. Marla ist das rebellische Kind, die Tochter, die nicht akzeptieren will, dass es eine neue Frau an der Seite ihres Vaters gibt. Ich kann Marla verstehen, allerdings nicht ihre Taten. Und auch hier kann man nur sagen, dass die Kinder Produkte ihrer Erziehung sind - womit es hier nicht nur um Mattis, sondern auch bei seinen beiden Ex-Frauen geht.

Da gibt es zum einen Jill (Tims Mutter). Eine End-Vierziegerin, die sich aber noch nicht so alt fühlt und schon immer ein Freigeist war. Auch wenn ich mir nicht vorstellen könnte, wie Jill zu leben, so finde ich sie von Anfang an symphatisch und fand ihr persönliches Happy-End, wenn auch nicht ganz rund, so doch gelungen. Die andere ist Maren (Anfang vierzig) und die Mutter der Mädchen. Und Maren hat in meinen Augen das größte Problem. Sie kommt mit der Trennung nicht klar und will es auch nicht. Trotzdem ist sie nicht die Schuldige oder Böse.

Die neue an Mattis Seite ist Dana. Eine Frau in den dreißigern (seine Frauen wurden immer jünger :kopfkratz , dabei waren sie für mich beim Lesen fast eher so, dass ich sie altersmäßig auf einem Level empfunden habe), die sicher in ihrem Leben steht. Eine Uni-Professorin - Soziologie - die ihre neue Patchwork-Familie mit den Augen der Wissenschaftlerin zu sehen versucht. Was ihr nicht immer gelingt und man merkt deutlich, dass Theorie und Praxis zwei verschiedene Paar Schuhe sind :ggg .

Alles in Allem hat mir das Buch sehr gut gefallen. Der Spannungsbogen stimmt und die Probleme sind alle nachvollziehbar. Lediglich die Verkettung der Zufälle, wer wen wie kennt, fand ich ein bisschen zu viel.

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 Betreff des Beitrags: Re: Anneke Mohn
BeitragVerfasst: 21.08.2016, 17:14 
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Mir hat dieses Buch auch gut gefallen.
Mattis drei Frauen fand ich allerdings schon amüsant, denn die drei könnten unterschiedlicher nicht sein. Jill, die ewige Weltenbummlerin deren Besitzstand wahrscheinlich komplett in einen Rucksack passt, Maren, die Helikopter-Mutter, die allein die Weisheit zum Thema Kindererziehung gepachtet hat und Dana, die akademische Großstadtpflanze, die eigentlich gar keine Kinder will.
Jill und Dana mochte ich gut leiden, Maren geht allerdings so gar nicht.
Mattis Kinder sind durch die Bank nett, Tim wirkt oft abgeklärter und erwachsener als seine Eltern Jill und Mattis, seine Freundin Hanna ist eine herrlich unkomplizierte junge Mutter und die kleine Matti ist herzallerliebst. Einzig Marla, die sich natürlich gegen die neue Frau im Leben ihres Vaters wehrt, ist mir etwas zu übertrieben dargestellt. Dass sie rebelliert, ist in ihrem Alter verständlich, aber dass sie dermaßen die Privatsphäre der anderen Erwachsenen verletzt, geht mir dann doch zu weit.

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 Betreff des Beitrags: Re: Anneke Mohn
BeitragVerfasst: 18.01.2017, 12:10 
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Letzte Woche fand ich "Apfelrosenzeit" im Öffentl. Bücherschrank und weil im Klappentext "Dezember" aufgeführt wird, dachte ich mir, es doch jetzt auch gleich zu lesen. Ich habe das Buch gestern morgen auf dem Weg ins Büro begonnen und weil es ein Pageturner ist, musste ich den Roman auch abends noch gleich beenden.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, gerade weil die Freundinnen auch in meinem Alter sind. Es ist ein schönes Zwischendurchbuch, was man auch sehr gut im Winter lesen kann, da die Handlung überwiegend im Herbst, Weihnachten und Jahresanfang spielt.

Fritzis Liebschaft mit Sannes Mann über zwei Jahre war wirklich heftig. Wie Fritzi es dann schafft, zu Isas Haus zu fahren und mit den Freundinnen gemeinsam dort auszumisten, das kann ich auch nicht verstehen. Wie kann sie Sanne begegnen? Eine wirklich unschöne Sache und Robert war ein echt Falscher, der zweigleisig und absolut unaufrichtig gefahren ist. Sanne verlässt ihn, er will seine Ehe zurück und ist weiterhin bei Fritzi im warmen Bett. Er beschimpft Sanne, zählt auf was in der Ehe schief gelaufen ist/ man sich auseinander gelebt hat und doch will er einen Neuanfang?! Ich glaube auch kaum, dass Freundinnen so schnell wieder miteinander freundschaftlich umgehen können wie im Buch es möglich scheint.

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"Wenn Du ein Buch auf eine Reise mitnimmst, dann geschieht etwas Seltsames. Das Buch wird anfangen, Deine Erinnerungen zu sammeln. Du wirst es später nur aufschlagen müssen und schon wirst Du wieder dort sein, wo Du zuerst darin gelesen hast. Schon mit den ersten Worten wird alles zurückkommen - die Bilder, die Gerüche, das Eis, das Du beim Lesen gegessen hast." Mortimer Folchart


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 Betreff des Beitrags: Re: Anneke Mohn
BeitragVerfasst: 30.06.2017, 11:26 
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Rabea hat geschrieben:
Kirschsommer

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Das Buch hat für mich die Wärme des Sommers ausgestrahlt, stellenweise auch seine Leichtigkeit und doch ist kein seichtes Buch, sondern ein Buch, dass durchaus zum Nachdenken anregt. Jule, Inken, Gesa und auch Mielchen (Jules Oma), sind durchweg sympathische Figuren, die ihre Ecken und Kanten haben und die man alle vier gern kennenlernen würde. Das Buch macht Lust auf Kirschmarmelade mit Vanille oder Schokolade und natürlich auch auf Kirschkuchen!

Das einzige, was ich der Autorin anzukreiden habe (oder dem Verlag), ist, dass sie uns die Rezepte vorenthalten hat :ggg . Das wäre für einfach noch ein schönes i-Tüpfelchen gewesen.


Ich habe im Urlaub dieses Buch gelesen und schließe mich Deiner Meinung an, Rabea. Mir hat der Sommerroman auch wirklich gut als Strandkorblektüre gefallen. Ich liebe Kirschen, morgen früh sollte ich mal wieder leckere dunkle kaufen :höhö . Weil in vielen anderen Romanen auch Rezepte aufgeführt werden, hätte ich mir einige als Bonbon auch dort abgedrucke gewünscht. Ein schönes Buch!

Ulrike hat geschrieben:
mit "Kirschsommer" bin ich überhaupt nicht warm geworden.
Diese Geschichte mit den alten Weckgläsern zur Klimaforschung fand ich einfach nur unglaubwürdig und dämlich.


Ich gebe Dir recht, ich fand die Idee der Forschungstheorie auch seltsam und für mich schlecht vorstellbar. Doch habe ich dann zwischendurch das Nachwort der Autorin gelesen und war dann zufrieden, weil sie die Tatsache ja wohl recherchiert hat.

Und Mielchens wohlgehütetes Geheimnis ist am Ende gar keins. Ihre Tochter hat es als Kind schon herausgefunden. Komisch, dass sie ihre Mutter niemals damit konfrontiert hat. Und es erscheint mir wenig glaubwürdig, dass Mielchens Ehemann seiner Frau nicht erzählt haben soll, dass ihre Tochter die Geschichte als Kind schon herausgefunden hat.

Damit hast Du Recht, ich denke auch dass ein Ehemann, auch wenn die Wahrheit bitter für Mielchen ist, seiner Frau dies mitgeteilt hätte. Offenheit ist doch so viel besser als Angst vor Enthüllung.

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