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 Betreff des Beitrags: Sylvia Lott
BeitragVerfasst: 17.03.2015, 21:49 
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Die Glücksbäckerin von Long Island

Am anderen Ende des Himmels wartet das Glück.

Ostfriesland, 1932. Die junge Marie wächst in einfachen Verhältnissen auf. Als sie sich in den falschen Mann verliebt, wird sie von ihren Eltern zu Verwandten nach Amerika geschickt. Im Gepäck hat sie ein gebrochenes Herz – und das Rezept für einen köstlichen Käsekuchen. Sie ahnt nicht, dass sie damit New York im Sturm erobern wird … Jahrzehnte später begleitet die Hamburger Fotografin Rona ihren Großvater nach Long Island, wo er seine Schwester Marie zu ihrem 90. Geburtstag besucht. Diese vertraut ihrer Großnichte eine Geschichte an, die deren Leben verändert.


Dieses Buch spielt zum einen in den 30ern Jahren, erst in Ostfriesland und dann in New York oder in Long Island und als 2. Zeitebene in 2002/2003 in Hamburg, Ostfriesland und ebenfalls Long Island. Es geht um die Familiengeschichte der Wiemkes einer Familie aus Ostfriesland, die in (auf?) ihrem Kolonat leben und arbeiten (Kolonat = Moor urbar machen). Von den 10 Kindern der Wiemkes kann und wird nur eines das Kolonat übernehmen. Dies soll eigenltich Marie sein, doch dann kommt alles anders und die Geschichte Rund um Marie und ihre Geschwister zog mich in ihren Bann.

Während des Lesen ist mir eingefallen, dass ich vor einigen Jahren eine Sendung auf Phoenix geschaut hatte, wo es um deutsche Auswanderer in die USA ging. Unter anderem auch aus Ostfriesland und dass von dort viele weg sind, weil einfach nicht genug Arbeit vorhanden war und nicht genug Grund, wenn eine Familie mehr als zwei Kinder bekommen hat.

So etwas in einer Doku zu sehen ist das eine, das ganze als Geschichte verpackt zu bekommen, ist etwas anderes und hat mir die Deutsche Geschichte wieder ein Stück näher gebracht.

Dass dann alles noch auf zwei Zeitebenen spielt und man eben nicht nur das Schicksal der Wiemkes-Kinder der 30er Jahre erfährt, sondern eben auch von Rona, einem Wiemke-Sproß in 4. Generation, ist natürlich für mich nochmal so schön (erwähnte ich schon Mal, dass ich Bücher in mehreren Zeitebenen besonders gern lese?).

Ronas und Maries Wege kreuzen sich auf wundersame Weise und Marie gibt ihrer Urgroßnichte einen wertvollen Rat mit auf den Weg: Es sind vor allem die Zweifel, die Träume zerstören. Man soll keine Angst vor Fehlern haben und sich nicht scheuen welche zu machen. Wie Rona das umsetzt und wie Marie zu dieser Lebensweisheit kam, lohnt sich zu lesen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Sylvia Lott
BeitragVerfasst: 09.06.2015, 13:14 
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Ich lese den Roman gerade *gefällt mir sehr gut* und während des Lesens denke ich immer wieder an das mögliche geheimnisvolle Kuchenrezept. Im Buch ist es nicht abgedruckt, doch auf der Homepage ein vereinfachtes zu finden: Bisher habe ich noch keinen Cheesecake gebacken, obwohl in meinem Cynthia Barcomi-Backbuch "Let´Bake" auch leckere Rezepte abgedruckt sind. Allerdings war mir das mit Alufolie und Wasserbad bisher zu viel Aufwand und daher habe ich "nur" Käsekuchen gebacken.

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"Wenn Du ein Buch auf eine Reise mitnimmst, dann geschieht etwas Seltsames. Das Buch wird anfangen, Deine Erinnerungen zu sammeln. Du wirst es später nur aufschlagen müssen und schon wirst Du wieder dort sein, wo Du zuerst darin gelesen hast. Schon mit den ersten Worten wird alles zurückkommen - die Bilder, die Gerüche, das Eis, das Du beim Lesen gegessen hast." Mortimer Folchart


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 Betreff des Beitrags: Re: Sylvia Lott
BeitragVerfasst: 09.06.2015, 13:39 
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Ja, das Rezept hätte mich auch interessiert. Aber wenn sie es abgedruckt hätte, dann hätte sie ja die geheime Zutat verraten müssen :no.
Falls es mich nochmal nach Leer verschlägt, werde ich aber bestimmt nach dem Café Ausschau halten :ggg.

Ich dachte eigentlich, ich hätte zu dem Buch auch schon was geschrieben.
Es hat mir nämlich sehr gut gefallen. Ich bin mit etwas Skepsis dran gegangen, weil ich wegen des Titels und der Covergestaltung an "Die Glücksbäckerei" von Kathryn Littlewood denken musste, ein Buch, das mir gar nicht gefallen hat.
Nachdem ich dann in meiner Buchhandlung davon geschwärmt hatte, wurden mir die Bücher von Charlotte Roth empfohlen, sehr guter Tipp :super

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 Betreff des Beitrags: Re: Sylvia Lott
BeitragVerfasst: 12.06.2015, 20:51 
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Auch ich habe das Buch vorgestern beendet und das Ende des Romanes gefällt mir richtig gut. Es war interessant über das Leben der Ostfriesen in den USA und auch die herüberschwappende Stimmung von Deutschland in der Zeit vor dem 2. WK zu lesen. Schön, dass Walter doch ein Guter ist!
Zwischendurch haben mich manchmal die Länge der Amerikakapitel gestört, nicht aufgrund der Handlung, sondern weil die Zeit im Büro in der Mittagspause nicht immer für das komplette Kapitel ausgereicht hat und ich leider unterbrechen musste. :wimpernklimpern Es ist ein Wohlfühlbuch, allerdings keines, was mich von der Handlung länger beschäftigen wird. Das empfinde ich z.B. bei Charlotte Roth anders, bei Sylvia Lott ist der historische Hintergrund leichter. Ich bin gespannt auf das nächste Buch von Sylvia Lott - Die Lilie von Bela Vista, das Mitte August erscheint.


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 Betreff des Beitrags: Re: Sylvia Lott
BeitragVerfasst: 12.06.2015, 21:04 
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Ich lese gerade: Sarah Morgan "Verliebt bis über beide Herzen"
Das stimmt, das war Geschichte leicht und unterhaltsam. Ich fühlte mich so ein bisschen in amerikanische Musicalfilme aus den 40ern versetzt. Es hätte mich nicht gewundert, wenn plötzlich Gene Kelly durch das Lokal gesteppt wäre. :ggg
Da ist Charlotte Roth etwas schwerer bekömmlich.

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 Betreff des Beitrags: Re: Sylvia Lott
BeitragVerfasst: 09.09.2015, 15:50 
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Sylvia Lott: Die Lilie von Bela Vista

Taschenbuch: 576 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (17. August 2015)

Als die Hamburger Modedesignerin Josie das antike Collier ihrer Großtante erbt, ahnt sie nicht, dass dieses auf eine dramatische Liebesgeschichte zurückgeht – und ihr Leben verändern wird.
Idar-Oberstein, 1830. Sophies Verlobter ist wie so viele Männer nach Brasilien ausgewandert – und entdeckt dort Edelsteine. Als Karl nicht kommt, um Sophie wie versprochen in die neue Heimat zu holen, ahnt sie, dass er ihre Hilfe braucht. Kurzentschlossen reist sie ihm hinterher und wird in einem Indiodorf im Dschungel fündig. Doch Karls langes Schweigen hat Gründe, die Sophie erst langsam durchschauen wird.


Als die 38 jährige Hamburger Modedesignerin Josie Wagner eine Nachforderung für ein Schließfach ihrer Bank erhält, erfährt sie vom Erbe, dass ihr ihre Großtante Martha hinterlassen hat. Das wertvolle Collier ist ein Familienerbstück, das einst Sophie Kreuzer gehörte. Während Josies Freund Edgar der Kauf einer Wohnung vorschwebt, spürt sie eine Verbundenheit mit ihrer Ahnin aus dem 19. Jahrhundert. Josie möchte mehr über diesen Schmuck erfahren und fährt in die Edelsteinstadt Idar-Oberstein, wo ein Zweig ihrer Familie lebt, zu dem sie nie richtig Kontakt hatte. Josie besucht ihre Angehörigen und Ada, die Freundin ihrer Großtante in Idar-Oberstein. Dort erfährt sie zum ersten Mal etwas über die Lebensgeschichte einer ihrer Vorfahrinnen, nämlich die von Sophie Keller, der Tochter eines Edelsteinschleifers in Idar Oberstein. Sophies Geschichte beginnt in den späten Zwanziger Jahren des 19. Jahrhunderts, als viele Bewohner Idar Obersteins nach Brasilien auswanderten um dort ihr Glück in den Edelsteinminen zu finden. Sophies Geschichte zieht einen mit, sie war eine beeindruckende Persönlichkeit. Sophie hatte es in ihrem Leben nicht leicht, dennoch ging sie ihren Weg und trotzte vielen Widrigkeiten. Es war spannend ihre Wege mitzuverfolgen, dabei gab es auch einige unvorhersehbare Wendungen.

Der zweite Handlungsstrang erzählt Sophies Geschichte, die 1827 mit dem Kennenlernen von Karl beginnt. Karls Familie wandert kurz darauf mit einem Treck nach Brasilien aus. Im Hunsrück entschlossen sich zu der Zeit viele Menschen dazu, um auf der anderen Seite des Atlantiks ein besseres Auskommen zu haben. Sophie sehnt sich nach Karl, bis sie sich sieben Jahre später selber auf die Reise begibt. Sie bewältigt den beschwerlichen Weg per Schiff, auf dem Maulesel und zu Fuß bis in ein Lager mitten im Dschungel. Hier hat Karl eine Edelsteinmine entdeckt. Allerdings hat er auch ein schweres Fieber, das ihn auszehrt.

Sophies und Karls teilweise unglückliches und dramatisches Leben wird als Rückblick von Ada erzählt. Sie ist nicht direkt als Familienangehörige betroffen und kann daher mit dem nötigen Abstand alles wiedergeben, was Josies Großtante ihr anvertraut hat. Der Ausflug ins ferne Brasilien gelingt durchweg farbenprächtig und authentisch. Als Leser spürt man wieder zwischen den Zeilen das feuchtwarme Klima des Dschungels, hört während der Überfahrt die Wellen an die Bordwand schlagen oder spürt die Verzweiflung, wenn Sophie ihre Pläne ändern oder Rückschläge einstecken muss. Das Erzähltempo ist eher hoch, sodass es kaum Verschnaufpausen beim Lesen gibt. Die Ereignisse reihen sich so aneinander, dass man einmal angefangen nur noch schlecht aufhören kann.

Ich war sehr gespannt auf "Die Lilie von Bela Rosa". Auch dieses Buch ist wieder sehr schön und man kann es positiv herausheben inmitten vieler anderer Bücher, die auf zwei Zeitebenen spielen. Besonders hervorzuheben ist neben dem tollen sprachlichen Stil, einer packenden interessanten Story, umrahmt von wunderbaren Landschaftsbezeichnungen, die tiefe und umfassende Recherche um das Thema Achat, Amethyst, Schmucksteinverarbeitung in Idar-Oberstein um 1830 und heute, sowie das erzählende Auswandererthema aus dem Hunsrück nach Brasilien. Mich interessiert Schmuck schon immer und in den letzten Jahren habe ich auch größere Schmucksteine zu schätzen gelernt. Achatscheiben sind bei mir Gläseruntersetzer und beim Lesen musste ich auch an meine früheren Besuche der Hannoverschen Edelsteintage denken.

Fesselnd war für mich besonders Sophies Geschichte. Es hat mir sehr gefallen von der großen Auswanderungswelle um 1830 nach Brasilien zu lesen, so gut, dass ich gleich im Anschluss ein weiteres Buch gelesen habe, von Hunsrückern, die 1860 auch in diesem Land einen Neubeginn wagen. Im Lott-Buch lässt sich auch die Gegenwartserzählung gut lesen und man sieht, weil gut beschrieben, so manche Szene vor dem eigenen Auge.

Auch wenn das Buchcover einem eine seichtere Sommerliebesgeschichte vermeintlich vorgaukeln möchte, zumindest der Klappentext klärt es etwas auf. Mir gefallen Pastelltöne, doch ich gebe zu, es fällt schwer im Buch die passende Szene für den Titel zu finden. Ich weiß aber natürlich auch, dass das Cover Verlagsentscheidung/ -politik ist und sich manch Autor andere Titel wünscht. Lobend hervorheben kann ich die Buchverarbeitung, ich mag es sehr, wenn auch 600 Seiten Wälzer so biegsam im Buchrücken sind, dass keine Knicke zu sehen sind und eigentlich das Buch ungelesen aussieht.

Fazit: Ich warte gespannt auf den nächsten Schmöker der Autorin. "Die Inselfrauen" erscheint im Mai 2016. Wohin wird sie uns diesmal mitnehmen? Ich habe sie gefragt, sie darf es noch nicht verraten...

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 Betreff des Beitrags: Re: Sylvia Lott
BeitragVerfasst: 08.01.2016, 22:43 
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Schon in knapp zwei Monaten gibt es einen neuen Roman: Die Inselfrauen (480 Seiten) ET: 14. März 2016

Das Buchcover ähnelt sehr "Die Glücksbäckerin von Long Island" - erneut eine kleine Einladung eine Pause zu machen und sich zu stärken

Zitat:
Eine wunderbare Frühstückspension. Der Duft von Butterkuchen. Zwei Frauen, die endlich ihr Glück finden

Borkum 2010: Für eine Auszeit mietet sich die Journalistin Nina in der Frühstückspension ein, in der sie 1967 den schönsten Sommer ihres Lebens verbrachte. Damals verliebte sie sich in Klaas und träumte von einem Leben an seiner Seite – bis er ihr Herz brach. In der Zwischenzeit arbeitet Ninas Nichte Rosalie in der Pension. Sie interessiert sich sehr für die Geschichte der Insel und für das, was Nina dort erlebte. Während Nina es endlich wagt, ihrer Vergangenheit ins Auge zu sehen, befindet sich plötzlich auch Klaas wieder auf der Insel. Und dann ist da noch ein Walzer, dessen Melodie eine Liebe beschwört, die nie verging...

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 Betreff des Beitrags: Re: Sylvia Lott
BeitragVerfasst: 08.01.2016, 22:48 
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Christiane, so geht das nicht :nono , du kannst doch nicht so viele Bücher vorstellen, die ganz laut Kauf-mich rufen :ggg .

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 Betreff des Beitrags: Re: Sylvia Lott
BeitragVerfasst: 08.01.2016, 22:58 
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:wimpernklimpern Geht mir doch nicht auch nicht anders, :grins nur so können wir doch unsere Buchkäufe planen und geben hoffentlich nicht Geld für Experimente aus = Abwarte-aus dem Bauch-Käufe mit Zweifeln.

Ich habe vor einem Monat für unsere Bibliothek Bücher eingekauft, Titel allein entschieden und daher auch sehr viel Lesestoff eingekauft, der immer schon mir auch zurief "Lies mich!" - aber auch eben einige Bücher, die wir :friends für gut erachtet und ich auch in meinem Regal stehen habe, jedoch nicht der Bibl. spende. Beim Auspacken bekam ich auch Panik, was ich wohl wann von diesen Büchern und von meinen eigenen lesen werde. Bücher sind schon eine Sucht! :wimpernklimpern Wir können uns auch untereinander Bücher verleihen, müssen nicht alles gleich kaufen. :zwinkern

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 Betreff des Beitrags: Re: Sylvia Lott
BeitragVerfasst: 08.01.2016, 23:08 
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Es gibt schlimmere Leidenschaften als Bücher :ggg. Mein Sohn meinte mal, Toaster sähen im Regal viel bekloppter aus.
Das neue Buch von Sylvia Lott klingt gut.

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 Betreff des Beitrags: Re: Sylvia Lott
BeitragVerfasst: 09.01.2016, 08:27 
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Ich habe bisher ja nichts von ihr gelesen, dafür lerne ich sie Ende April auf der LoveLetter Convention kennen. Ich bin gespannt!

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Liebe Grüße,
Julia

“Books are the plane, and the train, and the road. They are the destination, and the journey. They are home.”
Anna Quindlen in "How Reading Changed My Life"


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 Betreff des Beitrags: Re: Sylvia Lott
BeitragVerfasst: 13.04.2016, 17:14 
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Ich lese gerade: Sarah Morgan "Verliebt bis über beide Herzen"
Die Inselfrauen

Zwei Menschen, vom Schicksal entzweit. Eine Insel, die sie verbindet. Eine Liebe, die nie vergeht ....
Auf der Suche nach einer beruflichen Auszeit mietet sich die Journalistin Nina in der Borkumer Frühstückspension ein, in der sie einst den schönsten Sommer ihres Lebens verbrachte. Damals verliebte sie sich in Klaas und träumte von einem Leben an seiner Seite — bis er ihr Herz brach. In der Zwischenzeit arbeitet Ninas Nichte Rosalie in der Pension. Sie interessiert sich sehr für die Geschichte der Insel und für das, was Nina dort erlebte. Während Nina es endlich wagt, ihrer Vergangenheit ins Auge zu sehen, befindet sich plötzlich auch Klaas wieder auf der Insel. Und dann ist da noch ein Walzer, dessen Melodie eine Liebe beschwört, die nie verging ...


Das hörte sich vielversprechend an. Obendrein habe ich das Buch auch noch im Osterurlaub auf Texel gelesen, Inselatmosphäre war also sowieso gegeben. Leider hat mir das Buch nicht so gut gefallen. Inselfeeling kam bei mir leider gar nicht auf. Und ich bin weder mit Nina noch mit Rosalie so richtig warm geworden. Im Gegensatz zur "Glücksbäckerin" gefiel mir der Stil überhaupt nicht, das wirkte teilweise richtig stümperhaft und platt, die Sätze erzeugten keine Stimmung und keine Bilder bei mir.
Die Geschichte an sich ist nicht schlecht, aber alles blieb irgendwie oberflächlich. Rosalie schreibt an ihrer Examensarbeit und hat sich die Frauen von Borkum zum Thema genommen. Die eingewebten Geschichten fallen aber eher ins Thema Inselsagen und erzählen nichts über das Leben der Inselfrauen in verschiedenen Zeiten.
Nina leidet unter einem Burnout und will sich auf der Insel erholen. Nicht in irgendeiner Pension, sondern in der Pension ihrer Tante Theda, in der sie nach dem Abitur den Sommer über gearbeitet hat. Seit ca 40 Jahren war sie nicht mehr dort. Ihr gebrochenes Herz hat sie daran gehindert. Nun holt die Vergangenheit sie ein und nach und nach erzählt sie Rosalie von ihrer Sommerliebe Klaas.
Diese Geschichte hätte eigentlich Herzschmerz-Potential, blieb für mich aber seltsam emotionslos. Es wollte mir einfach nicht gelingen mit Nina zu leiden.

Gut gefallen hat mir allerdings der Anfang. Zur Einleitung verweist die Autorin auf einen Walzer von Sir Anthony Hopkins "And the waltz goes on", der sie zu der Geschichte inspiriert hat. Dieser Walzer ist sehr schön. Anhören könnt ihr ihn hier:

http://www.youtube.com/watch?v=M57Fi19vcSI

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 Betreff des Beitrags: Re: Sylvia Lott
BeitragVerfasst: 14.04.2016, 10:22 
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Danke, Ulrike, für Deinen Eindruck. Dann werde ich mir das Buch doch nicht wünschen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Sylvia Lott
BeitragVerfasst: 15.07.2018, 15:03 
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Ich lese gerade: Sarah Morgan "Verliebt bis über beide Herzen"
"Die Fliederinsel"
Sie mussten fliehen, um ihr Leben zu retten. Doch das Kostbarste ließen sie zurück ...

In ihrem Ferienhäuschen auf der idyllischen dänischen Insel Fünen entdeckt die Urlauberin Celia ein wunderschönes Fliedergemälde, das seit Jahrzehnten als verschollen galt. Ihre Vermieterin ist beim Anblick des Bildes tief bewegt und erzählt Celia die Geschichte ihrer Mutter, der jüdischen Malerin Ruth Liebermann.

Im Jahr 1938: Das frisch verheiratete Paar Ruth und Jakob Liebermann muss aus Berlin fliehen, auf Fünen finden die beiden im ehemaligen Sommerhaus von Ruths Familie Zuflucht. Trotz der schwierigen Situation erleben sie glückliche Jahre, Ruth kann mit ihrer Passion, dem Malen, sogar die Familie ernähren. Als sie erneut zur Flucht gezwungen sind, müssen Ruth und Jakob die folgenschwerste Entscheidung ihres Lebens treffen …


2016
Celia findet in alten Familienfotos ein Foto, das ein kleines Häuschen in einem Garten am Meer zeigt und das durch eine blühende Fliederallee
aufgenommen wurde. Das Foto fasziniert Celia und nach einigen Recherchen findet sie genau dieses Häuschen als Ferienhaus auf der Insel Fünen in Dänemark. Sie mietet spontan das Häuschen und reist nach Fünen, um herauszufinden, was dieses Haus mit ihrer Familie zu tun hat.
In einem kleinen Kämmerchen im Ferienhaus findet Celia zufällig ein wunderschönes, großes Gemäde von blühendem Flieder.
Sie bringt das Gemäde ihrer Vermieterin Inger, die von diesem Fund sehr berührt ist, denn das Bild galt als verschollen. Inger beginnt, Celia ihre Familiengeschichte zu erzählen.
Damit beginnt der zweite Handlungsstrang des Buches:

1938
Das jüdische Künstlerehepaar Ruth und Jakob Liebermann muss aus Berlin fliehen und findet Unterschlupf im Ferienhaus von Ruths Familie auf Fünen. Trotz der schwierigen Situation erleben sie in Dänemark einige glückliche Jahre. Ruth gelingt es sogar mit ihrer Malerei die Familie zu ernähren. Als sich die Situation auch für die dänischen Juden zuspitzt, müssen sie erneut fliehen. Die Flucht nach Schweden hat schwerwiegende Folgen für die gesamte Familie Liebermann und auch nach der glücklichen Rückkehr bleiben tiefe Wunden, die einfach nicht heilen wollen.

Mir hat das Buch unheimlich gut gefallen. Der Handlungsstrang um Celia dient lediglich als Rahmenhandlung und ist eher seicht.
Die Geschichte von Ruth und Jakob ist aber unheimlich fesselnd. Diese Geschichte lebt von fiktiven Personen wie Ruth und Jakob (sehe schade, denn Ruths üppige Fliederbilder hätte ich gern mal gesehen) und historischen Personen und Ereignissen. So finden Ruth und Jakob z.B. Zugang zum Kreis um die Schriftstellerin Karin Michaëlis, die schon früh in ihren Haus Emigranten wie Bertold Brecht oder Helene Weigel Unterschlupf geboten hat. Ein Kernthema ist der Umgang der Dänen mit dem jüdischen Teil ihrer Bevölkerung und die beispiellosen Unterstützung durch die Bevölkerung als mehr als 90 Prozent der dänischen Juden quasi in einer Nacht-und-Nebel-Aktion nach Schweden fliehen und so vor der Deportation bewahrt werden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Sylvia Lott
BeitragVerfasst: 07.01.2019, 10:05 
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Mir hat Die Fliederinsel unheimlich gut gefallen. Bisher war mir nicht bekannt, dass die Juden in Dänemark nicht verfolgt wurden bzw. von der Rettungsaktion, die 1943 stattfand. Auch die Autorin Karin Michaëlis ist mir völlig unbekannt.

@Schussel: Sagt dir diese Autorin Karin Michaëlis etwas bzw. die Buchreihe um Bibi? Du hast doch viele Bücher, insbesondere Jugendbücher auch auf Dänisch gelesen.



Die ersten Kriegsjahre kommen in diesem Buch nicht düster rüber. Trotz allem Leids und der Angst, ob Ruth und Jakob in Dänemark bleiben können, liegt eine gewisse Leichtigkeit über diesen Jahren. Ich konnte die Kraft von Ruths Flieder-Bildern spüren und vor mir sehen und den Flieder auch riechen.

Das Thema des Totschweigen der Kriegsjahre und warum manche Entscheidungen getroffen wurden, hat mich in meinen Büchern 2018 begleitet. Nach dem Deutschen Haus, kommt auch in Der Fliederinsel zur Sprache, was man damit alles zerstören kann und wie sehr auch die Nachkriegs-Generation bzw. die Kinder, die in den Kriegsjahren geboren wurden, unter den Gereultaten gelitten haben. Egal ob sie Kinder von Opfern oder Tätern waren.

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 Betreff des Beitrags: Re: Sylvia Lott
BeitragVerfasst: 07.01.2019, 14:37 
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eifrigster Elefant
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Ich lese gerade: nur Schrott, der ungefähr 1 Gehirnzelle erfordert
nein, das sagt mir erstaunlicherweise auch nichts!
"Bibi". hätt ich jetzt gedacht ist irgendein Kinder..-Jugend..- Pferderoman, LOL!
Alles andere müsste ich mir erst anlesen (bin nicht böse über Links zu Clouds, denn ich gehöre im anderen Thread auch zu den Sehhilfebedürftigen....)

Aber... es wundert mich nicht, denn antijüdische gesellschaftliche Strömungen waren in Europa seit der Jahrhundertwende (...mindestens; denkt an Dreyfuss) normal, also auch Länder, in denen die Assimilation gegenüber "der Rasse" mehr bewertet wurde.

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LG ~ Schussel X Griffindor by birth, Slytherin at heart!
~ Das Paradies habe ich mir immer als eine Art Bibliothek vorgestellt. - J.L.Borges ~


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