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BeitragVerfasst: 18.02.2007, 22:33 
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findiger Fuchs
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Übersicht


1) The Twins at St. Clare's: Hanni und Nanni sind immer dagegen
2) The O'Sullivan Twins: Hanni und Nanni schmieden neue Pläne
3) Summer Term at St. Clare's: Hanni und Nanni in neuen Abenteuern
4) The Second Form at St. Clare's: Kein Spaß ohne Hanni und Nanni
5) The Third Form at St. Clare's: Gute Zeiten mit Hanni und Nanni (Bd. 20) (P. Cox)
6) Kitty at St. Clare's (P. Cox)
7) Claudine at St. Clare's: Lustige Streiche mit Hanni und Nanni (Bd. 11)
8) Fifth Formers at St. Clare's: Fröhliche Tage für Hanni und Nanni (Bd. 13)
9) The Sixth Form at St. Clare's: Hanni und Nanni kommen groß raus (Bd. 21) (P. Cox)
(durch das Zwischenschieben von "The third form" und "Kitty" hat sich die Zählung der letzten Bände im Englischen geändert)

Hanni und Nanni kommen in die erste Klasse (davon handeln die ersten 3 Bände, von den darauffolgenden Jahren je einer).
Ich könnte mir vorstellen, dass dadurch, dass der Schneider-Verlag die Zwillinge immer eine Klasse „runtergestuft“ hat (damit man nicht erklären muss, warum sie in eine bestehende Klassengemeinschaft kommen?), auch einige kleine Fehler kommen (ich glaube, mal ist Sabine Taler in der ersten, mal in der zweiten Klasse - da bin ich mir aber nicht so sicher).

Betrachtet man nur die 6 Originalbände + die drei Bände von Pamela Cox (ein nicht übersetzter sowie die deutschen Bände 21 und 22, wobei man sich bei denen erstens die richtigen Namen denken muss und zweitens berücksichtigen muss, dass Pamela Cox die ganzen zusätzlichen deutschen Bände höchstwahrscheinlich gar nicht kennt), sind sie in sich schon schlüssig und es gibt eigentlich auch keine Ungereimtheiten. Es ist nur für uns schwierig, weil wir eben so viele Bände dazwischen haben, die Enid Blyton und Pamela Cox nicht berücksichtigen konnten.

Weiter unten im Thread gibt es eine zu den englischen Bänden und den (nicht) geschilderten Terms)

_________________
LG Gisela



Zuletzt geändert von Gisela am 17.12.2017, 03:47, insgesamt 5-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 18.02.2007, 22:34 
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findiger Fuchs
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Band 1


Am Ende fehlt das Kapitel „Ein Schock für Nanni“ (in der Zeichentrickserie kommt es übrigens vor):
Die Zwillinge wollen wenigstens in einem Fach als beste abschneiden, schaffen dies jedoch nicht. Schließlich steht nur noch Erdkunde aus. Sie lernen und lernen. Schließlich hat Nanni vom Lernen genug und will noch ein bisschen stricken. Dazu sucht sie das Buch mit dem Strickmuster. Sie hat es im Klassenzimmer vergessen und geht, um es zu holen. Dabei vergisst sie ganz, dass sie an diesem Abend das Klassenzimmer gar nicht betreten dürfen, da dort schon die Examensaufgaben liegen. Sie holt ihr Buch und hebt einen Bleistift von Frl. Roberts auf, den sie ihr aufs Pult legt. Dabei sieht sie die Examensfragen und liest sie, ohne lange nachzudenken. Sie stellt fest, dass es genau die Sachen sind, die Hanni und sie gelernt haben. Hinterher ist sie recht verzweifelt und spricht mit Hanni darüber. Hanni meint, sie müsse es Frl. Roberts beichten, aber davor hat Nanni Angst. Scließlich schlägt Hanni vor, dass sie am nächsten Tag in der Prüfung die Fragen ganz schlecht beantworten soll. Wenn Frl. Roberts sie dann fragen würde, wie das käme, könnte sie es beichten und Frl. Roberts dadurch aber auch zeigen, dass sie keinen Vorteil daraus genommen hat. Dann würde Frl. Roberts nicht denken, sie sei eine Schummlerin. Nanni beschließt, es so zu machen.
Am nächsten Morgen stellt sich heraus, dass das gar nicht die Fragen für die Klasse der Zwillinge, sondern für die zweite Klasse waren - Frl. Roberts hatte sich geirrt. Die Zwillinge sind erleichtert, doch Nanni ist so nervös, dass sie einige dumme Fehler macht. Sie wird sechste - aber Hanni wird erste.


Zuletzt geändert von Gisela am 12.02.2009, 17:31, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 18.02.2007, 22:36 
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findiger Fuchs
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Band 2


Kommt noch irgendwann... Ich wollte nur die Gelegenheit nutzen, die Vergleiche in der richtigen Reihenfolge zu posten...

Nadja hat geschrieben:
Gisela hat geschrieben:
Band 2


Kommt noch irgendwann... Ich wollte nur die Gelegenheit nutzen, die Vergleiche in der richtigen Reihenfolge zu posten...


Ich bin mal so frei und poste, was mir aufgefallen ist:

Als Allison/Ellie sich am Anfang beschwert, dass sie nicht weiß, wie man Wäsche flickt, sagt die Hausmutter sinngemäß zu ihr: Vielleicht hat Deine Mutter Dich gerade deswegen hergeschickt, damit Du es lernst? Du hoffst doch, dass Du später glücklich verheiratet sein und einen eigenen Haushalt führen wirst. Dann musst Du lernen, Dich um Deine Wäsche zu kümmern. Aber Deine Mutter hat Dir lauter neue Sachen mitgegeben, daher brauchst Du Dir vorläufig keine Gedanken darum zu machen.

Als Mamsell die Mitternachtsparty entdeckt und mit Frl. Theobald darüber spricht, wird erwähnt, dass Mamsell in ihrer Schulzeit nichts getan hat außer zu lernen - Spaß durfte sie keinen haben. Und eine Turnhalle hat sie auch erst in St. Clare's zum ersten Mal von innen gesehen.

Und am Ende, als Mamsell krank wird, heißt es, dass sie während der Weihnachtsferien Tag und Nacht ihre Schwester gepflegt hat und deshalb jetzt einfach kaputt ist. Daran kann ich mich aus der deutschen Ausgabe nicht erinnern.

Ergänzung: Als die Zwillinge die Freundin treffen, auf deren Schule Margery/Margret vorher war, wird auch der Name der Schule erwähnt: St. Hilda


Zuletzt geändert von Gisela am 24.11.2018, 20:53, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 18.02.2007, 22:36 
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findiger Fuchs
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Band 3



Am Anfang wird erwähnt, dass Lucy und Margret aufgerückt sind. Im Original ist auch Vera aufgerückt - deshalb wird sie auch vermutlich später (in den Originalbänden) nicht mehr erwähnt
Am Ende rückt Petra nicht auf, weil sie zu jung ist. Irgendwann verlässt sie die Schule, taucht aber im vorletzten Band wieder auf, weil sie Sehnsucht nach der Schule hatte. Allerdings rückt sie am Ende nicht gemeinsam mit den anderen in die sechste Klasse auf - wiederum, weil sie zu jung ist. (Das heißt, wenn sie in Bänden, die auch im Englischen existieren, erwähnt wird, hat der Schneider-Verlag sie „dazugedichtet“ - ich weiß aber gerade nicht, ob das der Fall ist.)

Es fehlt auch ein Kapitel: „Drei Tennis-Spiele - und ein Unfall“
In dem Kapitel spielen die Zwillinge in ihrer Schulmannschaft gegen eine andere Schule. Schon in den Kapiteln davor wurde einiges weggelassen, damit man dieses Kapitel möglichst unbemerkt streichen konnte. Dies ist sehr schade, da es darin nicht nur um Tennis geht.
Diese Stelle ist eins der Beispiele dafür, wie Dinge und Charaktere in der Übersetzung „abgeflacht“ wurden.
Die Zwillinge spielen im Doppel, Reserve-Spielerin ist Jenni. Doch eigentlich hatte Bobby Reserve-Spielerin werden sollen. Sie ist besser als Jenni und hat viel mit den Zwillingen geübt. Doch sie will nicht, weil sie keine Lust hat, sich wirklich anzustrengen. Linda ist darüber sehr ärgerlich und macht ihr ernste Vorwürfe, ähnlich wie später Frl. Theobald.
Ein Stück versuche ich hier mal zu übersetzen (wer es verbessern will, ist herzlich dazu eingeladen :D):

(Linda hat Bobby vorgeschlagen, etwas mehr zu üben und Reservespielerin zu werden)
„Danke nein!“, sagte sie [Bobby], „ Das macht Tennis zu sehr zu harter Arbeit, wenn ich dafür üben muss, Reserve-Spielerin zu werden.“
Linda war von dieser Antwort nicht besonders begeistert. Sie sah Bobby mit einem Blick an, der sie ziemlich überraschte, da er eine ganze Menge Spott/ Verachtung enthielt.
„Oh, ja“, sagte Linda, „natürlich können wir von „Don’t-care-Bobby“ nicht erwarten, dass sie sich genug um ihre Schule kümmert oder dass sie genug Stolz hat, etwas zu tun, dass harte Arbeit zu sein scheint. Dumm von mir, es vorzuschlagen.“


Bobby ist sehr überrascht. Die Zwillinge fühlen sich unbehaglich, denn eigentlich geben sie Linda Recht. Bobby überlegt sich, ob sie ein bisschen üben soll um Linda zu überraschen, aber ihr Trotz hält sie davon ab. Ein paar Tage vor dem Spiel ruft Linda Bobby noch einmal zu sich.

„Schau her, Bobby“, sagte sie, „ich möchte nur etwas wissen. Du bist wirklich gut im Tennis, und ich hatte halb daran gedacht, dich zur Reserve-Spielerin zu machen. Aber ich möchte wissen, ob du auch darüber nachgedacht und dafür gearbeitet hast.“
„Nein, habe ich nicht“, sagte Bobby und wurde rot. „Ich sagte dir bereits, dass das zuviel harte Arbeit sein würde. Und außerdem, Reserve-Spielerinnen spielen [ohnehin] nie in einem Wettkampf - sie sehen nur zu - und ich will nicht zusehen! Wenn ich irgendetwas tun würde, wollte ich [auch] spielen, nicht [nur] zuschauen!“
„Du bist sehr enttäuschend, Bobby“, sagte Linda. „Du hast solch guten Stoff in dir, Bobby - aber du scheinst nicht das beste daraus machen zu wollen. […] Don’t-Care-Bobby ist ein guter Name für dich - aber du wirst nicht weit kommen, wenn du nicht anfängst, die Dinge etwas ernster zu nehmen (engl.: if you don’t begin to care about things).“
„Ich will nicht weit kommen“, sagte Bobby, während ihr Trotz wuchs. […]
Bobby verließ den Raum, mit roten Wangen und ziemlich beschämt über sich selbst. Sie war eine seltsame Mischung. Sie hatte viel Verstand, viel ??? (plenty of high spirits), viel Freundlichkeit - aber sie schien eine nicht zu kurierende Abneigung dagegen zu haben, für irgendetwas hart zu arbeiten, und wenn jemand versuchte, sie dazu zu bringen, wurde sie sehr trotzig und unbeweglich. …


Dann ist der Wettkampftag da. Zuerst spielen die Mädchen aus der dritten Klasse, dann die der zweiten (Margret und Lucy), dann die erste. Die zwei ersten Spiele werden gewonnen. Das Spiel der Zwillinge läuft ebenfalls gut - bis Nanni stürzt und sich den Knöchel verstaucht. Jenni springt ein, doch sie ist nicht so gut mit Hanni eingespielt und sie verlieren das Spiel.
Als Bobby das hört, ist sie sehr bedrückt. Nanni ist besonders traurig, dass Hanni und Jenni das Spiel verloren haben und sagt zu Bobby, dass sie mit ihr wahrscheinlich gewonnen hätten, da Bobby besser an Hannis Spiel gewöhnt ist und sagt „hätte Linda doch dich als Reserve-Spielerin ausgewählt“.

Bobby hörte still zu. Sie wusste recht gut, weshalb Linda sie nicht ausgewählt hatte. Sie war dumm und trotzig gewesen. Sie hatte Lindenhof im Stich gelassen! […(Isabel wundert sich, dass Bobby so seltsam schaut)]
„Es war nicht Lindas Fehler/ Schuld, dass Jenni statt mir ausgewählt wurde. Linda gab mir die Chance - und ich ergriff sie nicht. Gib nicht Linda die Schuld. Gib sie mir. Du hast gehört, was Linda mir neulich auf dem Tennisplatz sagte - nun, ich war ??? (sore) und ärgerlich darüber, und ich wurde nur trotzig und dachte, dass ich ganz bestimmt nicht tun würde, was sie sagt und hart trainieren würde.“ […] „Ich habe meine Chance verpasst - und das Spiel war verloren. Ich sage nicht, dass ich es mit Hanni hätte besser gewinnen können als Jenni - aber ich kann das furchtbare Gefühl nicht loswerden, dass ich es vielleicht gekonnt hätte - und denke daran, wie erfreut alle gewesen wären, wenn wir alle drei Spiele gewonnen hätten. Ich dachte, ich würde mich um nichts kümmern, solange ich eine gute Zeit hatte und tat, was ich wollte. Aber nach alldem stelle ich fest, dass ich mich doch kümmere (I find I do care).“
Sie ging alleine fort, auf irgendeine Art unglücklich aussehend. …


Sie beginnt dann hart zu trainieren. Im deutschen Buch heißt es nur, dass Bobby zu müde und zu faul zum Streichespielen war, weil sie viel Sport getrieben hat. Im Original wird noch gesagt (teilweise an der Stelle, teilweise als sie über das Gespräch mit Frl. Theobald nachdenkt), dass sie Linda und Frl. Wilton zeigen will, dass sie kann, wenn sie will.

Helene heißt dort übrigens Prudence und hat lauter adlige Verwandte - als ich den Namen Prudence gehört hab, habe ich zuerst gedacht das sei ein Spitzname, den die Mädchen ihr gegeben haben - passen würde er ja :D


Zuletzt geändert von Gisela am 12.02.2009, 17:32, insgesamt 1-mal geändert.

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findiger Fuchs
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Band 4


Zu Else: Frl. Theobald lässt Else aufsteigen, da sie sieht, dass die Klasse sie nur duldet, Else dort aber nach ihrem Verhalten keine Chance hat, und sie Else aber nicht rauswerfen möchte. Sie sagt zu Else, dass sie zwar nicht die erforderlichen Kenntnisse habe, aber es mit Nachhilfestunden und Anstrengungen schaffen könne.

Anne hat sich so gut entwickelt, dass man sie aufsteigen und in ihre alte Klasse gehen lassen kann.


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findiger Fuchs
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Band 5


vgl. Band 2, wegen der Namen Band 8


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findiger Fuchs
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Band 7 (zuvor: 6, ursprünglich: 5)


Am Beginn von „Claudine at St. Clare’s” (die Zwillinge kommen jetzt in die vierte Klasse, bei uns „Lustige Streiche mit Hanni und Nanni“) wird berichtet, dass Lucy ein Stipendium für eine Kunstakademie gewonnen hat und dorthin wechselt und dass Suse die Schule verlassen hat.
Auch über die Klassensprecherin Ruth erfährt man etwas: Einige wenige Mädchen waren in der vierten Klasse geblieben [d.h. nicht mit den anderen aufgestiegen], die meisten mochten die Zwillinge. Ruth war Klassensprecherin, ein liebenswürdiges und freundliches Mädchen mit einem guten Verantwortungsgefühl und einem starken Gerechtigkeitssinn.

Wesentlich stärker als im deutschen Buch wird auch der „English sense of honour“ betont, der Claudine fehlt, ebenso wie die Unterschiede zwischen Frankreich und England (besonders dass die englischen Mädchen den Sport so sehr lieben :D. Claudine spricht öfter davon, es klingt deutlicher als im deutschen Buch belustigt. Als sie bei Frl. Theobald beichtet, dass sie die Hausmutter in den Schrank gesperrt hat, dass ein englisches Mädchen mit ihrem „so-fine sense of honour“ so etwas nicht getan hätte. Dann geht es ungefähr so weiter wie im deutschen Buch - aber es fehlt wieder ein Stück, nachdem Frl. Theobald sagt, dass sie sich bei der Hausmutter entschuldigen und jede Strafe akzeptieren soll.

„… Da ist noch etwas…“ Sie unterbrach sich und sah Claudin scharf (? = keen) an. Das kleine französische Mädchen hörte gründlich (? = intently) zu, denn sie hatte ein große (Vor-)Liebe und Respekt für die weise und freundliche Direktorin.
„Was da noch ist, geht um den englischen Sinn von Ehre“, sagte Frl. Theobald. „Du sprichst leicht (? lightly) davon, machst dich sogar lustig - aber ich denke, Claudine, dass du ihn in deinem Innersten als die gute und feine Sache siehst, die er wirklich ist. Wenn zurück nach Frankreich gehst, nimm eine Sache mit - den englischen Sinn von Ehre.“
Claudine schaute ernst. Sie war sehr bewegt. „Frl. Theobald“, sagte sie, „glauben Sie mir, wenn ich sage, dass ich mich nicht wirklich darüber lustigmache. Zuerst verstand ich ihn nicht. Dann dachte ich, er sei lästig, wenn andere ihn haben, und noch viel mehr, wenn man ihn selber hat. Aber nun beginne ich, ihn zu lernen und er ist gut, sehr gut.“


(Nur nebenbei bemerkt: Was mich etwas wundert, ist, dass Frl. Theobald sagt, dass sie selbst das Mondscheinpicknick erlaubt hätte, wenn die Mädchen sie gefragt hätten. Ich glaube nicht, dass sie das nur sagt, weil sie der Hausmutter „eins auswischen“ (entschuldigt den Ausdruck, er passt nicht so ganz zu ihr, aber mir fällt kein besserer ein) will, denn die Mädchen meinen schon vorher untereinander (als sich die Hausmutter so aufregt), dass Frl. Theobald es ihnen wahrscheinlich erlaubt hätte. Mich wundert dass etwas, da sie ja sonst bei Mitternachtspartys (z.B. in Band 2) sehr streng reagiert hat.)

Ich finde es schade, dass man diese Passage rausgekürzt habe (wieder so eine Abflachung), da ich finde, dass in den deutschen Büchern dieser Sinneswandel Claudines nicht so deutlich wird. Auch im nächsten Band gibt es noch einmal eine Stelle, als Claudine mit Antoinette darüber redet, zuzugeben, dass sie die Feuerglocke geläutet haben.

Antoinette fragt „Spinnst du, Claudine?“
„Ja, vielleicht“, sagte Claudine, nachdenklich. „Ich fürchte, ich habe ein bisschen von diesem englischen Sinn für Ehre erwischt*. Ich fühle michhier unbehaglich, wenn ich an Sabine Taler denke, die sich wegen der Feuerglocke Sorgen macht und weil Marianne denkt, dass es Sabine war. Es ist sehr schade (a great pity), aber ich fürchte, ich habe diesen Sinn für Ehre erwischt*.“
„Oh, ist er ansteckend?“, fragte Antoinette, alarmiert. „Ich will ihn nicht bekommen, er es etwas Unbequemes. Sieh, wie du dich wegen ihm jetzt benimmst (how it makes you behave).“…

Dann geht es wie im deutschen Buch weiter. Allerdings besteht Frl. Theobald noch darauf, dass Claudine es Hilda sagt, die ihr daraufhin noch einmal gründlich ins Gewissen redet.

* Im Englischen steht "caught" - ich weiß nicht genau, wie man das am besten übersetzt, aber es hat mich sehr an "to catch a cold" erinnert, zumal Antoinette ja dann fragt, ob das "catching" (ich habe es mit ansteckend übersetzt) ist.

_________________
LG Gisela



Zuletzt geändert von Gisela am 18.05.2013, 19:02, insgesamt 4-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 18.02.2007, 22:38 
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findiger Fuchs
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Band 8 (zuvor: 7, ursprünglich: 6)

Zu den Zweierzimmern: Wie ich schon im anderen Thread geschrieben habe, haben die Mädchen offenbar nur ihre Arbeitszimmer zur zweit, schlafen aber mit mehreren anderen zusammen. Außerdem ist es so, dass die Mädchen in der Regel ihre „studies“ bekommen, sobald sie zwei „terms“ in der fünften Klasse verbracht haben.

Im zweiten Kapitel fehlt ein bisschen was über Elma Pudden. Im Deutschen heißt es nur: „Elma Pudden hatte einen sehr unglücklichen Namen. … Und so bekam sie den Spitznamen ‚Pudding’“.
Im Englischen geht es noch weiter:
Es waren die Fünftklässler, die ihr den Spitznamen „Pudding“ gaben, und sie hasste ihn, was nicht besonders verwunderlich war. Wenn sie gelacht und gesagt hätte „Ja, ich bin wirklich ein Pudding - aber ich werde bald dünner werden“, dann hätten die anderen sie wahrscheinlich gemocht und sie mehr in Zuneigung als in Spott „Pudding“ genannt. Aber Elma bekam einen ihrer schlimmen Wutanfälle, wenn sie aufgezogen wurde.
Sie hatte eigenartige Launen - nicht hitzige, die schnell auf- und abloderten wie Carlottas oder Jennis - sondern kalte, bösartige Wut. So sehr sie sich bemühten - die anderen konnten nichts an der armen Elma mögen.


Kurz darauf geht es um Beate und ihre Musik. Im Deutschen Buch heißt es nur, dass Frl. Theobald den Eltern abgeraten hat. Im Englischen ist es ausführlicher:
„Sie wird einseitig“, erklärte Frl. Theobald Beates Eltern, als sie einmal bei ihr vorbeikamen. „Manchmal denke ich, dass sie überhaupt nicht in dieser Welt lebt! Das ist schlecht für ein junges Mädchen. Sie ist schon viel zu alt für die vierte Klasse, und dennoch ist sie nicht fähig, die Arbeit der fünften Klasse zu tun. Aber ich denke, ich werde sie besser in die Fünfte versetzen, wo die Mädchen in ihrem Alter sie ein bisschen aufwecken werden. Ich wünschte, Sie würden sagen, dass Beate für ein oder zwei Jahre aufhören muss, für dieses schwierige Examen zu arbeiten. Sie hat noch viel Zeit!“ …[ihre Eltern sind zu stolz]… „Stecken Sie sie in die fünfte Klasse, wenn Sie wollen, Frl. Theobald“, sagte Beates Vater. „Aber lassen Sie sie in keiner Weise in ihren Bemühungen bei ihrer Musik nachlassen. Uns wurde gesagt, dass sie ein Genie ist, und Genies müssen auf jede Art und Weise unterstützt und ermutigt werden.“ „Natürlich“, sagte die Direktorin. „Aber wir müssen natürlich sicher sein, dass unsere Arten der Unterstützung die richtigen sind. Ich mag all diese harte Arbeit mit der Musik für ein so junges Mädchen nicht, wenn das bedeutet, dass andere, recht wichtige Arbeit vernachlässigt werden muss.“

Im nächsten Kapitel fehlt auch eine amüsante Stelle. Die Mädchen haben Elma aufgefordert, mit zum Tennis zu kommen.
Aber nein - Elma war fast genauso stur wie Claudine, wenn es um das Verweigern jeglicher [körperlicher] Übungen ging. Claudine wand sich aus allen Spielen heraus, wenn sie konnte, und sogar aus den Spaziergängen. Anfangs hatte sie Angelegenheiten arrangiert, so dass die Hausmutter sie mit Näharbeiten überhäufte, die in der Sportzeit gemacht werden mussten - aber die Hausmutter hatte diesen kleinen Trick nach einiger Zeit durchschaut, und Claudine stellte plötzlich fest, dass sie nicht genug Nährarbeiten machen musste, um eine Entschuldigung für das Verpassen von Aktivitäten außerhalb des Hauses hatte.
Aber Claudine konnte in nichts geschlagen werden. Wenn sie Sportkleider- und schuhe anziehen und auf dem Spielfeld erscheinen musste, wurde sie von heftigen Krämpfen befallen oder sich krank fühlen und musste gehen. Es war schlichtweg erstaunlich, wie sie es schaffte, aus allen Dingen herauszukommen, die sie nicht mochte.

Am Ende des Kapitels fehlt ein ganzes Stück:
„Diese Marianne, sie ist eine Pest“, beschwerte sich Claudine bei ihrer Tante, Mamsell. „Immer will sie, dass ich auf den Sportplatz gehe und mich heiß und dreckig und unordentlich mache. Kannst du ihr nicht erzählen, dass ich ein schwaches Herz habe, ma tante?“ „Claudine! Hast du ein schwaches Herz, mein Kind? Das hast mir noch nie erzählt!“, rief Mamsell alarmiert. „Hast du Schmerzen? Du musst zur Hausmutter gehen.“
Das war das letzte, was Claudine wollte. Die Hausmutter war die eine Person, die konsequent nichts glaubte, was Claudine sagte.
„Nein, ich habe keine Schmerzen“, sagte Claudine zurückhaltend. „Nur ein leichtes Flattern hier - jetzt und wenn ich renne oder Treppen gehe.“
Mamsell sah Claudine scharf an. Sie liebte sie zärtlich, aber es kam ihr manchmal der Gedanke, dass ihre Nichte sie täuschte, um ihre eigenen Ziele zu erreichen. Claudine hatte ihre Hand auf die Stelle gedrückt, von der sie glaubte, dass dort ihr Herz war, um zu zeigen, wo das Flattern war - aber unglücklicherweise zeigte sie nicht die richtige Stelle.
„Tiens“, sagte Mamsell, halb alarmiert, aber immer noch ein bisschen ärgerlich. „Das ist nicht dein Herz. Das ist dein Bauch. Vielleicht brauchst du eine hübsche Portion Medizin.“
Claudine verschwand sofort. Sie würde nichts von der guten Medizin der Hausmutter nehmen. Sie beschloss herauszufinden, wo ihr Herz war, damit sie ein anderes Mal keinen Fehler machen würde.
Nach ein paar Tagen hatten sich die Fünftklässlerinnen wieder eingewöhnt. Sie nahmen ihre neue Arbeit in Angriff, stöhnten und schimpften, lachten und redeten, machten Spiele [vermutlich ist hier Sport gemeint] und gingen müde ins Bett. Es war ein gutes Leben, ein interessantes, erfülltes und freundliches. Manchmal waren die Fünftklässlerinnen ein bisschen traurig, wenn sie daran dachten, dass sie nur noch in eine weitere Klasse kommen würden - und dann würden sie Lindenhof für immer verlassen.
Nach der Hälfte des Terms gab es ein schwieriges Examen zu bewältigen, das jede machen musste, sogar Doris, Elma und Beate, die sich absolut sicher waren, dass sie es nicht bestehen konnten.
„Aber es wird euch auf keinen Fall schaden, dafür zu arbeiten“, sagte Frl. Körner mit ihrer rauhen Stimme. „Wenn ihr nur ein „Pass“ [genügend? oder nur „teilgenommen“?] bekommen könntet, hätte ich das Gefühl, dass ich etwas erreicht habe. Ich werde euch allen erlauben, zu auszuspannen, wenn das Examen vorüber ist, aber ich muss darauf bestehen, dass ihr in der ersten Hälfte des Terms euer Bestes gebt und wirklich hart arbeitet.“
So gab es in diesem Term in den kleinen Arbeitszimmern einiges an harter Arbeit zu tun. […]
Schule machte Spaß - aber es war auch harte Arbeit!


In „Harte Arbeit - …“ heißt es übrigens, dass auch Frl. Theobald ein paar Stunden bei ihnen gibt, und sie sich für sie besonders anstrengen.

In „Frl. Willmer hat schlechte Laune“ beginnt Beate plötzlich laut zu singen, ohne auf Frl. Willmers Anschreien zu reagieren, bis Bobby ihr auf die Schulter schlägt. Sie hört auf, fängt aber gleich darauf wieder an und wird schließlich mit der Bemerkung, dass sie eigentlich in die dritte Klasse gehört, vor die Tür geschickt. Als sie dort wieder singt, soll Anneliese sie in ihr Zimmer schicken, wo sie ein Stück abschreiben muss.
Mit dem Hintergrund verstehe ich auch die Bemerkung „Ich gehe zu Beate“ am Anfang des nächsten Kapitels besser.

In „Das Schuljahr geht weiter“ wird die Stelle, in der es darum geht, wie Anneliese und Elli Frl. Willmer bewundern, viel weiter (und recht lustig :chen )ausgeführt:
Es wird beschrieben, wie sie sich kleiden (Elli trägt u.a. Haarnadeln, die überhaupt nicht zu ihrem Haar passen) und das Frl. Körner sich das eine Weile anschaut.
Aber als Elli mit zwei verschiedenfarbigen Schals erschien und Anneliese mit einer übergroßen Zinnbrosche mit einem glitzernden orangenen Stein in der Mitte, konnte sie es nicht länger ertragen.
„Hast du Halsschmerzen, Elli?“, fragte sie höflich nach.
Elli schaute erstaunt auf. „Nein, Frl. Körner“, sagte sie.
„Warum trägst du dann
zwei Schals, Elli?“, sagte Frl. Körner, immer noch in äußerst höflichem Ton, der die Warnglocken in den Köpfen der Klasse klingeln ließ. Wie gut sie diesen besonders höflichen Tonfall kannten! Er ‚spelt’ immer Ärger.
„I-ich dachte, es sieht hübsch aus“, stotterte Elli, die ebenfalls die Warnung in der kalten, höflichen Stimme hörte.
„Nun, Elli, ich dachte bis zu diesem Term, dass du einen guten Geschmack hast“, sagte Frl. Körner. „Du hast immer ordentlich, gepflegt und anmutig ausgesehen - gut zurechtgemacht, in der Tat. Aber in diesem Term siehst du aus wie eine drittklassige Nachahmung eine kleinen „shop-girls“, das denkt, je mehr Farben und Schals und Nadeln und Broschen sie trägt, umso besser sieht sie aus.“
„Oh“, sagte die arme Elli, scharlachrot im Gesicht.
„Und Anneliese scheint denselben Weg zu gehen“, sagte Frl. Körner und sah die Möchtegern-Dichterin in einer Art und Weise an, die sie dazu veranlasste, sich zu winden und sich zu wünschen, die große Brosche abzunehmen. „
Was ist das für ein Essteller, den du trägst, Anneliese? Glaubst du wirklich, er steht dir?“
Anneliese nahm die Brosche mit zitternden Fingern ab. Sie konnte es nicht ertragen, wenn ihre Fehler in aller Öffentlichkeit aufgezeigt wurden.
„Das ist besser“, sagte Frl. Körner. „Ich weiß nicht, ob ihr beide jemanden nachahmt - aber lasst mich euch etwas sagen - Nachahmungen sind nicht immer die aufrichtigste Art der Schmeichelei, wenn ihr dabei ausseht wie dumme kleine Sehenswürdigkeiten ausseht.“
„Arme kleine Dina-Fans“, flüsterte Bobby Jenni zu. „Das war ein „crack“ gegen Frl. Willmer. Ich wette, Frl. Körner weiß alles darüber, wie blöd sie sind, wenn es um sie [Frl. Willmer] geht.“

Damit hören die beiden auf, sich wie Frl. Willmer zu kleiden, ahmen sie aber weiterhin nach und lassen sich auch durch Spott nicht davon abbringen.

Ganz am Ende des Kapitels „Ein paar Befreiungen“ dent Mamsell noch einmal über das Geschehen nach und beschließt, mit ihren guten Nichten zu sprechen, die einen besseren „sense“ haben als die englischen Mädchen und ihr bestimmt erzählen werden, was los war, und die nicht nachts umherwandern, um von ihr eingeschlossen zu werden.

In „Anneliese stellt Frl. Willmer eine Falle“ fehlt auch ein Stückchen.
Anneliese sagt, dass sie sich nicht davor fürchtet, wenn Frl. Willmer sie bei Frl. Theobald meldet.
„Ja“, sagte Anneliese boshaft, und die Englisch-Lehrerin wusste, dass es nicht gut wäre, Anneliese zu melden - denn Anneliese würde auch ihre Sicht der Dinge schildern, und Frl. Theobald würde nicht viel von einer Lehrerin halten, die die Zeilen eines großen Dichters verachtete, nur weil sie dachte, dass ein Schulmädchen, das sie nicht mochte, sie geschrieben hatte.
Im nächsten Kapitel heißt es an einer Stelle, dass sie seit längerer Zeit keine Gedichte mehr geschrieben hat, und dass sie damit warten will, bis ihr gute Gedanken kommen. Dann kommt:
Sie hatte ein Gespräch mit Frl. Theobald gehabt, die von Annelieses Betrug, wie Frl. Willmer ihn nannte, gehört hatte. Die Direktorin hatte nicht viel Zeit für die Englisch-Lehrerin selber, sie spürte, dass sie unaufrichtig und ziemlich eingebildet war - aber sie konnte keinem Mädchen erlauben, sich über [die] Autorität hinwegzusetzen oder unverschämt zu sein, ohne sie selber streng zurechtzuweisen.
So hatte Anneliese 20 schlimme Minuten gehabt und war als eine traurigere und weisere Fünftklässlerin weggegangen, entschlossen, dass sie keine ‚wundervolle’ Poesie mehr schreiben würde, bis sie, wie Frl. Theobald sagte, etwas echtes und ehrliches und ernsthaftes im Herzen hatte, dass sie in ihr Schreiben hineinlegen konnte, um es wertvoll zu machen.


Dann fehlt noch das Ende des Buches komplett:
Frl. Theobald muss noch die neue Schulsprecherin bestimmen. Alle Sechstklässlerinnen gehen, die fünfte steigt auf und bleibt außer Hilda, die nur ein Term bleibt und dann mit ihren Eltern nach Indien geht, noch ein ganzes Jahr. Sonst wäre sie Klassensprecherin der Sechsten - und damit Schulsprecherin - geworden.
Die Mädchen unterhalten sich über das Thema.
„Ich werde es auf jeden Fall nicht sein“, sagte Doris gemütlich. „Ich bin zu blöd.“
„Und ich werde es auch nicht sein“, sagte Carlotta. „Ich bin immer noch zu wild.“
„Und auch ich nicht“, sagte Bobby grinsend. „Ich will immer noch zu viele Streiche spielen. Ist Mamsell nicht aufgesprungen, als sie ihr Glas Milch heute Morgen trank und am Boden einen schwarzen Käfer fand?“
Die Mädchen kicherten. Es war ein dummer Streich, aber er hatte eine Menge Spaß gebracht. Bobby hatte einen kleinen schwarzen Zinn-Käfer in Mamsells Frühstücksmilch fallen lassen, und ihr Erschrecken, als sie die ganze Milch ausgetrunken und dann plötzlich den Käfer am Grund gefunden hatte, war sehr amüsant gewesen.
„Tiens“, hatte sie gerufen. „Was ist dieses schwarze Tier, dass ich beinahe getrunken hätte? Oh la la, dass es sich ausgerechnet mein Glas aussuchen musste und kein anderes!“
Die Mädchen riefen sich alle Streiche in Erinnerung, die Bobby und Jenni der armen Mamsell gespielt hatten - wie der Teller getanzt hatte - die furchtbaren Stinkbomben - und viele andere. Sie waren alle sehr lustig gewesen, und Mamsell hatte hinterher immer in ihr Gelächter eingestimmt.
„In drei Tagen brechen wir auf“, sagte Bobby. „Dann sind Ferien - und wenn wir wiederkommen, werden wir alle Sechstklässlerinnen sein, sehr ernst und feierlich. Dann gibt es keine Streiche mehr - kein Kichern - kein Herumalbern.“
„Ach, Unsinn“, sagte Carlotta. „Wir werden uns nicht plötzlich ändern, nur weil wir Sechstklässlerinnen werden. Wir werden genau dieselben sein. Ich frage mich, wer Schulsprecherin sein wird. Vielleicht eine von den Zwillingen.“
„Ich hoffe es nicht“, sagte Hanni sofort. „Ich würde nichts sein wollen, das Nanni nicht ist, und sie würde es genausowenig wollen. Sonst würden wir beide es lieben. Es ist die Sache, die ich in dieser Welt im Moment am meisten möchte. Ich liebe Lindenhof und bin stolz, dass ich dazugehöre. Wenn ich etwas dafür [für Lindenhof] tun könnte, würde ich es - aber ich möchte nichts tun, das ich nicht mit Nanni teilen kann.“
„Ich empfinde dasselbe“, sagte Nanni. „Aber wenn wir die Ehre hätten, dass eine von uns gebeten würde, Sprecherin zu werden, würden wir nein sagen. Und überhaupt gibt es viele andere, die bessere Sprecherinnen wären als wir.“

Zurselben Zeit wurde diese Frage von Frl. Theobald, Frl. Körner und Mamsell entschieden. […] Es war wichtig, denn die Sprecherin hatte eine gewaltigen Einfluss auf die ganze Schule und war wirklich typisch für den Geist von Lindenhof.
Sie gingen die Liste der Mädchen durch.
„Hilda kann es natürlich nicht werden“, sagte Frl. Körner. „Schade, denn sie hat eine große Erfahrung als Sprecherin in drei oder vier Klassen. Aber vielleicht ist es auch an der Zeit, dass jemand anderes eine Chance bekommt, Führungsverhalten zu zeigen.“
„Jenni?“, fragte Frl. Theobald.
Die anderen schüttelten die Köpfe. Jenni konnte manchmal immer noch hitzig und stur sein. Sie hatte immer noch nicht gelernt, ihr scharfe Zunger hundertprozentig im Zaum zu halten. Eine Sprecherin musste sich selber komplett unter Kontrolle haben.
„Bobby natürlich nicht“, sagte Frl. Körner. „Großartig, vertrauenswürdig, aber immer noch etwas unbeständig. Was ist mit Carla?“
„Zu sanft - sie hat nicht genug Führungspersönlichkeit“, sagte Frl. Theobald, die den Charakter von jedem Mädchen in einer äußerst bemerkenswerten Weise kannte. „Und ich fürchte, Mamsell, dass wir Claudine ebenfalls streichen müssen.“
Mamsell seufzte. Es war zwei oder drei Terms lang ihr heimlicher Wunsch gewesen, dass Claudine, ihre kleine Claudine, Sprecherin von Lindenhof, der Schule, in der Mamsell so viele Jahre unterrichtet hatte, werden könnte. Aber sogar Mamsell, voreingenommen wie sie war, wusste, dass Claudine nicht geeignet war, andere zu führen.
„Wenn sie in Lindenhof gewesen wäre, seit sie dreizehn war“, sagte Mamsell, „ach, dann hätte meine kleine Claudine vielleicht Zeit genug gehabt genug zu lernen, um Schulsprecherin zu werden.“
Sowohl Frl. Theobald als auch Frl. Körner bezweifelten das. In der Tat dachte Frl. Körner, dass Claudine selbst wenn sie als Baby nach Lindenhof gekommen wäre, nicht als Sprecherin geeignet wäre. Aber keiner wollte Mamsell betrüben, die ihre Nichten anbetete, und so sagten sie nichts.
„Elma sicherlich nicht, das arme Mädchen“, sagte Frl. Theobald. „Sie ist ein sehr unglückliches Kind. Vielleicht wird sie sich bessern, wenn sie richtig gesund ist. Nun Carlotta - nein, ich denke nicht. Sie ist immer noch unverantwortlich und unkontrolliert in ihrem Charakter. Ich spüre, dass sie immer noch fähig ist, Leute auszuschimpfen, die sie nicht mag.“
Mamsell erinnerte sich an verschiedene Streit-Episoden in Carlottas Schulleben und lächtelte. „Ah, sie würde die Erstklässlerinnen ausschelten, wenn sie sich nicht benehmen!“, sagte sie. „Sie würde eine unterhaltsame Sprecherin sein, aber keine besonders gute.“
„Beate - nein“, sagte Frl. Körner. „Sie wird immer geneigt sein, alles zu vergessen, wenn die Musik ihren Kopf ausfüllt. Sie wird vielleicht eines Tages zu den führenden Musikern oder Komponisten gehören, aber nur in ihrer Kunst wird sie geeignet sein, andere zu führen.“
„Angela und Elli - keine von beiden ist auf irgendeine Art und Weise eine Führungspersönlichkeit“, sagte Frl. Theobald. „Wie gut wäre es für die beiden, Sprecherin zu sein und das Gewicht von Führung und Verantwortung auf ihren Schultern zu fühlen - aber wie schlecht für die Schule! Elli ist immer noch „feather-head“ und Angela muss noch viel lernen. Noch drei Terms, um es zu lernen - nun, vielleicht wird es genug sein.“
„Anneliese wäre hoffnungslos“, sagte Mamsell. „Ebenso Bettina.“
„Bleiben Doris, Petra und die Zwillinge“, sagte Frl. Theobald, die auf ihre Liste schaute.
„Doris ist zu dumm“, sagte Mamsell. „Sie kann ihre Rs für mich immer noch nicht auf die französische Art rollen. Ah, sie wird ein großer Erfolg auf der Bühne sein, dieses Mädchen, sie ist so gut beim Theaterspielen. Aber sie ist dumm in allem anderen, obwohl sie ein nettes, nettes Mädchen ist.“
Die anderen stimmten zu. „Petra wäre eine ideale Sprecherin“, sagte Frl. Theobald. „Aber sie ist zu jung. Fast zwei Jahre jünger als die Ältesten in der Fünften. Sie wird noch zwei Jahre bleiben, so wird sie vielleicht in der Zukunft Sprecherin sein. Ein nettes, hart arbeitendes, ruhiges und zuverlässiges Mädchen.“
„Das lässt uns nur die Sullivan-Zwillinge“, sagte Frl. Körner. „Und ich bin sicher, dass wir nicht eine ohne die andere auswählen können. Sie sind unzertrennlich und sind es immer gewesen. Der andere Zwilling würde sich sehr ausgeschlossen fühlen, wenn wir eine von ihnen auswählen würden.“
„Ah - ich habe es!“, sagte Mamsell plötzlich und schlug auf den Tisch, sodass die anderen Lehrerinnen aufsprangen. „Ich habe es! Ja, wir werden zwei Sprecherinnen haben! Warum nicht? Ist Lindenhof nicht größer als je zuvor? Hat die Sprecherin nicht genug zu tun? Dann werden wir
zwei Sprecherinnen haben, Mädchen, die zusammenarbeiten werden wie eines - also warum nicht die Sullivan-Zwillinge?“
Frl. Theobald und Frl. Körner sahen einander an. Es war eine gute Idee. Zwei Sprecherinnen, die Zwillinge waren, würden sicher sehr gut zusammenarbeiten, und konnten die Verantwortung gut teilen. Hanni und Nanni hatten durchgehend gut gearbeitet und waren zu prächtigen, vertrauenswürdigen und vernünftigen Mädchen herangewachsen.
„Ja“, sagte Frl. Theobald schließlich. „Das ist in der Tat eine sehr gute Idee. Die Zwillinge werde gute Sprecherinnen sein. Es wird ihnen sehr guttun, denn sie haben bisher noch nie Verantwortung übernommen. Sie werden zusammen Sprecherinnen sein. Ich werde es morgen verkünden.“
So wurden die Namen der Sprecherin verkündet, als die ganze Schule zusammengerufen wurde, damit die Direktorin die Änderungen für das nächste Term ankündigen konnte.
„Wir haben sorgfältig darüber nachgedacht, wer im nächsten Jahr Schulsprecherin sein soll“, sagte Frl. Theobald. „Und ich denke, es besteht kein Zweifel, dass unsere Wahl weise ist und sehr beliebt sein wird. Lindenhof wächst schnell und die Sprecherin hat viel zu tun, manchmal zuviel. Deshalb haben wir beschlossen, dass wir
zwei Sprecherinnen haben werden, die zusammenarbeiten, und wir haben ein Paar gewählt, dass seit der ersten Klasse bei uns ist und seinen Weg beständig und gut gegangen ist, das jedermanns Respekt und Bewunderung gewonnen hat. Im nächsten Term werden die Sullivan-Zwillinge unsere Sprecherinnen sein!“
Großer Jubel brach aus, ein Klatschen und Stampfen zu diesen Worten. Jeder kannte die Zwillinge, die einander ähnelten wie eine Erbse der anderen, und vertraute ihnen. Nun würden sie zusammen Sprecherinnen sein - famos!
Die Zwillinge waren überwältigt. Sie wurden rot und als sie den Jubel hörten, fühlten sie plötzlich Tränen in den Augenwinkeln. Es war ein wunderbarer Augenblick für sie. Als Sprecherinnen der Schule ausgewählt zu werden, sie zu leiten, die größte Ehre zu erhalten, die Lindenhof zu bieten hatte - das war wirklich etwas wertvolles.
„Danke“, sagte Hanni und stand mit Nanni auf, als der Jubel nachließ. „Wir - wir werden unser allerbestes geben.“
Das werden sie - und ihr bestes wird wirklich sehr gut sein. Und hier müssen wir sie verlassen, „about to have their dearest wish, head girls of St Clare’s, the finest school they know“.


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findiger Fuchs
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Band 9 (zuerst: 8)

"Sixth Form at St. Clare's" (auf Deutsch ist es "Hanni und Nanni kommen groß raus", s.o.).

Das Buch hat mir auch nicht so gut gefallen wie die alten Bände - aber seit ich es auf Englisch gelesen habe, verstehe ich wenigstens die Zusammenhänge - und so schlecht finde ich es jetzt gar nicht mehr, es gefällt mir jetzt sogar recht gut.

Im deutschen Buch ist extrem viel weggelassen, das manches erklärt und ergänzt. Das größte Problem sind aber die Namen: Sie sind ja fast alle verändert. Naja, das wissen wir ja... Was aber wirklich bescheuert ist, ist, dass in den alten Bänden andere Namen für dieselben Personen verwendet wurden:
In den alten Bänden ist Petra das kluge Mädchen, das soviel für die Schule tut und mit Doris befreundet ist - in Band 8/ 21 habe ich mich dann gewundert, wieso ausgerechnet Petra Spielführerin wird... Jetzt weiß ich, warum: Es ist nämlich Carla (im englischen Buch Gladys). Mira ist Mirabel und aus unseren alten Bänden als Marianne bekannt. Sie muss die Prüfungen nachholen, weil sie (aus Faulheit) nicht bestanden hat, so steht es im deutschen Buch. Im Englischen geht es viel weiter und nimmt Bezug auf den vorherigen Band (bei uns Band 13 und die Mädchen sind in der 6. Klasse - im Original sind sie da in der 5. Klasse): An dessen Ende fällt Marianne durch die Prüfungen, weil sie nur noch Sport im Kopf hatte; außerdem hat sie sich da nicht so toll benommen. Genau deshalb ist sie in der sechsten Klasse nicht mehr Spielführerin.
Das Mädchen, dass in diesem Band Marianne heißt, ist in Wirklichkeit Hilda (Hilary).
„Unsere“ Petra ist in der fünften Klasse geblieben, weil sie zu jung ist (Pam Boardman).

Im Schreibstil habe ich auch auf Englisch einen Unterschied gemerkt (soweit ich das beurteilen kann), das Buch von Pamela Cox ist "moderner" geschrieben. Allerdings ist es soweit ich weiß ja auch erst 2000 entstanden, dann würde es eher passen. Das andere Buch, das ich auf Englisch habe, ist etwas älter (und das Englisch darin ist dem, was wir in der Schule hatten, wesentlich ähnlicher - gerade bei wörtlicher Rede).


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findiger Fuchs
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Namen


Beate - Felicitas Ray
Bettina - Pauline
Bobby - Bobby
Carla (in Bd. 20/ 21 Petra) - Gladys
Elli - Alison
Elma - Alma
Else - Elsie Fanshawe
Hanni Sullivan - Patricia O’Sullivan (Pat)
Helene - Prudence
Hilda (in Bd. 20/ 21 Marianne) - Hilary
Jenni - Janet
Katrin - Kathleen Gregory
Linda Turm - Belinda Towers
Lissy - Libby
Marianne (in Bd. 20/ 21 Mira) - Mirabel
Margret - Margery
Nanni Sullivan - Isabel O’Sullivan
Patricia Parker - Priscilla
Petra Erdmann/ Dorberg… - Pam(ela) Boardmann

Angela, Anne, Carlotta, Claudine, Fizz, Lucy, Sadie, Vera heißen auch im Englischen so.

Frl. Jenks - Miss Jenks
Frl. Roberts - Miss Roberts
Frl. Theobald - Miss Theobald/ the Head
Hausmutter - Matron
Mamsell - Mam’zelle


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Erstellt von Gisela am Dienstag, Januar 31, 2006 @ 00:00:55:

Band 22 (Gefährliches Spiel für Hanni und Nanni) ist wirklich seltsam... da tauchen Figuren auf, von denen man noch nie etwas gehört hat.
Was ich ja am auffälligsten finde ich ja, dass Andrea ( und zwar ganz eindeutig Andrea Harrach, da dasteht, dass sie von Elli wegen ihres Aussehens und ihrer Tanzkünste bewundert wird) an Ellis Geburtstag dabei ist (und ganz eindeutig Schülerin von Lindenhof ist ) und ein paar Kapitel später begegnen sie ihrer "ehemaligen Mitschülerin Andrea Harrach" .
Wer sind Isa, Maria...



Zum Thema Namen…


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Erstellt von Angelcita am Mittwoch, Februar 15, 2006 @ 21:59:46:

Als Kind fand ich es immer (eigentlich noch immer), dass die Vornamen zwar irgendwie eingedeutscht wurden, die Nachnamen aber nicht. Ich glaube, mit einer kleinen Anmerkung seitens des Verlags, dass es sich bei den Zwillingen um englische Mädchen auf einer englichen Schule handelt, wäre ich besser klar gekommen.


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Erstellt von Sylvia am Donnerstag, Februar 16, 2006 @ 16:26:50:

Ich fand es (schon als Kind) immer ganz erfreulich, dass Hanni und Nanni (also die deutschen) "in echt" Hanna und Marianne heißen sollten - dass jemand seine Zwillinge wirklich Hanni und Nanni nennen könnte, konnte ich mir nicht so richtig vorstellen ! Aber als Spitznamen finde ich Hanni und Nanni auch lustig!
Allgemein denke ich aber, dass man wahrscheinlich immer irgendwie an den Namen "hängt", die man zuerst kannte. Ich weiß noch, wie schwierig es für mich (und viele andere) war, als sich im wirklichen Leben eine Freundin "umbenannt" hat (sie wollte nicht mehr mit einem lange eingebürgerten Spitznamen angeredet werden)...


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Erstellt von Nadja am Donnerstag, Februar 16, 2006 @ 22:39:29:

Na ja, das deutsche "Hanni und Nanni" ist natürlich viel eingängiger als das englische "Patricia and Isabel". Aber wenn ich wirklich mal zwei treffen würde, die so hießen, fände ich heute es wahrscheinlich albern. Früher hat es mich überhaupt nicht gestört. Ich habe auch nie besonders drüber nachgedacht.



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Erstellt von Sabine81 am Montag, Juni 12, 2006 @ 22:32:14:

Wieso sind eigentlich die letzten 4 Bücher letzten englischen Bücher im Deutschen nicht in der gleichen Reihenfolge? Ich meine z.B. ist das englische "The Sixth Form at St. Clare's ist im Deutschen "Hanni und Nanni kommen groß raus" und damit Bd. 21. Wozu diese Unterschiede und wer hat die anderen deutschen Bücher geschrieben?


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Erstellt von Gisela am Montag, Juni 12, 2006 @ 23:08:40:

Dass die Reihenfolge da nicht stimmt, dürfte daran liegen, dass es auf Englisch zunächst sechs Bände gab - unsere Bände 1-4, 11 und 13. Dazwischen gab es aber "Lücken" (da pro Band nur ein "term" geschildert wird bzw. manche Klassenstufen gar nicht), die mit Büchern, die es nur im Deutschen gibt, aufgefüllt wurden (bis Band 15 vermutlich von Tina Caspari). Danach erschienen die Bände 16-19 (ebenfalls nur im Deutschen).

Erst um das Jahr 2000 herum erschienen die Bände von Pamela Cox, die sich um das dritte und das sechste Schuljahr (diese beiden Jahre fehlen bei den Originalbüchern komplett) drehen. Diese wurden dann halt auch übersetzt und - da es die Bände 1-19 schon gab - als Band 20 und 21 einsortiert.

Für das Verständnis der Bücher fände ich es allerdings hilfreich, wenn irgendwo drinstünde, wie die Reihenfolge der Bücher gedacht ist (und wenn die Namen nicht so unterschiedlich übersetzt wären...), denn so fehlen einem einfach die Zusammenhänge.
Aber der Schneider-Verlag hat es in Deutschland ja ohnehin ganz gut verheimlicht, dass EB selber nur 6 Bände geschrieben hat.



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Erstellt von Anke am Dienstag, Juni 13, 2006 @ 08:41:44:

Na ja, in den alten H&N Büchern von Schneider ist zumindest so eine Liste drin. Denn die ganz alten Sammelbände haben ja wieder ne andere Reihenfolge. Erklärt wird das damit, dass man erstmal die Bände übersetzt hat, von denen man dachte, sie kommen gut an.


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Erstellt von Ulrike am Montag, Juli 17, 2006 @ 21:42:56:

Internetseite zu St. Clare’s:
http://www.enidblyton.net/st-clares/



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Erstellt von Taki am Dienstag, Juli 25, 2006 @ 15:55:29:

Durch die Diskussion angeregt habe ich jetzt mal die Bände 21 und 22 HuN neu gelesen . Ich finde ihn auch besser, als die Bände 16 - 20 - die sind einfach katatstrophal dämlich. Bis Band 15 fand ich es alles soweit okay, aber dananch!
Bei Band 21 und 22 ist es mit den Namen echt blöd gelaufen z.B. taucht Petra 2x auf, als P. Boardmann und P. Hillmann. ich denke aber auch, da hat die Übersetzung gepennt. Denn man merkt, dass die Charaktere eigentlich recht konsequent durchgeführt wurden. Hinter Petra Hillmann verbirgt sich meiner Meinung nach Carla, die Freundin von Mariannne. Dann wird auch klar, weshalb sie sportleitende Schülerin ist. Also hat P. Cox vermutlich ihre Schularbeiten gemacht, aber der Übersetzer nicht. Das ist echt daneben.


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Erstellt von Gisela am Dienstag, Juli 25, 2006 @ 16:19:20:

@ Taki: Ich vermute, du meinst Band 20 und 21. Band 22 stammt von einer deutschen Autorin und passt überhaupt nicht zu den anderen Büchern (und widerspricht sich selber...)
Das mit den Namen steht ja auch ausführlich in einem anderen Beitrag von mir, denn ohne das zu wissen, kann man die Bände ja kaum verstehen



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Erstellt von Taki am Dienstag, Juli 25, 2006 @ 16:37:14:

Stimmt, ich meine Bd. 20 und 21. Band 22 ist der schlimmste von allen. Wer den wohl verbrochen hat?


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Erstellt von Gisela am Dienstag, Juli 25, 2006 @ 17:45:47:

Bei Band 22 steht es ausnahmsweise dabei: Sarah Bosse.


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Erstellt von Nadja am Montag, Januar 1, 2007 @ 22:46:17:

Ich hab jetzt die ersten vier englischen Bände fast durch, und ich finde auch, dass viele Kleinigkeiten geändert oder weggelassen wurden, was einfach schade ist. Wenn Ihr es also irgendwie ermöglichen könnt, lest die englischen Bücher. Die Atmosphäre kommt auch einfach viel besser rüber, und einiges scheint logischer.
Warum aber in den deutschen Büchern die Mädchen in den ersten Bänden schon in der 2. Klasse sind, aber dafür erst 12 Jahre alt, wird wohl ein Geheimnis des Schneider-Verlags bleiben, oder? Ich finde es zwar schon komisch, dass es eine Schule mit sechs Jahrgangsstufen gibt, in der die Schülerinnen der ersten Klasse erst 14 sind, denn dann sind sie ja in der letzten Klasse schon fast 20. Aber das reicht nicht als Begründung dafür, warum sie die Mädchen im Deutschen in die 2. Klasse gesteckt haben.
In "Second form at St. Clare's" wird übrigens auch gesagt, dass Petra in der 1. Klasse bleibt und dort Klassensprecherin wird, wodurch sie enorm an Selbstvertrauen gewinnt.


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Erstellt von Gisela am Montag, Januar 1, 2007 @ 23:11:19:

Das mit der zweiten Klasse kann ich mir schon erklären - die anderen kennen sich ja alle schon und das sollte wohl erhalten werden. Da es hier die Terms nicht gibt und man in der Regel zum neuen Schuljahr dazukommt, haben sie das halt so gelöst. Zumal der letzte Band von EB ja die fünfte Klasse beschreibt.
Aber das mit dem Alter passt natürlich trotzdem nicht. Und ich finde 12 Jahre als Anfangsalter wie bei Möwenfels logischer.

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findiger Fuchs
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Übersicht über die englischen Bände


Band 1: The Twins at St. Clare's (Hanni und Nanni sind immer dagegen):
Sommer - Weihnachten, 1. Klasse

Band 2: The O'Sullivan Twins (Hanni und Nanni schmieden neue Pläne):
Weihnachten - Ostern, 1. Klasse

Band 3: Summer Term at St. Clare's (Hanni und Nanni in neuen Abenteuern):
Ostern - Sommer, 1. Klasse

Band 4: The Second Form at St. Clare's (Kein Spaß ohne Hanni und Nanni):
Sommer - Weihnachten, 2. Klasse (1. Term)

4 nicht beschriebene Terms

Band 5: The Third Form at St. Clare's (Gute Zeiten mit Hanni und Nanni, Bd. 20, P. Cox):
Ostern - Sommer, 3. Klasse

Band 6: Kitty at St. Clare's (P. Cox):
Sommer - Weihnachten, 3. Klasse (letztes Term)

s. u. - eigentlich direkter Anschluss, aber die Jahreszeiten passen nicht

Band 6 7: Claudine at St. Clare's (Lustige Streiche mit Hanni und Nanni, Bd. 11):
Ostern - Sommer, 4. Klasse (1. Term)

3 nicht beschriebene Terms

Band 7 8: Fifth Formers at St. Clare's (Fröhliche Tage für Hanni und Nanni, Bd. 13):
Sommer - Weihnachten, 5. Klasse (3. Term)

Band 8 9: The Sixth Form at St. Clare's (Hanni und Nanni kommen groß raus, Bd. 21, P. Cox):
Weihnachten - Ostern, 6. Klasse (1. Term)

Irgendwie wird auffällig oft die Zeit von Ostern bis zu den Sommerferien beschrieben :fg

Hinweis zu "x.tes Term": Ich orientiere mich an der Mehrheit der Klasse, auch wenn ja einzelne Schülerinnen mal früher oder später aufsteigen. So ganz konsequent erscheint es mir nicht, wann üblicherweise der Aufstieg in die nächste "Form" ist, obwohl 3 Terms die Regelzeit zu sein scheinen (was allerdings bei der 1. Klasse auch wieder nicht passt).
Zwischen "Third Form at St. Clare's" (Ostern - Sommer), "Kitty at St. Clare's" (Sommer - Weihnachten) und "Claudine at St. Clare's" (Ostern - Sommer) passen die Jahreszeiten irgendwie auch nicht. Die drei Bände beschreiben drei aufeinander folgende Terms.

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BeitragVerfasst: 03.03.2007, 10:28 
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debattierende Dikdik-Antilope
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Klar, da ist das Wetter schöner und die Mädchen können ins Schwimmbecken :)


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BeitragVerfasst: 02.04.2009, 16:45 
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informierte Impala-Antilope
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Ich lese gerade: Enid Blyton
Hallo Zusammen

Ich habe gerade im Internet entedeckt, dass es noch die Bände 24 - 27 von Hanni & Nanni gibt. Ich bin ja gespannt, was da drin steht, wollte aber erst mal bei euch nachfragen, ob jemand die Bücher schon gelesen hat. Und mir sagen kann, ob sich ein Kauf lohnt.

Danke

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Grüessli Sabine

Als man einen Gelehrten fragte, warum man wohl geliehene Bücher so selten zurückbekäme, antwortete er: "Weil es leichter ist, die Bücher zu behalten, als das, was drin steht."


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findiger Fuchs
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Hallo Sabine,

schau mal , da geht es genau um dieses Thema (gerade die letzten Beiträge handeln von Hanni und Nanni ab Band 23).

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LG Gisela



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BeitragVerfasst: 15.05.2013, 13:23 
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lesender Löwe
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Habe gestern ´meinen Lieblingssender D-Radio Kultur gehört - Hanni und Nanni sind dieses Jahr 50 geworden :-) - die deutschen Ausgaben betreffend allerdings nur, die englischen sind älter.

Was mich aber sehr irritiert hat: es wurde berichtet, dass Enid Blyton nur die ersten 4 Bände selbst verfasst hat, der Rest wurde von Ghostwritern geschrieben. Ich bin bisher immer davon ausgegangen, dass bis einschließlich Band 6 von Blyton stammt.

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Bei Dolly stammen die ersten 6 Bände von Enid Blyton.

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Ich lese gerade: Gabriella Engelmann "Das Glück kommt in Wellen"
Bei Hanni und Nanni sind es auch 6 Bände, aber die sind nicht mehr mit den ersten 6 deutschen Bänden identisch und folgen auch nicht unbedingt den Schuljahren, so wie es bei Dolly ist .
The Twins at St. Clare's, 1941 - Band 1, Hanni und Nanni sind immer dagegen
The O'Sullivan Twins, 1942 - Band 2, Hanni und Nanni schmieden neue Pläne
Summer Term at St. Clare's, 1943 - Band 3, Hanni und Nanni in neuen Abenteuern
Second Form at St. Clare's, 1944 - Band 4, Kein Spaß ohne Hanni und Nanni
Claudine at St.Clare's, 1944 - Band 11, Lustige Streiche mit Hanni und Nanni
Fifth Formers at St. Clare's, 1945 - Band 13. Fröhliche Tage für Hanni und Nanni

Als ich Anfang - Mitte der 70er die Bücher bekam, passte die deutsche Reihenfolge allerdings noch. Da war Band 11 noch Band 5 und Band 13 Band 6

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Bild Liebe Grüße Ulrike
In einer Welt, in der du alles sein kannst: Sei freundlich!


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lesender Löwe
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Ja, ich meine diese ersten Bände - bzw. da bin ich immer von 7 ausgegangen - also bis "Hanni und Nanni gründen einen Club". Aber das ist wohl nicht mehr von Blyton, oder?

Aber nur die ersten 4 stimmt dann ja wirklich nicht.

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findiger Fuchs
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Nein, Taki, "Hanni und Nanni gründen einen Klub" ist wirklich nicht von Enid Blyton.

Ulrike hat ja schon geschrieben, welche Bände von EB sind, und im ersten Beitrag hier in diesem Thread ist ja auch eine Übersicht. Ich habe dort gerade noch einen Band von Pamela Cox ergänzt.

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lesender Löwe
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1) The Twins at St. Clare's: Hanni und Nanni sind immer dagegen
2) The O'Sullivan Twins: Hanni und Nanni schmieden neue Pläne
3) Summer Term at St. Clare's: Hanni und Nanni in neuen Abenteuern
4) The Second Form at St. Clare's: Kein Spaß ohne Hanni und Nanni

7) Claudine at St. Clare's: Lustige Streiche mit Hanni und Nanni (Bd. 11)
8) Fifth Formers at St. Clare's: Fröhliche Tage für Hanni und Nanni (Bd. 13)

Das sind die 6, die ich immer EB zugeschrieben habe. dass es jetzt dazwischen geschobene von Cox gibt, mag ja sein- aber die ersten 6 sind doch von Blyton?

Oder was verstehe ich jetzt nicht?

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Das sind die 6, die ich immer EB zugeschrieben habe. dass es jetzt dazwischen geschobene von Cox gibt, mag ja sein- aber die ersten 6 sind doch von Blyton?


In der heutigen Zählung sind es nicht die ersten 6 Bände - wobei sie das im Englischen bis vor ein paar Jahren mal waren und im Deutschen ja offenbar vor längerer Zeit auch (muss aber schon eine Weile her sein, ich habe die Bücher bis Band 15 von meiner Cousine bekommen, und die ist locker 15 Jahre älter als ich :chen).
Oder beziehst du dich bei "ersten" nicht auf die Reihenfolge der Bände, sondern die Reihenfolge, in der sie geschrieben wurden? Dann kann man es natürlich so formulieren, dass die ersten 6 Bände von EB sind :yes.

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LG Gisela



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BeitragVerfasst: 18.08.2015, 21:29 
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eifrigster Elefant
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Ich lese gerade: Weiß noch nicht so recht
Gisela hat geschrieben:
Band 2


Kommt noch irgendwann... Ich wollte nur die Gelegenheit nutzen, die Vergleiche in der richtigen Reihenfolge zu posten...


Ich bin mal so frei und poste, was mir aufgefallen ist:

Als Allison/Ellie sich am Anfang beschwert, dass sie nicht weiß, wie man Wäsche flickt, sagt die Hausmutter sinngemäß zu ihr: Vielleicht hat Deine Mutter Dich gerade deswegen hergeschickt, damit Du es lernst? Du hoffst doch, dass Du später glücklich verheiratet sein und einen eigenen Haushalt führen wirst. Dann musst Du lernen, Dich um Deine Wäsche zu kümmern. Aber Deine Mutter hat Dir lauter neue Sachen mitgegeben, daher brauchst Du Dir vorläufig keine Gedanken darum zu machen.

Als Mamsell die Mitternachtsparty entdeckt und mit Frl. Theobald darüber spricht, wird erwähnt, dass Mamsell in ihrer Schulzeit nichts getan hat außer zu lernen - Spaß durfte sie keinen haben. Und eine Turnhalle hat sie auch erst in St. Clare's zum ersten Mal von innen gesehen.

Und am Ende, als Mamsell krank wird, heißt es, dass sie während der Weihnachtsferien Tag und Nacht ihre Schwester gepflegt hat und deshalb jetzt einfach kaputt ist. Daran kann ich mich aus der deutschen Ausgabe nicht erinnern.

Ergänzung: Als die Zwillinge die Freundin treffen, auf deren Schule Margery/Margret vorher war, wird auch der Name der Schule erwähnt: St. Hilda

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Zuletzt geändert von Nadja am 20.08.2015, 19:27, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re:
BeitragVerfasst: 18.08.2015, 21:31 
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eifrigster Elefant
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Ich lese gerade: Weiß noch nicht so recht
Gisela hat geschrieben:
Band 3

Helene heißt dort übrigens Prudence und hat lauter adlige Verwandte - als ich den Namen Prudence gehört hab, habe ich zuerst gedacht das sei ein Spitzname, den die Mädchen ihr gegeben haben - passen würde er ja :D


Es wird noch gesagt, dass Prudence aus einer Pfarrersfamilie stammt. An einer Stelle sagt ein Mädchen zu ihr: Du kannst ja nicht einmal Kartenspiele, und sie antwortet: Mein Vater sagt, Kartenspiele führen zu Glücksspiel (sinngemäß).

Und von Pamela (Petra) heißt es, dass sie vorher nie auf einer Schule war, sondern immer eine Gouvernante hatte. (Na, an wen erinnert uns das? Scheint ja damals in England nicht ganz unüblich gewesen zu sein.)

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BeitragVerfasst: 19.08.2015, 18:55 
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tiefsinniger Tiger
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Jetzt, wo du es sagst, Nadja, glaube ich mich zu erinnern, irgendwo das Pflegethema Mamsell gelesen zu haben. Ich kann aber nicht bestimmt sagen, wo und die Bücher hab ich auch nicht grade griffbereit.

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BeitragVerfasst: 20.08.2015, 00:11 
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Ich habe bei den Originalausgaben nie ganz begriffen, wie es angehen kann, daß Mädchen einfach so in eine höhere Klasse aufsteigen können - z. B. Anne und Else in Band 4 - sie müssen doch eine Menge Stoff versäumt haben? Versteht das hier jemand besser als ich?


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BeitragVerfasst: 20.08.2015, 08:08 
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tiefsinniger Tiger
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Vielleicht gibt es da so ein Art Kurssystem, ähnlich, wie es bei Trotzkopf auch zu sein scheint. Ilse kommt ja in Französisch in eine andere Klasse, als in anderen Fächern.
Ich glaube mich zu erinnern, aus meinem Englischunterricht, dass es dort so Levels gibt, wenn eines geschafft ist, dann kommt das nächste.

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BeitragVerfasst: 20.08.2015, 14:32 
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gebildeter Gepard

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Das kann natürlich sein... Danke, Ela!


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BeitragVerfasst: 20.08.2015, 15:39 
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tiefsinniger Tiger
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Angabe ist aber ohne Gewähr. Als Nicht-Studierte kann ich da nicht mitreden, aber ist das an der Uni nicht auch so, dass die Prüfungen nicht unbedingt Semestergebunden sind?

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BeitragVerfasst: 20.08.2015, 15:57 
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lesender Löwe
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Nadja, 1 und 3 kenne ich ganz sicher aus deutschen Büchern, Nr. 2 nicht.


Nadine hat geschrieben:
Ich habe bei den Originalausgaben nie ganz begriffen, wie es angehen kann, daß Mädchen einfach so in eine höhere Klasse aufsteigen können - z. B. Anne und Else in Band 4 - sie müssen doch eine Menge Stoff versäumt haben? Versteht das hier jemand besser als ich?


Ich weiß nicht, ob das schon immer so war, aber in England ist eine Klasse ein eher lockerer Verbund von Gleichaltrigen und die einzelnen Fächer werden bewertet. Besteht man nicht, gilt er eben als Nicht-Bestanden oder kann wiederholt werden. Auf diese Weise können Schüler auch "überspringen". Sie bleiben aber trotzdem im Klassenverband, dem sie altersmäßig angehören.
So ähnlich wird das auch beschrieben - aber es ist teilweise echt ungenau gesicht schlüssig, wenn man drüber nachdenkt :ggg
Mir ist aufgefallen, dass oft das Alter erwähnt wird, wenn eine Schülerin die Klasse wechselt. Das ist in deutschen Schulen ja kein Thema, jedenfalls nciht, solange es nicht extrem ist.

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Zuletzt geändert von Taki am 20.08.2015, 16:25, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 20.08.2015, 16:17 
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tiefsinniger Tiger
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Dann hatte ich das, zumindest ansatzweise, noch richtig in Erinnerung vom Englischunterricht. Und das nach 20 Jahren. Elephantenhirn ;-)

Danke Taki für die Info!

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BeitragVerfasst: 20.08.2015, 19:23 
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eifrigster Elefant
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Ich lese gerade: Weiß noch nicht so recht
@Nadine und Ela: Ich glaube, das haben wir auch bei Dolly schon mal diskutiert, wie das mit dem Aufsteigen geht. Aber Taki hat es ja gut erklärt.

@Taki: Woruaf beziehst Du Dich mit 1 und 3?

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BeitragVerfasst: 20.08.2015, 19:29 
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eifrigster Elefant
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Ich lese gerade: Weiß noch nicht so recht
Gisela hat geschrieben:
Band 4

Am Anfang, als erzählt wird, wer aufgestiegen ist usw., wird auch erwähnt, dass Belinda Towers (Linda Turm) jetzt nicht nur die Sportbeauftragte ist, sondern auch Head Girl (Schulsprecherin). Belinda macht dann eine Runde durch die Gemeinschaftsräume und hält eine kleine Ansprache, dass die Mädchen sich beim Sport (bzw. games, also vermutlich hauptsächlich Lacrosse) anstrengen sollen, um für St. Clare zu gewinnen.

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BeitragVerfasst: 22.08.2015, 00:06 
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gebildeter Gepard

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Gerade denke ich an eine der vielen Pannen, die den Ghostwritern bei Hanni und Nanni passiert ist... In Band 6 ("Hanni und Nanni im Geisterschloß") werden Mamsells Nichte Claudine und die eingebildete Angela erwähnt, die erst in Band 11 dazustoßen, und die Möchtegern-Dichterin Fräulein Willmer, die erst in Band 13 erscheint...

Ich frage mich, warum Schneider so lieblos mit dieser Serie umgegangen ist? Die Dolly-Reihe wurde ja auch fortgesetzt, und man merkt den Unterschied zu den Originalen, aber ich finde die Dolly-Fortsetzungen deutlich stimmiger...


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BeitragVerfasst: 22.08.2015, 10:34 
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eifrigster Elefant
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Ich lese gerade: Weiß noch nicht so recht
Aber beim Geisterschloss sind sie auch schon in der 5. Klasse, das stimmt insofern schon. Das Buch steht nur völlig an der falschen Stelle in der Reihe.

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BeitragVerfasst: 23.08.2015, 22:42 
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lesender Löwe
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Nadja hat geschrieben:
@Taki: Woruaf beziehst Du Dich mit 1 und 3?


Auf dein Post vom 18.08.2015, 21:29
Frage Nr 1 und 3 kenne ich aus deutschen Büchern, 2, nicht.

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BeitragVerfasst: 27.10.2016, 13:14 
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tiefsinniger Tiger
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Ich hoffe, ich bin hier richtig, sonst liebe Admins, bitte verschieben (oder ggf einen neuen Thread eröffnen) Danke.

Ich hatte heute Büchereischicht, war mutterseelenallein und hab wieder mal "Hanni und NAnni" gelesen, den 1. Sammelband. In - ich glauba "Hanni und Nanni sind immer dagegen" war dort, in Zuge eines Streiches, den sie Fr(l) Kennedy (?) spielen wollten, die Rede, dass Fr(l) Roberts der neunten Klasse im Laboratorium etwas zeigen wolle. Nun hatte ich aber immer im Kopf, dass es ja nur 6 Klassen gebe. Übersetzungsfehler? Schlecht übernommen? (Ich wollt die Stelle fotografieren, hab mich aber nicht getraut, da ja nicht mein Eigentum usw, ihr wißt Bescheid)
Weiters: Steht irgendwo, was mit den Schülern der 2. Klasse wurde, sprich Suse, Katrin, Vera...?

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BeitragVerfasst: 28.10.2016, 23:56 
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findiger Fuchs
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In der englischen Ausgabe steht da gar nichts von der 9. Klasse, sondern von der 6. Klasse.

Und was meinst du mit der letzten Frage? Wann sollte was mit denen werden?

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BeitragVerfasst: 29.10.2016, 21:07 
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tiefsinniger Tiger
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Also fehlübersetzt, respektive falsch übernommen.

Was aus ihnen werden sollte? Nun, die verschwinden so kommentarlos von der Bildfläche, als hätte es sie nie gegeben..

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BeitragVerfasst: 29.10.2016, 21:28 
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geniale Giraffe
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Na, sie werden einfach nicht mehr erwähnt. Die Klasse war sicherlich nicht so klein.

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Gruß Biene Bild

Ich bin, wie ich bin. :teufel
Die einen kennen mich.
Die anderen können mich!


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BeitragVerfasst: 29.10.2016, 21:39 
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eifrigster Elefant
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Ich glaube, in den englischen Bänden werden sie noch mal erwähnt. Ich weiß aber nicht mehr genau, wie. Mir haben die englischen Bände um Welten besser gefallen als die deutschen, auch die neu dazugedichteten von Pamela Cox, wenn Du es Dir zutraust, würde ich Dir die unbedingt ans Herz legen, Ela.

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BeitragVerfasst: 30.10.2016, 20:27 
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tiefsinniger Tiger
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Hui, ich hab Agatha Christie auf Englisch gelesen, dann sollte das kein Problem sein...
Verkauft die jemand von Euch kostengünstig? So rein zufällig?

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