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 Betreff des Beitrags: Inhaltsangaben aus den Lore Romanen
BeitragVerfasst: 15.05.2010, 22:20 
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debattierende Dikdik-Antilope
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Ich habe gerade entdeckt, dass in einigen Lore-Romanen Inhaltsangaben stehen. Ich werde sie mal hier abtippen. Das sind die original Inhaltsangaben aus dem jeweils vorangegangenen Heft. Leider gibt es sie nicht für jede Ausgabe.

LG, Diana

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Liebe Grüße, Diana

"People come, people go – they’ll drift in and out of your life, almost like characters in a favorite book. When you finally close the cover, the characters have told their story and you start up again with another book, complete with new characters and adventures. Then you find yourself focusing on the new ones, not the ones from the past." (Nicholas Sparks: The Rescue)


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BeitragVerfasst: 15.05.2010, 22:21 
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debattierende Dikdik-Antilope
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Lore-Roman 657: Schicksal auf Umwegen

Nächste Woche erscheint:
Nina Nord
Eine Sternschnuppe fiel vom Himmel


Der junge Arzt Dr. Klaus Geyer liebt Ria Jerring mit der ganzen Kraft seines Herzens, und er kann es nicht fassen, dass das schöne Mädchen seine Liebe verschmäht, um... Schauspielerin zu werden. Die Wege der beiden jungen Menschen trennen sich. Ria ist besessen von der Idee, eine berühmte Künstlerin zu werden, und als sie bei einem kleinen Theater der Stadt die Rolle der Magdalena vorspricht, wird sie engagiert. Ria lernt auch den großen vielumschwärmten Schauspieler Henning Ask kennen, dessen Freundin sie wird, ohne jedoch alle Wünsche des von Frauen verwöhnten Mannes zu erfüllen. Die ganze Stadt erfährt von dieser Liaison.- Bald muss Ria erkennen, dass sie gar nicht die Begabung zu einer großen Künstlerin hat. Die kleine Bühne muss ihre Pforten schließen, und Ria geht mit einem kleinen Ensemble auf Tournee. - Nach einer Krankheit scheidet sie aus der Künstlergruppe aus und gibt ihre Absicht, eine große Schauspielerin zu werden, endgültig auf. Bei dem gütigen Arzt Dr. Lanton findet sie eine neue Heimstatt. Der alte Herr ist wie ein Vater zu ihr, und sie ist für ihn in seinen wissenschaftlichen Forschungen eine große Hilfe. Hier lernt sie auch einen bildhübschen jungen Rechtsanwalt kennen und beide verlieben sich ineinander... Mehr wollen wir nicht verraten. Ob und zu welchem Mann sich die junge Ria findet und wie ihr weiterer Lebensweg verläuft, sollten Sie in diesem mitreißenden und fesselnden Roman selbst nachlesen.

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Liebe Grüße, Diana

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BeitragVerfasst: 15.05.2010, 22:29 
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debattierende Dikdik-Antilope
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Lore-Roman Nr. 704: Mein Freund Gustav

In der kommenden Woche erscheint als Band 705 der Lore-Roman

Schussfahrt ins Glück
Ein bezaubernder Liebesroman von Nina Nord


Nina Nord ist unter unseren Lesern durch eine Reihe charmanter Romane bekannt geworden, die immer mit viel Vergnügen und Spannung gelesen wurden. Auch dieser Roman, davon sind wir fest überzeugt, wird Ihnen sehr gut gefallen. Wir wissen alle, dass uns das Leben so manchen Wunsch schuldig bleibt. Oft glauben wir am falschen Platz zu stehen und wünschten uns in einen ganz anderen Beruf. So geht es auch der Heldin unseres Romans, die sich in ihrem Aktendasein in einem Anwaltsbüro gar nicht wohl fühlt. Dabei ist sie ein tüchtiges junges Mädel. Und eines Tages greift das Schicksal ein, es sorgt dafür, dass Inge Eik durch eine Klientin ihren Posten in der Anwaltskanzlei verliert. Und siehe da, das Schicksal weiss schon, was es will und sorgt dafür, dass die reizende Inge zu dem richtigen Posten, und damit den Weg in ein beständiges Glück findet.

Es ist schön, wenn ein guter Roman, kultiviert geschrieben, auch ein Roman, so richtig nach dem Herzen unserer Leser ist.

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Liebe Grüße, Diana

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BeitragVerfasst: 15.05.2010, 22:35 
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debattierende Dikdik-Antilope
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Lore-Roman Nr. 831: Die Hellebrandts

Der Lore-Roman
Der Nächsten Woche:

Das Zimmer bei der Schwiegermutter
Eine junge Ehe in Gefahr
Von Nina Nord


Um es gleich vorauszuschicken: es handelt sich in diesem Roman nicht um eine böse Schwiegermutter, die den Jungverheirateten nicht wohl will. Ganz im Gegenteil, sie bietet ihnen gern das Zimmer an und ist bemüht, dem jungen Paar nicht lästig zu fallen. Aber, wie das so im Leben ist, es stellt sich diese und jene Kleinigkeit heraus, die zur Differenz wird, Missverständnisse kommen dazu und was es sonst noch alles im Leben gibt. Sie gefährden ein Werk, bei dem im Grunde genommen alle guten Willens sind.

Fragen Sie nächste Woche bei Ihrem Zeitschriftenhändler nach dem neuen Lore-Roman 832.
MV Marken Verlag

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BeitragVerfasst: 13.07.2010, 18:21 
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gebildeter Gepard
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Vor ein paar Jahren hatte ich schon mal eine längere Beschreibung von Eine Sternschnuppe fiel vom Himmel eingestellt - offenbar ist sie bei einem der vielen Umzüge verschwunden. Vielleicht bin ich aber auch nur zu blind, sie zu finden... In jedem Fall stelle ich sie nochmals ein und die Admins können den Beitrag gerne bei Bedarf entsprechend verlinken oder löschen.

Ein Sternschnuppe fiel vom Himmel

Ria Jerring ist entsetzt. Gerade hat sie von „Unserer kleinen Bühne“, dem neu eröffneten kleinen Theater ihrer Heimatstadt Lerstadt einen Elevenkontrakt erhalten, da gibt ihr Verlobter ihrer Freude auch schon einen gehörigen Dämpfer. Klaus ist Arzt und er hatte sich an seiner Seite eine Arztfrau gewünscht, keine Schauspielerin, schon gar nicht ein unbedeutendes Talent. Und was sollte eigentlich werden, wenn es seine berufliche Situation erforderte, in eine andere norwegische Stadt zu gehen – sollte er ein solches Angebot in den Wind schlagen müssen, nur weil seine Frau an eine zweitklassige Bühne gebunden war? Ein Wort gibt das andere und zum Abschied knallt Ria Klaus den Verlobungsring vor die Füße.
Auch bei ihrer Stiefmutter Hedwig findet Ria kein Verständnis. Eine junge Frau gibt ihre feste Bürostellung auf, um einer fixen Idee vom Schauspielern nachzugehen? Das übersteigt Hedwigs Vorstellungen, auch hier geht Ria ohne Hoffnung auf Versöhnung.

Angefangen hatte alles schon vor vielen Jahren. Ria war sechzehn, als sie den Medizinstudenten Klaus Geyer kennen gelernt hatte. Anfangs hatten sie sich nur selten gesehen, doch Ria war verliebt, so verliebt, dass sie in der Schule statt Englisch Latein wählte und nebenbei eifrig medizinische Ausdrücke lernte. Einmal waren sie und Klaus im Theater gewesen – und Ria war so begeistert, dass sie zu atmen vergaß. Sie war nicht einfach nur begeistert, sie war hin und weg. Ria las viele Stücke, übte viele Rollen ein. Eines Tages las sie Nini Roll Ankers „Die Kirche“ Das war es! Die Magdalena ließ sie nicht mehr los. Sie studierte diese Rolle wie keine andere. Einen Termin zum Vorsprechen bei der Jugendbühne hatte sie auch schon in Aussicht. Doch die Karte mit dem genauen Datum fiel ihrem Vater in die Hände und er zerriss sie vor Rias Augen. So machte Ria das Abitur, besuchte die Handelsschule und ging in eine Bürostellung.

Von ihrer Theaterleidenschaft erzählt sie niemandem mehr. Bis zu dem Tag als sie in der Zeitung liest, dass in Lerstadt eine kleine literarische Bühne eröffnen solle. Sie läßt sich von ihrer Freundin Karin zum zehnten Male bei der Magdalena abhören und geht zum Vorsprechen.

Der Theaterdirektor ist beeindruckt. Nie hatte er eine so gute Probe gesehen und Ria wird sofort engagiert. Da das Theater in den Anfängen liegt, bekommt sie nur einen Elevenkontrakt, der ihr gerade das Auskommen sichert, doch für Ria geht ein Traum in Erfüllung.

Nach dem Streit mit Klaus und Hedwig bricht sie die Brücken hinter sich ab und zieht zu Karin. Den Tag verbringt sie im Theater, nur abends kommt sie nach Hause. Im ersten Stück bekommt sie keine Rolle, da spielen große Namen, doch der Auftakt gelingt nicht. Wer will schon in ein kleines Theater, wenn es ein großes Haus am Platz gibt?

Als zweites Stück wird Amalie Skrams „Lucie“ angesetzt und Ria hofft auf die Titelrolle – doch vergebens. Eine ältere Kollegin wird ihr vorgezogen, der Direktor hat Sorge, sich mit einer Debütantin zu blamieren. Gleichzeitig wird ein weiteres Stück einstudiert, „Charlys Tante“. Hier fällt eine der Jungmädchenrollen für Ria ab, ihre erste richtige Rolle, ihre Chance.

Doch der Alltag ist grau, Karin hat einen Freund, der fast immer bei ihr ist und Ria fühlt sich wie das fünfte Rad am Wagen. Doch das Schicksal hilft – ein Kollege gewinnt im Lotto und lädt die ganze Bande ins Bristol zum Feiern ein. Dort treffen sie auf Henning Ask, den eingekauften Star, der am Theater der Stadt einen Erfolg nach dem anderen feiert. Henning interessiere sich offenkundig für Ria, zumindest an diesem Abend. Er tanzt nur mit ihr, überschüttet sie mit Komplimenten und küsst sie innig zum Abschied.

Als sie danach lange nichts von ihm hört und sieht, drohen die Hoffnungen zu zerbrechen. Doch das Schicksal führt sie in der Stadt ein zweites Mal zusammen und Henning lädt Ria zum Mittagessen ein. Hier klagt sie ihm ihre Wohnungssorgen und Henning, der die Besitzerin seiner Pension längst um den Finger gewickelt hat, bringt sie in einem der Zimmer in seiner Pension unter. Am Tag der Premiere von „Charlys Tante“ zieht Ria dort ein – Tür an Tür mit Henning.

Die Premiere kommt und Ria ist nervös wie selten. An einer Stelle verliert sie derart den Faden, dass nicht einmal die Souffleuse sie retten kann, so übernimmt eine Kollegin geistesgegenwärtig ihre Replik. In der Garderobe warten zwei Blumensträuße, einer vom Direktor und einer von – Klaus. Den Rest des Abends verbringt Ria traurig allein zuhause.

Die Kritiken zu ihrem Debüt sind vernichtend, auch sonst steht „Unsere kleine Bühne“ unter einem schlechten Stern. Mal reichen die Einnahmen, um die Gagen zu bezahlen, mal nicht. Rias Stütze ist Henning: sie sehen sich täglich und haben – durch die begünstigte Wohnlage – immer Zeit, vor dem Theater noch einen Cognac zusammen zu trinken. Ria kümmert sich um seine Handwäsche und bildet sich ein, glücklich zu sein. Mittlerweile ist sie tatsächlich bekannt geworden: Als Freundin von Henning.

Anfang Januar ist der Traum zu ende. Das Theater ist ebenso pleite wie Ria und alle Kollegen außer ihr haben andere Engagements. Henning will zum Film, er hat den dänischen Kontrakt bereits in der Tasche. An diesem Abend will Ria mit ihm über die Zukunft sprechen, doch Henning winkt lachend ab. Ob er denn so ein Faktotum in der Vertrag mit einbringen könne? Die ganze Zeit über sei doch klar gewesen, welcher Art die Verbindung zwischen ihm und Ria war. Sie könne nun ruhig die Zurückhaltung fallen lassen und... Ria ist weiß vor Wut. Erst jetzt wird ihr klar, dass Henning sie die ganze Zeit nur benutzt hat. Sie fühlt sich wie Magdalena, benutzt und in ihrer Ehre besudelt. Und noch etwas anderes wird ihr klar: der Rückweg zu Klaus ist endgültig verbaut. Einem Engel kann man nicht unter die Augen treten mit dieser Presse.

Die Souffleuse hilft der Verzweifelten erneut aus der Klemme. Theaterwände pflegen dünn zu sein und so hat sie von der geplanten Tournee des Kernteams der Bühne erfahren. Da Tante Katherina schon lange im Geschäft und eine Autorität ist, kann sie sich für Ria einsetzten. „Es ist Ihre letzt Chance, der Kleinen ihre erste Chance zu geben“, sagt sie zum Direktor. Und Ria bekommt die einzige Frauenrolle neben vier Männern und zwei Statisten und zwei Musikern.

Am Abend vor der Abreise besucht sie Hedwig ein letztes Mal. Diese redet ihr ins Gewissen, doch aufzuhören mit dem Theater und sich eine solide Stellung zu suchen, nachdem das Theater pleite sei, doch Ria vertraute der Tournee.

Mit von der Partie ist auch Nora Sahl, die Freundin eines der Musiker. Für eine lächerliche Gage springt sie als Souffleuse und Mädchen für alles ein. Was hoffnungsvoll beginnt, wird erneut zum Desaster. Auch diesmal sind die Kritiken lau und allmählich dämmerte es Ria, dass sie eine der Schauspielerinnen sein könnte, die nur eine Rolle spielen kann. Ihre Rolle ist die Magdalena.

Nora versucht ihr zu helfen, spielt ihr vor und übt mit ihr, doch Ria hat sich und die Freude verloren. In ihrem Herzen tut es weh und bald darauf auch an einer anderen Stelle. Eines Abends schafft sie die Vorstellung nur noch mit Mühe, als der Vorhang fällt, bricht sie zusammen und wird ins Krankenhaus gebracht. In letzter Minute wird ihr der Blinddarm entfernt. Nun ist Ria endgültig außer Gefecht.

Im Krankenhaus kümmert sich Dr. Lanton, ein älterer Arzt rührend um Ria. Er erkennt sehr schnell, dass Rias größter Schmerz nicht körperlich ist und sichert ihr seine Bereitschaft, zuzuhören und ihr mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, zu.

Das ist auch bitter nötig, denn aus der Fjellsunder Zeitung, die Ria im Krankenhaus in die Hand bekommt, erfährt sie, dass Nora Sahl eingesprungen ist und nun ihre Rolle spielt. Nora meistert diese Aufgabe mit Bravour und die Kritiker überschlagen sich vor Lob.

Ria fühlt sich immer kleiner und trauriger. In einer langen einsamen Nacht sieht Ria sich und ihr Leben ungeschminkt an und geht hart mit sich selbst ins Gericht. Es wird ihr immer klarer, dass sei einer furchtbaren Selbsttäuschung erlegen ist und ihre Besessenheit für die Rolle Magdalena mit einer wirklichen schauspielerischen Begabung verwechselt hat. Sie kann nur diese eine Rolle spiele oder, nein, sie ist Magdalena und kann deshalb keine anderen Rollen spielen. Damit ist ihr Entschluss klar: es gibt für sie keine Rückkehr zum Theater.

Dr. Lanton erweist sich in dieser Stunde als der rettende Engel. Nach einem langen Gespräch, indem Ria ihm ihr Leben erzählt und auch endlich aufklärt, woher sie die vielen medizinischen Fachausdrücke kennt, die sie ganz selbstverständlich benutzt und sich gar nicht bewusst ist, wie viel Eindruck sie damit macht, bekommt sie von Dr. Lanton ein gutes Angebot. Er forscht trotz seiner Pensionierung zuhause weiter und bietet Ria eine Stelle als Sekretärin und Assistentin an. Es wiegt schwer, dass Ria nicht nur Deutsch, Englisch und Maschineschreiben kann, sondern auch Latein und Mikroskopieren. Ria sagt freudig zu ung hat seit langem endlich wieder einmal das Gefühl, angenommen und am richtigen Platz zu sein.

Die Arbeit belebt sie, auch wenn es um das Mikroskopieren von Blutproben von Meerschweinchen geht, um genauere Erkenntnisse über Leberkrankheiten zu bekommen. Ria ist mit Feuereifer bis nachts dabei und versorgt nebenbei auch die Versuchstiere, die alle so klingende Namen wie Romeo und Julia haben.

Die Haushälterin des Doktors schicken die beiden eines Tages kurzerhand in Erholungsurlaub und das bisschen Haushalt erledigt Ria neben ihrer eigentlichen Arbeit her. Bald muss sie ein
rotes Kreuz im Kalender machen – Dr. Lanton bekommt Besuch von seinem Anwalt. Ria backt Kuchen und bereitet den Kaffee vor und bevor sie sich darüber klar ist, was sie eigentlich für einen Menschen erwartet hat, steht Dr. Lanton ihr mit einem unverschämt gut aussehenden jungen Mann gegenüber.

Christopher Ryder ist nicht nur ein sympathischer junger Anwalt, sondern auch der Sohn des reichsten Unternehmers der Stadt – und von Ria so begeistert wie sie von ihm. Dr. Lanton bleibt das nicht verborgen und so hat Ria schon bald eine Einladung ins Haus Ryder, um in die feine Gesellschaft eingeführt zu werden.

Christopher ist ein vollendeter Kavalier und wunderbarer Tischherr. Er liest Ria jeden Wunsch von den Augen ab und es kommt, wie es kommen muss: die beiden verlieben sich ineinander. Rias Theatervergangenheit sorgt für einen unerwarteten Auftritt – nach der missglückten modernen Tischmusik bittet Frau Ryder ihre Tochter, Ria bei einigen Operettenliedern am Klavier zu begleiten. Die Festgesellschaft ist begeistert und allmählich läuft auch die Klatschmaschinerie an, denn neidische junge Frauen, die es auf Chris abgesehen haben, wollen wissen, wer diese Ria Jerring ist.

Ja, auf Chris, denn bald sind Ria und Chris ein Paar, wenn auch nur heimlich. Und ebenso heimlich informieren sich die düpierten Konkurrentinnen über sie. Dabei kommt auch die alte Geschichte mit Henning Ask wieder aufs Tapet und wird sorgsam als Munition für den nächsten Bugschuss vorbereitet.

Bei einem Fest im Hause des Bruders von Chris kommt es zum Eklat: Eine der blasierten Bürgertöchter lässt hämische Bemerkungen über die Affäre mit Henning fallen und mutmaßt weiter, dass sich Ria nun wegen des Geldes an den reichen Arzt herangemacht habe. Und das wohl noch mit Erfolg, denn Rias einzige Halskette ist ein Geschenk von Dr. Lanton, gefertigt aus einem perlenbesetzten Manschettenknopf, zu dem er das Gegenstück verloren hat. Angesichts solcher ungerechten Lügen kann Ria sich nicht beherrschen und gibt der schadenfroh Grinsenden eine Ohrfeige und hält eine ebenso ehrliche wie gepfefferte Rede.

Weinend verlässt sie das Fest und geht zum Bus, denn auch Christophers Gesicht und seine Nähe glaubt sie nicht ertragen zu können. Zuhause ist alles hell erleuchtet – der Doktor arbeitet wieder bis in die Nacht, denkt Ria. Doch als sie sein Arbeitszimmer betritt, ist alles still und Dr. Lantons gütige Hand ist kalt.

Ein einziges Mal sieht Ria Christopher noch einmal: bei der Testamentseröffnung. Dort erfährt sie, dass sie und die Haushälterin zu gleichen Teilen Haus und Vermögen erben. Zusätzlich bekommt Ria die Forschungsarbeit und die Erlaubnis, sie in seinem Sinne fortzuführen oder fortführen zu lassen.

Der Abschied von Chritopher ist frostig, denn er sieht nur Rias Blamage vor der feinen Gesellschaft und will nichts mehr mit ihr zu tun haben. Seine Eltern sehen das ganz anders – sein Vater wäscht ihm den Kopf und singt ein Loblied auf Rias Zivilcourage, Frau Ryder besucht Ria, um ihr Beistand zu geben. Die Schandmäuler sind in der Fjellsunder Gesellschaft erledigt und Frau Ryder wünscht sich herzlich, Ria möge in Fjellsund bleiben, vielleicht doch irgendwann als Schwiegertochter, nicht mehr als die Magdalena, die sie heute ist. Dieses Wort bricht bei Ria alle Dämme, weinend legt sie ihren Kopf in Frau Ryders Schoß.

Ria geht nach Oslo. In ihrem Hotel, in dem sie sich eingemietet hat, um über ihre Zukunft zu entscheiden, macht sie zwei Entdeckungen: in einer medizinischen Zeitschrift ist der Artikel eines Professors, der am gleichen Projekt arbeitet wie Dr. Lanton, doch mit seinen Studien noch nicht so weit gekommen ist wie dieser; und die Ankündigung der Theaterpremiere von „Die Kirche“ in der nächsten Woche.

Ria sucht zunächst das Büro des Professors auf und bekommt einen Termin zur Vorstellung des Projekts Ende der nächsten Woche – so lange ist der Professor in Urlaub.

Ria will stark sein und keine Karte für das Theater besorgen, doch am Morgen der Premiere steht sie doch vor dem Verkaufshäuschen und hört sich nach einem Billet fragen. Im nächsten Moment liegt sie in den Armen ihres ehemaligen Theaterdirektors, der sich mit einem Aufschrei auf sie gestürzt hat und ihr in wenigen Worten Unfassbares klar macht: die Darstellerin der Magdalena ist just auf der Treppe gestürzt und kann nicht auftreten. Ob Ria...?

Ohne zu zögern, sagt sie ja und steht am gleichen Abend als Magdalena auf der Bühne. Und es geschieht genau das, was sie vermutet hatte: Ria ist Magdalena. Nie zuvor hat das Publikum eine Schauspielerin gesehen, die sich derartig die Seele aus dem Leib spielt wie Ria.

Dieser Abend wird ein Erfolg, ein entscheidender und unleugbarer Erfolg. Ria wird gefeiert wie eine Heldin und sie selbst merkt zweierlei, dass sie sich an diesem Abend die Besessenheit aus dem Leib gespielt hat und dass tief in ihr die Liebe zu Klaus noch immer lebendig ist. Ihrem Direktor erklärt Ria, dass sie noch einen zweiten Abend spielen wird und sich danach ihrer eigentlichen Arbeit, der Fortführung von Dr. Lantons Lebenswerk widmen will.

Die Kritiken am nächsten Morgen sind berauschend. Im Hotel kommt sie kaum zur Ruhe, weil jeder sie beglückwünschen will. Doch Ria bleibt ganz gelassen. Sie verlässt das Hotel und eröffnet mit ihrer Gage und der Erbschaft erst einmal ein Scheckkonto. Dabei kommt ihr der Gedanke, dass ihre Stiefmutter Hedwig in Oslo bei ihrer Schwester lebt. Dorthin geht sie und versöhnt sich mit Hedwig. Natürlich besorgt sie der Steifmutter für den Abend noch Theaterkarten und – was nicht zu erwarten war – sie schenkt Hedwig und ihrer Schwester nach einem langen Gespräch eine Reise nach Rom und erfüllt den beiden Frauen damit einen lange gehegten Wunsch.

Sich macht Ria die Freude, Wort zu halten. Sie verlässt zum zweiten Mal in ihrem Leben die Welt des Theaters und geht mit erhobenem Kopf und klarer Perspektive zum Professor, bei dem sie einen Termin hat. Ria erklärt ruhig und sachlich, was sie mit Dr. Lanton erarbeiten konnte und wo die Forschung nun steht. Sie schafft es, dem Professor zu verdeutlichen, wie gut diese Arbeit seine ergänzt.

Der Professor ist angenehm überrascht. Er macht Ria ein gutes Angebot: die weitere Forschung als Assistentin und Schreibkraft zu betreuen. Für die genaueren Absprachen ist allerdings sein Assistent zuständig, der auch die Versuche betreut. Ria macht sich sofort auf dem Weg zu diesem Assistenten und steht wenige Minuten später vor Klaus.

Auch seine Gefühle haben sich kaum verändert. Ria beichtet ihm schonungslos, doch er antwortet mit den Worten aus „Die Kirche“: Richtet nicht!

Den nächsten Brief an Hedwig unterschreibt Ria Geyer.

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Liebe Grüße,
Sandra


I believe a Fireside & a Book, the best things in the World for my Age & Disposition
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BeitragVerfasst: 13.07.2010, 18:39 
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Ich lese gerade: Saskia Louis "Verliebt in Eden Bay - Ein bisschen Romantik, bitte"
Die Zusammenfassung ist , Sandra.

Aber als Inhaltsangebe zu dem Lore-Roman kann das nun gern auch hier stehen bleiben.

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Bild Liebe Grüße Ulrike
Man kann die Dinge immer von zwei Seiten betrachten - es spricht nichts dagegen, es von der positiven zu tun.


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BeitragVerfasst: 14.07.2010, 15:22 
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gebildeter Gepard
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Wo ist gleichnoch dieser :kopfpatsch - Smily? Sorry, dort hatte ich nicht geschaut...

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Autor: Ulrike
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