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 Betreff des Beitrags: Cassandra Winter
BeitragVerfasst: 31.08.2015, 16:09 
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Ich war etwas unschlüssig, welche Rubrik ich wähle, und es ist eigentlich kein Mysterie, aber es ist Cozy und einfach ein totales Wohlfühlbuch. Da es mich vom Flair etwas an Tante Dimity erinnert, habe ich es jetzt mal hierhin gepackt. Auch wenn man es genausogut in Fantasy (also nicht wirklich Fantasy, aber es geht ja um Geister), Humor, Belletristik allgemein... packen könnte.


Cassandra Winter - Windfall Agency - Der schottische Geist
Als ihr Verlobter, der gleichzeitig auch ihr Arbeitgeber war, Rebecca verlässt, weiß diese nicht mehr wirklich weiter. Doch da bekommt sie von einer Freundin ein Jobangebot. Hoffnungsvoll macht sie sich auf den Weg von London nach Devon. Dort erwartet sie laut Molly ein Recherchejob. Allerdings hat diese ihr verschwiegen, dass es sich um einen Job in der frisch gegründeten Windfall Agency handelt – eine Agentur, die Geister jagt.
Ehe Rebecca sichs versieht, ist sie zusammen mit ihrer Freundin Molly, ihrem zukünftigen Arbeitgeber Lord Windfall und dem Schotten Daniel auf dem Weg zu Burg Dendell, einer schottischen Burg, in der es spuken soll.
Eigentlich glaubt Rebecca nicht an Geister und auch der Rest der Truppe ist sich nicht sicher, ob es die wirklich gibt, aber auf der Burg kommen ihnen da schnell Zweifel. Unheimliche Sachen geschehen. Können sie die Burg von dem Fluch, der scheinbar auf ihr lastet, befreien?


„Der schottische Geist“ ist das erste Buch der Autorin Cassandra Winter, im Internet auch als Sina Glimmerfee bekannt. (Guckt einer von euch den Youtube-Kanal?)
Ich war sehr gespannt auf die Geschichte, sprach mich der Klappentext doch gleich an. Ich liebe Schottland und ein wenig erinnerte mich die Beschreibung an die Romantic Thrill Jugendromane von Ursula Isbel. Eine Zeitlang habe ich als Jugendliche Bücher wie „Stimmen aus dem Kamin“ oder „Das Schloss im Nebel“ verschlungen und mich voller Freude der leicht gruseligen und romantischen Stimmung hingegeben.

Der erste Band über die Windfall Agency hat mich auch beim Lesen manchmal an diese Bücher erinnert, war aber tatsächlich viel besser. Die Protagonisten sind älter, und sie sind einfach wunderbar skurril. Toll fand ich, dass nicht aus der Sicht einer Person erzählt wird, sondern der personale Erzähler immer wieder in unterschiedliche Rollen schlüpft. So gibt es auch keine eigentliche Hauptperson, sondern man kommt allen Mitgliedern der Windfall Agency nah und schließt sie in sein Herz.

Besonders ans Herz gewachsen ist mir Rebecca, die man ganz am Anfang kennenlernt, wenn sie verloren mit einem Paddington-Kuschelbär im Arm auf dem Bahnhof sitzt und verzweifelt hofft, dass ihr Leben sich zum Besseren wendet. Aber auch die Nichte von Lord Windfall, die alles andere als selbstbewusst ist, und seine ehemalige Nanny, eine resolute alte Dame, konnten mich sofort für sich einnehmen. Na ja, und eigentlich auch alle anderen Personen.

Besonders toll sind natürlich das schottische Dorf und die gruselige Burg. Es kommt eine richtig schöne Stimmung auf. Allerdings ist das Buch nicht in erster Linie gruselig, sondern es ist vor allem ziemlich witzig und irgendwie total warmherzig und charmant.

Für mich ist es ein erstklassiger Wohlfühlroman und ich hoffe, dass wir noch mehr von Cassandra Winter zu lesen bekommen werden. Ich würde die Windfall Agency total gerne bei weiteren Fällen begleiten!

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 Betreff des Beitrags: Re: Cassandra Winter
BeitragVerfasst: 31.08.2015, 16:18 
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Ich glaube, ich muss das Buch haben :ohnmacht .
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 Betreff des Beitrags: Re: Cassandra Winter
BeitragVerfasst: 31.08.2015, 16:33 
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 Betreff des Beitrags: Re: Cassandra Winter
BeitragVerfasst: 31.08.2015, 18:28 
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Gekauft, schlimm seid ihr :D aber danke an Ama*** da ist das Buch recht günstig zu haben.

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 Betreff des Beitrags: Re: Cassandra Winter
BeitragVerfasst: 31.08.2015, 18:29 
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 Betreff des Beitrags: Re: Cassandra Winter
BeitragVerfasst: 08.01.2016, 11:53 
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Hm ... ich bin angelockt worden wegen der vielen 5-Sterne-Rezensionen, der Magie und auch durch das eifrige Werbetrommeln der Autorin auf Facebook - und auch wegen Julias Meinung zu diesem Buch. Ich bin unschlüssig, was ich von dem Buch halten soll.

Die Autorin ist mir sympathisch - darf ich dann Kritik üben? Ja, darf ich. Denn ich habe das Buch gekauft, die Autorin will hoffentlich ehrliche Kritik und keine Lobhudelei.

Also, alles in allem finde ich die Geschichte nach wie vor klasse! Die Idee der Geisterjäger und dass Magie in der realen Welt vorkommt, ist mein Ding. Dann noch Protagonisten, die mir sympathisch sind, die Potential haben, passt auch! Außerdem scheint das ganze als Beginn einer Cozy-Reihe ausgelegt zu sein - noch besser!

Was mich gestört hat, sind die fehlenden Kapitel. Im E-Book geht es nahtlos ineinander über (ich weiß nicht, ob es hier im gedruckten Buch anders ist). Es fiel mir unheimlich schwer umzuschalten, wer gerade den Handlungsstrang leitet und aus wessen Sicht das ganze erzählt wird. Da hätte ich mir einfach mehr Struktur gewünscht. Außerdem kann man in einem E-Book ohne Kapitel nur sehr schwer zurück- und vorblättern. Es geht im Prinzip nur erste und letzte Seite - für mich ein NoGo und da bekäm jedes noch so gute Buch einen Stern abgezogen! Lesefluss muss auch in den digitalen Medien gewährleistet sein.

Was ich auch zu viel fand, war der Bezug zu anderen Büchern, Serien, Filmen und Personen. Teilweise habe ich mich gefragt, wer ist das jetzt überhaupt, muss ich das/die Person kennen? Solche Bezüge mag ich, keine Frage, aber 2-3 während ausreichend gewesen. Die Szene, gleich am Anfang, mit dem Jane-Austen-Buch - die war einfach nur toll geschrieben und hat mit ein paar Sätzen so viel ausgedrückt - über das Buch, die Autorin, die Protagonistinnen und über den Humor!

Ich hoffe, dass Cassandra Winter weiterschreibt. Wie schon geschrieben, ihr Stil ist gut, die Idee klasse - und dies ist nun mal ihr Erstlingswerk.

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 Betreff des Beitrags: Re: Cassandra Winter
BeitragVerfasst: 08.01.2016, 12:03 
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Das stimmt, fehlende Kapitel sind doof. Und in einem eBook noch mehr. Aber das ist Geschmackssache. Ich hatte das Thema ja mit Ina Sprotte diskutiert, nachdem ich ihr Buch gelesen hatte, und die meinte, dass sie selber lieber ohne Kapitel liest und deswegen auch so geschrieben hat. Mich stört es aber enorm. Wobei es hier bei dem Buch überraschenderweise ging. Ist vielleicht auch stimmungs- und formabhängig.

Die Anspielungen - ich muss gestehen, ich habe einen Großteil davon einfach überlesen. Wenn mir die Personen/Bücher/Filme nichts sagten, habe ich sie gar nicht richtig registriert. Den Punkt haben aber glaube ich andere auch schon kritisiert und ich kann das auch verstehen.

Ich bin auf jeden Fall gespannt, was wir noch so zu lesen bekommen werden und hoffe sehr auf eine Fortsetzung. Momentan schreibt sie allerdings an etwas anderem.

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 Betreff des Beitrags: Re: Cassandra Winter
BeitragVerfasst: 08.01.2016, 12:07 
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Mich hat es im Lesefluss auch deshalb gestört, weil dann zwischen den Protagonisten hin und her gesprungen wird. Am Anfang bin ich davon ausgegangen, dass das Buch aus Sicht von Rebecca geschrieben ist. Dem ist nicht so. Es wird aus Sicht von Rebecca, Laura, Raymund, Parker und wen auch immer ich vergessen habe, geschrieben. Und dann zu wissen, welche Person gerade denkt/fühlt, ist ohne Kapitel nochmal schwerer.

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