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BeitragVerfasst: 11.02.2021, 12:24 
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Becoming: Meine Geschichte - Michelle Obama
544 Seiten, Goldmann Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (13. November 2018)

Kurzbeschreibung (Verlag):
Die kraftvolle und inspirierende Autobiografie der ehemaligen First Lady der USA
Michelle Obama ist eine der überzeugendsten und beeindruckendsten Frauen der Gegenwart. Als erste afro-amerikanische First Lady der USA trug sie maßgeblich dazu bei, das gastfreundlichste und offenste Weiße Haus zu schaffen, das es je gab. Sie wurde zu einer energischen Fürsprecherin für die Rechte von Frauen und Mädchen in der ganzen Welt, setzte sich für einen dringend notwendigen gesellschaftlichen Wandel hin zu einem gesünderen und aktiveren Leben ein und stärkte außerdem ihrem Ehemann den Rücken, während dieser die USA durch einige der schmerzlichsten Momente des Landes führte. Ganz nebenbei zeigte sie uns noch ein paar lässige Dance-Moves, glänzte beim „Carpool Karaoke“ und schaffte es obendrein auch, zwei bodenständige Töchter zu erziehen – mitten im gnadenlosen Blitzlichtgewitter der Medien.

In diesem Buch erzählt sie nun erstmals ihre Geschichte – in ihren eigenen Worten und auf ihre ganz eigene Art. Sie nimmt uns mit in ihre Welt und berichtet von all den Erfahrungen, die sie zu der starken Frau gemacht haben, die sie heute ist. Warmherzig, weise und unverblümt erzählt sie von ihrer Kindheit an der Chicagoer South Side, von den Jahren als Anwältin und leitende Angestellte, von der nicht immer einfachen Zeit als berufstätige Mutter sowie von ihrem Leben an Baracks Seite und dem Leben ihrer Familie im Weißen Haus. Gnadenlos ehrlich und voller Esprit schreibt sie sowohl über große Erfolge als auch über bittere Enttäuschungen, den privaten wie den öffentlichen. Dieses Buch ist mehr als eine Autobiografie. Es enthält die ungewöhnlich intimen Erinnerungen einer Frau mit Herz und Substanz, deren Geschichte uns zeigt, wie wichtig es ist, seiner eigenen Stimme zu folgen.

Zur Autorin (Verlag):
Michelle Robinson Obama war von 2009 bis 2017 die First Lady der Vereinigten Staaten von Amerika. Sie studierte an der Princeton University und an der Harvard Law School und begann ihre berufliche Laufbahn als Anwältin bei der Kanzlei Sidley & Austin in Chicago, wo sie ihren zukünftigen Ehemann Barack Obama kennenlernte. Später arbeitete sie im Büro des Bürgermeisters von Chicago, an der University of Chicago und am University of Chicago Medical Center. Michelle Obama gründete auch die Chicagoer Sektion von »Public Allies«, einer Organisation, die junge Menschen auf eine Laufbahn im öffentlichen Dienst vorbereitet.

Die Obamas leben derzeit in Washington, D.C. Sie haben zwei Töchter, Malia und Sasha.


Meine Meinung:
So will ich hier doch auch noch meine Gedanken zum Buch hinterlassen:

Ich habe "Becoming" von Michelle Obama kurz vor der Präsidenteneinführung gelesen. Ich hatte das Lesen des Buches immer aufgeschoben und jetzt empfand ich für mich als idealen Lesezeitpunkt dafür. Sie berichtet u.a., wie freundlich Laura und George Bush die Obamas nach der Wahl im Weißen Haus empfangen haben, alle Präsidentengattinen Hilfe und Unterstützung angeboten haben, aber auch wie Laura und George W. Bush ihre Mitarbeiter angewiesen haben, den Obamas Einblick umgehend zu gewähren. Ebenso haben sich auch die Obamas gegenüber Trump 2012 verhalten.

Michelle Obama erzählt im Becoming ihre Lebensgeschichte. Beginnend mit ihrer Kindheit und Jugend in der South Side Chicagos, ihren Erfahrungen in der Schule und bei Klavierauftritten. Sie war damals schon sehr ehrgeizig, immer gewillt das beste zu geben, auch um die Anerkennung der anderen dafür zu bekommen. Mit diesem Ehrgeiz schafft sie es aufs College und später bis nach Harvard. In ihrem ersten Job wird sie dann als Mentorin für Sommerpraktikanten eingesetzt und lernt dabei ihren späteren Mann Barack kennen. Dieser beschließt in die Politik zu gehen und obwohl Michelle mit dieser Entscheidung nicht glücklich ist, versteht sie doch, dass dies etwas ist, was ihren Mann ausmacht: der Wille etwas zu verändern und dafür hart zu arbeiten. Als Barack Obama dann zum Präsidenten gewählt wird, muss sie ihr Leben den Bedürfnissen seines Amtes komplett unterordnen. Auch wenn vieles eine Bürde ist, nimmt sie doch die Chance wahr, aus der Position heraus, die ihr damit zukommt, Dinge zu verändern, unabhängig von ihrem Mann.

Mir hat "Becoming" wirklich gut gefallen, weil es beschreibt deutlich, dass Michelle aus einer Familie kam, die durch Fleiß und mit Durchsetzungskraft sich hervorgearbeitet hat. Barack war früh auf sich gestellt und ist ein Typ, der seine Visionen hat und dafür lebt. Michelle hatte schon ordentlich zu schultern mit zwei kleinen Kindern und Berufstätigkeit, da Barack als Senator nur wenig bei seiner Familie war. Da musste sie ihren Weg finden und Regeln aufstellen, damit die Kinder Stabilität haben. So war es zumindest schön, dass er als Präsident Oval Office und Privaträume in einem Haus hatte und so zumindest regelm. seine Kinder sah. Doch er hat dann ja auch zugegeben, nach seiner Präsidentschaft Zeit für seine Kinder zu haben, doch waren diese mit 15 und 18 dabei ihre Flügel zu schwingen. Wie gut, dass Michelles Mutter in den acht Jahren mit im Weißen Haus gelebt hat, eine Konstante für die Kinder, die keine riesigen zusätzl. Sicherheitslösungen erforderte.

Sie spricht offen über ihre Ängste zu versagen, als Mensch, als Mutter, als Partnerin eines Politikers. Ihr Perfektionismus macht es ihr oft nicht einfach, muss sich doch bald erkennen, dass sie einfach nicht alles auf einmal stemmen kann. Und dass sie Prioritäten setzen muss. Was ist ihr wichtig, was kann nur sie selbst erledigen, wo muss sie sich Hilfe holen. Sie macht Fehler, zweifelt immer wieder an sich selbst, reflektiert aber, was schief gelaufen ist und versucht es in Zukunft besser zu machen.

Dabei ist ihr eines immer klar: ohne den Zuspruch in ihrer Jugend, dass sie aus ihrem Leben etwas machen kann und dass sie es wert ist, erfolgreich zu sein, wäre sie nie bis ins weiße Haus gekommen. Diesen Zuspruch versucht sie weiterzugeben. Mit Mentoring-Programmen, mit ihren Reden und indem sie weltweit Stiftungen unterstützt, die sich für Bildung junger Mädchen einsetzt. Denn gerade die sind diejenigen, die oft von Bildung und damit der Chance auf ein besseres Leben ferngehalten werden.

Das Buch dreht sich um Michelle, nicht um Barack oder wie sie ihn sieht. Er gehört zu ihrem Leben, sein Amt bestimmt das Leben ihrer Familie, aber sie mischt sich nicht in seine Arbeit ein. Sie schafft sich ihren eigenen Wirkungskreis und nutzt die Zeit um Dinge, die ihr wichtig sind auf den Weg zu bringen. Den Weg in die Politik sucht sie nicht, aber sie nutzt den Einfluss, den sie automatisch hat, um Dinge auf den Weg zu bringen.

Mich hat das Buch sehr beeindruckt. Man hat das Gefühl Michelle Obama gegenüber zu sitzen und ihr zuzuhören, wie sie aus ihrem Leben erzählt. Dabei wirkt sie nicht abgehoben , sondern ganz normal. Man merkt, wie überfordert sie oft mit den Situationen war, in die sie durch den Politikbetrieb geraten ist. Und sie hat die gleichen Sorgen und Ängste wie jeder andere auch.

Als Michelle Obama ihre Eindrücke schildert von der Wagenkolonne des Präsidenten, kann ich diese sogar vor Augen haben, denn bei seinem Besuch in Hannover übernachtete der Präsident keine zwei km entfernt und so habe ich das gepanzerte Beast & Co. auch über abgesperrte Straßen meines Stadtteiles fahren sehen und natürlich die ganzen Absperrungen/ Versiegeln der Gullis/ Überwachung des Luftraum, das ist schon bei diesem Staatsoberhaupt extrem.

Umso amüsanter war, dass die Obamas vor Hannover die Queen in Windsor besucht haben und vom Hubschrauber abgeholt wurden von der Queen und dem Herzog. Das erste Mal in ihrer Präsidentschaft wurden die beiden nur mit einem Auto - ohne Kolonne - gefahren und dann ausgerechnet auch noch chauffiert vom 94-jährigen Prinz Philip.

Nach der Lektüre habe ich auch erst das und die begleitende Sendung gesehen und auch einen Monat später gucke ich bei yt verschiedene Interviews/ Szenen, u.a. Michelle und ihr Bruder Craig bei "Guten Morgen America" nach dem Erscheinen von Becoming und auch eines, in dem Michelles Mutter befragt wurde, sowie Michelles Rede zum Bewerber Trump. Letzte Woche ist nun auch noch ein , geführt durch Claus Kleber/ heute veröffentlicht worden.


Als ersten Präsidenten erinnere ich mich an Ronald Reagan, dass ein Schauspieler Präsident werden kann. Es folgten 2x Bush & Clinton, erst als es um die Wahl von Obama ging, habe ich damals auch die Wahlen verfolgt und die Amtseinführung. Diese ganzen Vorwahlen und auch, wie weit die Ehefrauen Wahlkampf betreiben müssen, werden deutlich in diesem Buch geschildert.

Von mir eine Leseempfehlung für ein gut lesbares und sehr interessantes Buch!


Auf Netflix gibt es auch die Doku Becoming, die zum Erscheinen ihres Buches in Amerika wohl begleitend gedreht wurde.

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Liebe Grüße von Christiane
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"Wenn Du ein Buch auf eine Reise mitnimmst, dann geschieht etwas Seltsames. Das Buch wird anfangen, Deine Erinnerungen zu sammeln. Du wirst es später nur aufschlagen müssen und schon wirst Du wieder dort sein, wo Du zuerst darin gelesen hast. Schon mit den ersten Worten wird alles zurückkommen - die Bilder, die Gerüche, das Eis, das Du beim Lesen gegessen hast." Mortimer Folchart


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BeitragVerfasst: 11.02.2021, 12:27 
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Ich lese gerade: Anne Stern; Fräulein Gold I
"Becoming" auf Jugendliche getrimmt/ ab 2.3.2021 im Handel
Die überarbeitete Neuausgabe für junge Leserinnen und Leser.


BECOMING – Erzählt für die nächste Generation ist eine ehrliche, faszinierende Darstellung des Lebens von Michelle Obama für junge Leser*innen. Sie schreibt darüber, wie ihrer Ansicht nach alle Jugendlichen etwas für sich selbst und andere bewirken können, ganz egal, wo im Leben sie gerade stehen. Sie bittet darum, sich klarzumachen, dass niemand perfekt ist, dass der Prozess des Werdens zählt und dass man nie aufhört, sich selbst zu entdecken. Indem Michelle Obama ihre eigene Geschichte so furchtlos erzählt, stellt sie jungen Leser*innen die Frage: Wer seid ihr und was wollt ihr werden?

Michelle Obama ist ein überzeugendes Vorbild für eine ganze Generation. Als erste afro-amerikanische First Lady der USA stand sie ihrem Ehemann Barack Obama während seiner Zeit als US-amerikanischer Präsident bei, wurde zu einer energischen Fürsprecherin für die Rechte von Frauen und Mädchen in der ganzen Welt und setzte sich für einen dringend notwendigen gesellschaftlichen Wandel hin zu einem gesünderen und aktiveren Leben ein.

In diesem Buch erzählt sie jungen Menschen ihre Geschichte – in ihren eigenen Worten und auf ihre ganz eigene Art nimmt uns mit in ihre Welt und berichtet von all den Erfahrungen, die sie zu der starken Frau gemacht haben, die sie heute ist. Warmherzig, weise und unverblümt erzählt sie von ihrer Kindheit an der Chicagoer South Side, von den Jahren als Anwältin sowie von ihrem Leben an Baracks Seite und der Zeit, die ihre Familie im Weißen Haus verbracht hat. Ihre beeindruckende Autobiografie ermutigt ihre Leser*innen dazu, ihren Weg zu gehen.

Die überarbeitete und gekürzte Neuausgabe enthält ein exklusives Vorwort von Michelle Obama sowie neues bisher unveröffentlichtes Bildmaterial.

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Liebe Grüße von Christiane
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"Wenn Du ein Buch auf eine Reise mitnimmst, dann geschieht etwas Seltsames. Das Buch wird anfangen, Deine Erinnerungen zu sammeln. Du wirst es später nur aufschlagen müssen und schon wirst Du wieder dort sein, wo Du zuerst darin gelesen hast. Schon mit den ersten Worten wird alles zurückkommen - die Bilder, die Gerüche, das Eis, das Du beim Lesen gegessen hast." Mortimer Folchart


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BeitragVerfasst: 11.02.2021, 12:45 
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Ich lese gerade: Elena Ferrante "Lästige Liebe"
Ich kann dir nur zustimmen, Christiane.
Ich habe das Buch im April 2019 schon gelesen und finde es auch absolut lesenswert (ich dachte eigentlich, ich hätte es damals vorgestellt, denn es hat von mir 5 * bekommen).

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Bild Liebe Grüße Ulrike
Enkelkinder sind das Dessert des Lebens :babylein


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