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BeitragVerfasst: 07.09.2015, 11:29 
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lesender Löwe
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Beiträge: 1170
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Deine Briefe lege ich unter die Matratze

Manchmal schreib ich ja auch für die efi eine Rezension und erbitte mir dafür von den einzelnen Verlagen Rezensionsexemplare. Auf diese Weise bin ich wohl in den Verteiler von Oetinger gekommen und erhielt diese Mail samt Foto:


https://www.iphpbb3.com/forum/file/92932 ... seinfo.pdf

Liebe Kolleginnen und Kollegen in der Presse,

der Briefwechsel zwischen Astrid Lindgren und Sara Schwardt – „Deine Briefe lege ich unter die Matratze“ – erscheint bereits am 17. September! Die Briefe sind eine einzigartige und sehr persönliche Neuentdeckung aus dem Astrid-Lindgren-Archiv der Königlichen Bibliothek in Stockholm. Wenn Sie Interesse an einem Rezensionsexemplar haben, sagen Sie mir gerne Bescheid.

Am 15.4.1971 schreibt die zwölfjährige Sara an die von ihr bewunderte Autorin Astrid Lindgren und bittet sie um eine Filmrolle. Die Rolle erhält sie nicht, aber der Brief markiert den Beginn einer Brieffreundschaft, die bis zum Tod von Astrid Lindgren 2002 anhält. 50 Jahren Altersunterschied zum Trotz schreiben die beiden sich rund 80 Briefe, in denen sie ihre Gedanken über das Leben, die Liebe und die Menschen austauschen. Der Briefwechsel erzählt von der ungewöhnlichen Freundschaft zwischen dem jungen Mädchen und Astrid Lindgren und zeigt den Menschen hinter der großen Autorin.

„Eines der schönsten Bücher, die ich seit langem gelesen habe. Ein zeitloses Dokument darüber, erwachsen zu werden und Mensch zu sein.“

(aus: Politiken, dänische Tageszeitung)

„Ein ergreifendes Buch, das uns die große Mitmenschlichkeit Astrid Lindgrens zeigt. Der Briefwechsel zeigt uns zwei ungewöhnliche Menschen mitten im gewöhnlichen Leben.“

(aus: NRK, norwegischer Rundfunk)

Lesungstermine mit Sara Schwardt in Deutschland:
24.11.2015, 18:00 Uhr, Nordische Botschaften in Berlin, Rauchstr. 1

25.11.2015, 19:30 Uhr, Buchhandlung Hugendubel in Kiel, Holtenauerstr. 116

Gerne vermittele ich Interviews mit Sara Schwardt.


Ich freue mich auf Ihre Rückmeldungen.

Mit herzlichen Grüßen

Judith Kaiser
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

_________________
"Gelehrt sind wir genug!
Was uns fehlt, ist Freude, was wir brauchen, ist Hoffnung, was uns nottut, ist Zuversicht, wonach wir verschmachten, ist Frohsinn!"

Prätorius in seiner Rede an die Studentinnen, in: Curt Goetz, Dr. med. Hiob Prätorius

Bild - herzlichst: Heidrun Bild


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 Betreff des Beitrags: Re: Neues zu Astrid Lindgren
BeitragVerfasst: 07.09.2015, 12:17 
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muntere Moderatorin
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Beiträge: 2653
Wohnort: Hannover
Ich lese gerade: Teresa Simon; Die Lilienbraut
Danke für den Hinweis, Heidrun. Das Buch werde ich mir mal in der Buchhandlung anschauen und vermutlich auf das Taschenbuch warten.

Zitat:
Säckeweise pflegte Astrid Lindgren (1907-2002) Post zu bekommen. 75 000 Briefe gingen nach ihrem Tod in den Besitz der Königlichen Bibliothek über. Hier wurde Lena Törnqvist vom Astrid-Lindgren-Archiv auf Saras Briefe aufmerksam und schlug vor, sie zu veröffentlichen. Doch Sara Schwardt zögerte. Da war das beiderseitige Versprechen, die Briefe niemandem zu zeigen. Aber auch das Bewusstsein, Leser mit einer neuen Seite von Lindgren bekanntzumachen. "Sie hat mir, einem fremden Menschen, ziemlich viel anvertraut", erzählt Sara. Alles beginnt mit Saras erstem Brief vom 14. April 1971. Darin bittet sie Lindgren, sie möge sich dafür einsetzen, dass Sara die Hauptrolle in der Verfilmung von Gunnel Lindes Buch "Der weiße Stein" bekomme. Ihrer Kritik an Lindgren-Filmen wie Pippi Langstrumpf lässt sie freien Lauf. Lindgrens Reaktion ist derart deutlich, dass Sara eine Entschuldigung formuliert. In den folgenden Briefen begegnet Astrid Lindgren einer anderen Sara. Einer, die empfindsam ist, aber auch aufrührerisch, die Stress mit den Eltern hat, ausreißt und bei ihrer Großmutter lebt.

"Sara, meine Sara", antwortet die Schriftstellerin und geht auf Saras Probleme detailliert ein. Am Ende vergewissert sie sich: "Kannst du Briefe wie diesen vor anderen verbergen? Kann ich dir wirklich über alles schreiben?" Die erwachsene Sara erlebt, wie Lindgren immer offener wird. Im Dialog über Religion, Bücher, Politik begegnet sie einer wehmütigen Frau. Die Autorin ringt um das letzte Kapitel zu "Brüder Löwenherz". Sie trauert um Freunde und Angehörige, manchmal fühlt sie sich Druck ausgesetzt. Einer niedergeschlagenen Sara bestätigt Lindgren, wie melancholisch Jahre der Jugend sein können: Mit 19 und 20 habe sie oft an Suizid gedacht, bekennt sie. Später habe sie mehr Lebensfreude empfunden. "Heute, im Alter, finde ich, dass es sehr schwer ist, fröhlich zu sein, weil die Welt nun einmal so ist wie sie ist", fährt sie fort, schließt aber auch diesen Brief mit einem Satz, den Sara immer wieder liest: "Life is not so rotten as it seems" - das Leben ist nicht so mies, wie es erscheint.

Sara Schwardt ist gerührt, mit wie viel Wärme die Veröffentlichung des Briefwechsels in Schweden aufgenommen wurde. Astrid Lindgrens Nichte Gunvor Ruhnström schrieb ihr: »Ich bin Astrid nie so nahegekommen wie in diesen Briefen an dich. Dass sich zwei Seelenverwandte auf diese Weise gefunden haben, empfinde ich als Wunder.«

»Deine Briefe lege ich unter die Matratze« ist im schwedischen Verlag Salikon erschienen. Sprecherin des Verlags ist die Enkelin der Autorin, Annika Lindgren. Vielleicht ist der Briefwechsel der großen Kinderbuchautorin und des Mädchens so aufschlussreich, weil es immer bei Briefen blieb: Sara und Astrid Lindgren haben sich persönlich nie getroffen.

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Liebe Grüße von Christiane
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"Wenn Du ein Buch auf eine Reise mitnimmst, dann geschieht etwas Seltsames. Das Buch wird anfangen, Deine Erinnerungen zu sammeln. Du wirst es später nur aufschlagen müssen und schon wirst Du wieder dort sein, wo Du zuerst darin gelesen hast. Schon mit den ersten Worten wird alles zurückkommen - die Bilder, die Gerüche, das Eis, das Du beim Lesen gegessen hast." Mortimer Folchart


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BeitragVerfasst: 20.10.2015, 18:08 
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Ich lese gerade: Gabriella Engelmann "Zauberblütenzeit"
Sara Schwardt kommt im November nach Deutschland und liest aus "Deine Briefe lege ich unter die Matratze."

24.11.2015 um 19:00 Uhr in Berlin:
26.11.2015 um 19:30 Uhr in Kiel:

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Bild Liebe Grüße Ulrike
Man kann die Dinge immer von zwei Seiten betrachten - es spricht nichts dagegen, es von der positiven zu tun.


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BeitragVerfasst: 25.01.2016, 12:21 
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Ich lese gerade: Nesthäkchen
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Welch interessantes Buch! Und es zeigt eine völlig andere Seite von Astrid Lindgren.

Sara Ljungcrantz, 12 Jahre, schreibt einen Brief an Astrid Lindgren und bekommt tatsächlich Antwort von ihr.
Es entwickelt sich eine Brieffreundschaft zwischen den beiden. Für mich liest es sich wie eine Freundschaft zwischen zwei Personen, die alterstechnisch vielleicht so 20 Jahre auseinander sind und Astrid Lindgren dabei als mütterliche Freundin fungiert - die Sara auch bitter nötig hat! Dabei könnte Astrid Lindgren Saras Großmutter sein, was ab und an auch mal in einem Nebensatz von Astrid Lindgren erwähnt, aber von Sara nie thematisiert wird. Ich glaube, sie nimmt Astrid Lindgrens Alter einfach nicht wahr - und es ist ihr auch nicht wichtig. Sie sieht in Astrid Lindgren eine tolle Frau und braucht einfach jemand, der sie versteht, der sie mag, wie sie ist, der sie durchaus kritisieren darf, aber auch ihre guten Seite sieht und ihr bedingungslos hilft.

Sara macht auf mich den Eindruck eines rebellischen Teenies und wirkt auf mich von Anfang älter als 12 Jahre. Ich hätte sie auf 15-16 Jahre geschätzt. Die Probleme die Sara hat sind durchaus heftig und für ein Kind echt viel. Ein Wunder, dass sie nicht noch mehr rebelliert hat!

Die ersten beiden Jahre wechseln die Briefe zwischen Sara und Astrid Lindgren recht oft - danach wird es weniger, aber nicht weniger intensiv. Selbst als die Briefe nur noch monatsweise wechseln und zum Ende hin sogar über ein Jahr (oder noch mehr) dazwischen liegen, verlieren sie nicht an Intensität.

Bei den Briefen - als Sara so um die 20 war und sie von Gott erleuchtet wurde und versucht hat Astrid Lindgren zu missionieren, saß ich manchmal echt kopfschüttelnd vor meinem Buch, aber selbst dieses Thema hat gepasst (Astrid Lindgren hat es gut umschifft!) und Sara erklärt in einem ihrer letzten Briefe warum sie es gemacht hat.

Saras letzter Brief an Astrid Lindgren ist einfach nur wunderbar und gibt diesem ganzen Buch den würdigen (und in meinen Augen auch nötigen) Abschluss.

Einzig, dass die Fußnoten nicht am Fuß der Seite, sondern am Ende des Buches zu finden waren, hat mich gestört. Ich musste doch oft nach hintenblättern, weil ich es einfach gleich wissen musste, was damit jetzt gemeint ist, auch wenn ich vieles dann auch ohne die Fußnote gewusst hätte :ggg .

_________________
Bild Liebe Grüße
Rabea
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BeitragVerfasst: 25.01.2016, 22:01 
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eifrigster Elefant
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Ich hatte ganz vergessen zu erzählen, dass ich bei der Lesung in Berlin gewesen bin!

Sara Schwardt war sehr sympathisch. Sie hat zunächst in sehr charmanten Deutsch aus ihrem Buch gelesen, danach wurde ein moderiertes Gespräch geführt mit einer Frau aus der Botschaft, die ausgesprochen gut übersetzt hat, und schließlich konnten noch Fragen gestellt werden.

Das Buch habe ich noch nicht gelesen (ich warte, bis es auf schwedisch etwas billiger wird), aber ich bin gespannt darauf. Ganz besonders nach deiner Beurteilung, Rabea.

_________________
Es wäre gut, Bücher zu kaufen, wenn man die Zeit, sie zu lesen, mitkaufen könnte.

Arthur Schopenhauer


Liebe Grüße
Inga


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BeitragVerfasst: 26.01.2016, 17:06 
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informierte Impala-Antilope
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Registriert: 18.02.2007, 23:32
Beiträge: 202
Wohnort: Brechen
Ich habe kürzlich in der Nido (Elternzeitschrift vom Stern) einen Ausschnitt aus dem Buch gelesen und war sehr angetan. Ich warte auch noch bis es als Taschenbuch auf den Markt kommt oder meine Ebook-Bibliothek es in ihr Programm aufnimmt!
Obwohl jetzt wo ich Rabeas Beurteilung gelesen habe...weiß ich gar nicht, ob ich noch warten kann :ggg

_________________
Grüße von Jule :huhuu

Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen, und laufen.
Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat.
Helen Hayes


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BeitragVerfasst: 21.02.2016, 14:16 
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Beiträge: 6524
Wohnort: Bottrop
Ich lese gerade: Gabriella Engelmann "Zauberblütenzeit"
Ich fand das Buch sehr beeindruckend. Und noch beeindruckender, dass Sara sich entschlossen hat, die Briefe unredigiert veröffentlichen zu lassen. Denn vieles darin lässt einen aus der Rückschau den Kopf schütteln und über sich selbst möchte man das vielleicht nur ungern veröffentlicht wissen.
Sara ist ein sehr frühreifer und rebellischer Teenager. Wie schwer sie es hatte und was was sie alle mitgemacht hat, lassen die Briefe anfangs ja nur erahnen. Umso erstaunlicher, dass beide, Sara und Astrid, am Briefwechsel so lange Zeit festgehalten haben. Sara vertraut Astrid vieles an und im Gegensatz zur ihrer Familie, nimmt sie von ihr auch Kritik an, sogar wenn sie herbe ausfällt. Aber für selbstverständlich nimmt sie diese Brieffreundschaft nicht. Das zeigt sich immer wieder dann, wenn sie nach eine längeren Pause mal wieder an Astrid schreibt und zunächst mal erklärt, wer sie ist, für den Fall, dass Astrid sich nicht mehr an sie erinnert.

Ein wirklich empfehlenswertes Buch. Allerdings konnte ich es nicht so hintereinander weg lesen. Gerade die ersten zwei bis drei Jahre fand ich sehr anstrengend und belastend und musste zwischendurch mal etwas leichteres zum Lesen einschieben.

_________________
Bild Liebe Grüße Ulrike
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