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Wohin der Fluss uns trägt
„Sie sagen wir sind am Ende, also lass uns von vorne Anfangen“
Abbie und Chris sind ein ungleiches Paar und doch so glücklich wie zu Beginn: Chris kommt von ganz unten, Abbie aus einer mächtigen Südstaaten-Dynastie. Aber nach Jahren unbeschwerter Ehe schlägt das Schicksal zu und bei Abbie wird Krebs diagnostiziert. Der Rat der Ärzte lautet, auf das Ende zu warten. Doch Abbie hat eine Liste mit Wünschen erstellt, und die möchte sie sich erfüllen. Zehn eigentlich recht gewöhnliche Dinge, wie am Strand Wein zu trinken oder so sehr zu lachen, dass es weh tut. Der größte dieser Wünsche ist, im Kanu den ganzen St. Mary’s River im Süden der USA hinab zufahren. Kurzentschlossen packt Chris die Rucksäcke und heimlich brechen sie auf. Von Abbies Vater und bald auch den Medien und der Polizei verfolgt, rudern sie den Fluss hinunter. Es wird die Reise ihres Lebens, das sie in all seiner Schönheit und Bitterkeit noch einmal auskosten. Und sie wissen: Wo der Fluss endet, beginnt die Ewigkeit.
Meine Meinung:
Abbie und Chris sind zwei Menschen wie Sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Die High-Socitey Schönheit und erfolgreiches Model, Tochter eines einflußreichen Senators, und Chris armer Kunststudent ohne Vater aufgewachsen im Wohnwagen.
Trotz aller Unterschiede werden die beiden ein harmonisches und glückliches Paar das den jeweils anderen ergänzt und versteht. Charles Martins Buch beginnt kurz vor Ende der Geschichte von Chris und Abbie und erzählt mit Rückblicken vom Kennen lernen der beiden bis zur Diagnose und Behandlung des aggressiven Krebses der Abbie befällt. Dem Autor gelingt es die traurig schöne Geschichte zu erzählen ohne in Kitsch zu verfallen und allzu sehr auf die Tränendrüse zu drücken, wie es bei manchen Büchern dieses Genre gerne der Fall ist. Dazu Beschreibt er die oft mühsame und von Hindernissen geprägte Reise auf dem Fluss St. Marys so lebendig uns Interessant dass man diesem Ort gerne selbst einmal besuchen würde.
Die Figur Chris der mit seiner Frau die im Ehe Gelübde Versprochenen guten und schlechten Zeiten durchsteht und dabei nie in Frage stellt das er immer an der Seite seiner Frau sein wird ist sehr gut geschrieben ohne ihn als Opfer oder Märtyrer erscheinen zu lassen. Alles im allem ist „Wohin der Fluss uns trägt“ eines der besten Bücher die ich seit langem gelesen habe und ist uneingeschränkt zu empfehlen. Unbedingt lesen.
_________________ Irina 
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